Handball

HC Hersbruck löst knifflige Aufgabe bei der SG DJK Erlangen/Baiersdorf

Glänzte beim letztlich deutlichen 31:25- Auswärtserfolg des HC Hersbruck in Baiersdorf mit neun Toren und vielen guten Anspielen: „Regisseur“ Oscar Dannhäuser. | Foto: Porta2019/02/DSC_8147.jpeg

BAIERSDORF (hc) – „Die größte Gefahr ist es, diesen Gegner zu unterschätzen“ warnten die HC-Trainer Axel Dannhäuser und Ulli Meyer ihre Spieler vor dem 31:25-Erfolg bei der SG DJK Erlangen/ Baiersdorf. Auf den Papier versprach das Spiel eine klare Sache für Hersbruck zu werden, hatten die Gäste doch annähernd die doppelte Zahl Punkte auf der Habenseite. Allerdings zeigten die Oberfranken zuletzt aufsteigende Form und waren schon einige Male kurz davor, klare Favoriten zu stürzen.

Die Abwehr, das Prunkstück des jungen Hersbrucker Teams, sollte es richten, um mit der gleichen Dynamik und Härte wie in der Vorwoche gegen Topfavorit Amberg Bälle zu erobern und über Tempogegenstöße zu einfachen Toren zu kommen –, so lautete jedenfalls der Plan.

Auf der „Platte“ geschah dann aber das Gegenteil: Die Jungs um Elias Thiel ließen sich von den eher träge und langatmig vorgetragenen Angriffen der SG scheinbar ein ums andere Mal einschläfern, wollten nicht so richtig zupacken, und so gelang es nach dem 0:1 für den HC durch Leon Utz im ersten Angriff den Gastgebern immer wieder, den freien Mann zu finden und auszugleichen.

Abwehr mit Lücken
Während sich die Schwarz-Weißen, angetrieben vom an diesem Tag bestens aufgelegten Spielmacher Oscar Dannhäuser, ein ums andere Mal schöne Torchancen erspielten und diese auch verwerteten, gelang in der Abwehr auch nach einigen Wechseln nicht viel. So stand es in der 15. Minute 7:7, trotz deutlicher optischer Überlegenheit des HC.

Dank „Konsti“ Stein im Tor, der in dieser Phase einen Strafwurf entschärfte, und Marco Schmidt, der seinerseits drei Strafwürfe in Folge verwandelte, gingen die Hersbrucker nun endlich mit zwei Toren in Führung. Bis zur Halbzeit schafften die HC-Männer durch schöne Tore von „Jonny“ Fabry auf der rechten Rückraumposition und Dannhäuser in der Mitte eine leicht beruhigende 3-Tore-Führung zum 17:14.

In Hälfte zwei stand dann die Abwehr deutlich besser, offensichtlich hatte die Kabinenpredigt Wirkung gezeigt. Dennoch kamen die Gastgeber, teilweise ohne eigenes Zutun, durch Abpraller oder sagenhafte Freiwürfe nach verworfenen Bällen immer wieder in Ballbesitz und spielten weiter nahezu unendlich lange Angriffe.

Die (ansonsten hervorragend leitenden) Schiedsrichter hatten wohl Nachsehen mit der schwachen Durchschlagskraft der Gastgeber und verzichteten auf die Anwendung der Zeitspielregel. Dadurch gelangen der Spielgemeinschaft immer wieder Treffer, die ein Davonziehen der Gäste verhinderten. So dauerte es bis 43. Minute (20:22), ehe endlich der HC-„Turbo“ zündete. Von da an stand die Abwehr sicher, ein Ball nach dem anderen wurde erobert – vor allem Eric Gast und Moritz Meyer zeigten sich hier vorbildlich. Im Gegenzug traf Marco Schmidt vier Mal am Stück, und als Fabry in der 50. Minute das 27:20 markierte, schien das Spiel gelaufen.

Aber die Gastgeber steckten nicht auf. Durch unnötige Ballverluste des HC kamen sie in der 57. Minute wieder auf 24:27 heran. Alles klar machte dann jemand, den so sicher niemand auf dem Plan hatte: Nachwuchsspieler Lars Bey-gang kam in der Schlussphase zu seinem ersten Einsatz in der „Ersten“ überhaupt und sicherte mit zwei blitzsauberen Toren den 31:25-Auswärtssieg.

Dennoch, eine deutliche Steigerung sollte erreicht werden, um das nächste schwere Auswärtsspiel in zwei Wochen bei der SG Auerbach/Pegnitz erfolgreich zu bestehen.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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