Streetballturnier zum 40-jährigen Bestehen

Hersbrucker Korbjäger auf legendären Spuren

Lieferten sich in ihrer Zwölfminuten-Partie ein hartes „Eins-gegen-eins“-Duell: der frühere TV-Spieler Danny Johnson (im Vordergrund) und Ingo Endres. Foto: Porta2016/06/7199696.jpeg

HERSBRUCK – Ein Hauch des legendären Rucker Parks im New Yorker Stadtteil Harlem wehte am Wochenende durch die Hersbrucker Dreifach-Turnhalle: Beim Streetball-Turnier, zu dem die Basketballer des TV Hersbruck anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens einluden, zeigten Teams aus halb Deutschland ihre Künste im „Drei-gegen-drei“. Am Ende siegte mit dem Team „Beastmode“ die Formation der Gastgeber.

Der Freiplatz im Rucker Park gilt als Ursprungsort des Streetballs – einer Variante des Basketballs, die schon lange Teil der Jugendkultur ist und beim Spiel auf nur einen Korb vor allem auf möglichst trickreiche „Moves“ im Eins-gegen-eins Wert legt. Die Karrieren vieler NBA-Profis nahmen hier ihren Anfang, die Musikvideos vieler Hip-Hop-Künstler mehrten den Mythos der legendären Spielstätte in Harlem.

Dynamisches Ziehen zum Korb, schnelle Dribblings und ansatzlose Distanzwürfe waren denn auch in der Hersbrucker Dreifach-Halle zu sehen – stilecht begleitet von lauten Rap- und Hip-Hop-Klängen.

Die Regeln beim Streetball sind denkbar einfach: gespielt wird Drei-gegen-drei auf einen Korb, „normale“ Korberfolge zählen einen Punkt, erfolgreiche Distanzwürfe zwei. Wer punktet, bekommt erneut den Ball. „Make it, take it“, heißt dieses Prinzip bei den Streetballern, sagt Organisator Roland Weber vom TV Hersbruck. Gespielt wird zwölf Minuten, es sei denn, eine Mannschaft hat schon vorher 16 Punkte beisammen.
Am besten im Feld der neun Teams aus München, Rosenheim, dem Schwarzwald und dem Großraum Nürnberg schlug sich das Heimteam „Beastmode“ – ein passendes Geschenk zum Jubiläum der TV-Basketballer.

Nach einer souveränen Vorrunde machte das Trio um Anthony Woodson auch in den anschließenden K.o.-Spielen wenig Federlesens mit seinen Gegnern und holte sich nach einem 16:0 gegen „Pepsibaum“ aus Nürnberg, einem 16:9 gegen „Ball don’t lie“ aus Rosenheim und einem 16:3 im Finale gegen die Nürnberger Formation „Playing bad“ verdient den kleinen Siegerpokal.

Für Alex Schug und Ingo Endres – beide Spieler der aktuellen Bezirksoberligamannschaft des TV Hersbruck – war mit ihren Teams „Mix Yo“ und „Blackforest Ballers“ dagegen schon im Viertelfinale Endstation. Auch Danny Johnson, der in der vorletzten Saison noch das TV-Trikot getragen hatte und gemeinsam mit seinem erst zwölfjährigen Sohn Davian für „Beastmode 2“ auf dem Feld stand, musste sich in der Runde der letzten Acht verabschieden, nach einem knappen 10:14 gegen „Irgendwer“ aus Fürth. In der Pause begeisterte er unter seinem Künstlernamen „Young Sixx“ Spieler und Zuschauer mit einer Rap-Einlage.

Den Dunkingcontest entschied der Rosenheimer Salu Tadi hauchdünn mit 30:29 Punkten gegen Alex Schug zu seinen Gunsten, Dritter wurde Courtney Quentrell Dollard aus Ansbach. Am Dreier-Contest nahmen 14 Spieler teil, hier gewann Alex Eichler im Finale mit drei von fünf Treffern gegen Damian Lyschik.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta