Pleite beim TV Erlangen-Bruck III

Hersbrucker Handballer unterliegen

Weil die Abwehrhünen der „Brucker“ kaum Würfe aus dem Rückraum zuließen, verbuchte Tobias Raum den Großteil seiner vier Treffer vom Kreis aus. | Foto: Porta2017/03/7954184.jpeg

ERLANGEN (fs) – Eine nicht unbedingt nötige 29:32-Niederlage haben sich die Handballmänner des HC Hersbruck beim Tabellennachbarn TV Erlangen-Bruck III „eingefangen“.

Wie schon im Hinspiel stellten die Gastgeber ein Team mit Routine (Altersdurchschnitt über 35 Jahre), Spielfreude, nicht verlerntem Können und einer gut funktionierenden 6:0-Abwehr. Dabei hatte sich HC-Interimscoach Axel Dannhäuser vor dem Anpfiff sehr optimistisch gezeigt: „Die Mannschaft hat unter der Woche gut trainiert und ist fähig zu gewinnen.“

Er hatte aber, ähnlich wie sein bekannter Gegenüber Eldridge Herzberger, nur zwei Auswechselspieler zur Verfügung, wobei Eric Gast sein Debüt gab, ausgerechnet gegen solch „alten Füchse“. Er zeigte aber sein Talent und war auch einmal erfolgreich. Bei den „Bruckern“ waren Andreas Ottle (10) und „Franky“ Wölfel (7/3) die überragenden Werfer, wogegen beim HC nur Marco Schmidt (9) in der Lage war, die am Kreis klebenden Gastgeber per Sprungwurf zu überwinden, während die anderen Akteure versuchten und auch versuchen mussten, zum Kreis durchzustoßen.

Das gelang am besten Moritz Kellner (6/1) und Tobias Raum (4/1). David Benaburger und Philipp Zinner waren je dreimal erfolgreich. Dennoch trugen sich – eine echte Besonderheit – alle Feldspieler beider Mannschaften in die Torschützenliste ein, zudem legten beide Seiten mit drei zu zwei Strafzeiten eine milde Gangart an den Tag. Anfangs konnte der HC das Match ausgeglichen gestalten und hielt bis zum 5:5 gut mit, ehe der TV durch drei Treffer in Folge auf 9:6 davonzog. Dann folgten wechselweise Tore bis zum Halbzeitstand von 16:14 für die Gastgeber. Der zweite Durchgang begann verheißungsvoll für den HC: Marco Schmidt und Tobias Raum glichen zum 18:18 aus und warfen Hersbruck dann beim 19:20 sogar in Führung. Doch anschließend wurden die Gäste entscheidend „angeknockt“, denn zwischen der 37. und 43. Minute zogen die „Brucker“ das Tempo an und stellten das Ergebnis mit sieben Toren in Folge auf 26:20.

Irgendwie hatten die Mannen von Axel Dannhäuser kurz den Bezug zum Spiel verloren und konnten in der Folgezeit nur noch bedingt überzeugen. Das Wechselspiel der Torerfolge fand wohl bald wieder statt, aber es blieb der Abstand. Durch eine Zweier- und eine Dreierkombination des HC um die 50. Spielminute keimte noch einmal zarte Hoffnung auf bis zum 31:28, doch die Gastgeber waren routiniert genug, sich den Vorsprung nicht mehr nehmen zu lassen und hatten dann auch mit dem durchspielenden Wölfel den richtigen Mann an den richtigen Stellen, sprich auch am Siebenmeterpunkt.

Oscar Dannhäuser setzte dann mit seinem Strafwurf den Schlusspunkt unter eine Begegnung, die Hersbruck bei besseren Voraussetzungen nicht unbedingt hätte verlieren müssen. Am kommenden Sonntag, 19. März, wird es beim Tabellendritten HG Hemau/Beratzhausen nicht einfacher werden.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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