Handball-Bezirksliga

HC Hersbruck unterliegt bei BOL-Absteiger

Belebte nach seiner Einwechslung das Hersbrucker Offensivspiel: Leon Utz. Trotz seiner sechs Tore konnte er die Wende aber nicht mehr einläuten. | Foto: Porta2019/10/DSC_2048.jpeg

HERZOGENAURACH (hc) – Mit 24:39 sind die Handballer des HC Hersbruck bei der stark auftrumpfenden TS Herzogenaurach recht deutlich unter die Räder gekommen – zum Teil hatten sie sich die herbe Abfuhr aber auch selbst zuzuschreiben.

Bereits vor dem Spiel war klar: das wird kein leichter Weg für das Team von Randolf Weyland. Wartete doch der bis dato ungeschlagene Bezirksoberligaabsteiger mit so erfahrenen Handball-Schwergewichten wie Spielertrainer Ingo Kundmüller, Ex HC-Erlangen-Profi Benedikt Schwandner sowie Jürgen Wonner auf das junge Team aus Hersbruck. Auch der bisherige Durchschnitt von 31 geworfenen Toren war eine Warnung.

Das Spiel begann etwas verhalten, aber nach zwei Minuten traf Jürgen Wonner auf Herzogenauracher Seite erstmals zum 1:0. Der Ausgleich folgte prompt durch Norbert Braun. Von da an erhöhten die Gastgeber das Tempo. Die sehr defensiv agierende HC-Abwehr, bestehend in dieser Anfangsphase aus Philipp Zinner, Oscar Dannhäuser, einem neuen Mittelblock mit Norbert Braun und Eric Gast sowie Elias Thiel und Samuel Weiher auf der rechten Seite, brachte der TS zu wenig Gegenwehr entgegen.

Zwei Mann, zwölf Tore

Bereits in der neunten Minute stand es so 8:2. Immer wieder gab Kundmüller den Auftakt, um entweder seinen überragenden Rechtsaußen Wonner oder den Kreisläufer einzusetzen. Bis zum Halbzeitpfiff traf Wonner sage und schreibe acht Mal, Kundmüller selbst vier Mal.

Im eigenen Angriff mühten sich die Weyland-Jungs redlich, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Die Turnerschaft verteidigte defensiv, im Zweifel aber sehr zupackend, und der hervorragende Torhüter hielt, was noch durch die Abwehr kam. In der Anfangsphase nutzte Eric Gast zweimal seine Größe und traf, allerdings gefolgt von einer Reihe von Fehlversuchen, die die Gastgeber in leichte Gegenstoßtore ummünzten.

Als die Teams beim Stand von 20:10 in die Pause gingen, war das Spiel bereits entschieden. Einzig positiv an der ersten Spielhälfte war, dass sich immerhin acht Hersbrucker in die Torschützenliste eingetragen hatten, was auf das Potenzial des Teams schließen lässt.

Einen Gang zurück

Dass in der zweiten Spielhälfte wenigstens etwas Ergebniskosmetik betrieben wurde, lag zum einen an den Herzogenaurachern, die in der 40. Minute beim Stand von 29:15 ihre Goalgetter vom Feld nahmen, zum anderen an dem nun eingewechselten Leon Utz, der das Angriffsspiel der Schwarz-Weißen deutlich belebte, indem er konsequent die Lücken in der Defensive der Gastgeber suchte – und fand.

Mitte der zweiten Spielhälfte war dann zu ahnen, dass bei kräftigerem Zupacken der Gäste, sowohl im Angriff, insbesondere aber Verteidigung der HC durchaus hätte mitspielen können. Ganze zwei Zeitstrafen während des gesamten Spiels gegen den HC sprechen hier Bände.

Am Ende stand ein in diesem Spiel leistungsgerechtes 39:24 auf der Anzeigentafel. Jetzt gilt es für Hersbruck, eine Idee gegen den nächsten Brocken, den anderen Absteiger aus Hemau zu finden und nächsten Samstag in eigener Halle ein Ausrufezeichen zu setzen.

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung