Frauenfußball

Gnans Doppelpack stellt die Weichen für den Derbysieg

So eng wie bei diesem Zweikampf zwischen Christin Wollner (links) und Annika Görrissen (rechts) ging es eigentlich die ganze Spieldauer über zu. | Foto: DV2017/03/fcaltdorffcezelsdorfbol.jpg

NÜRNBERGER LAND – Ein klarer Sieg im Derby und ein verdientes Remis – für die Fußballerinnen des FC Ezelsdorf hat sich das Warten auf den Re-Start nach der Winterpause gelohnt.

Bezirksoberliga Frauen: 1. FC Altdorf – FC Ezelsdorf 0:2 (0:1) – Der FCA versuchte auf dem hoppeligen C-Platz ins Spiel zu kommen, danach ergriffen die Gäste mehr und mehr die Initiative und kamen auch gleich durch Laura Loos zu zwei sehr guten Möglichkeiten.

In der 10. Minute schickte dann aber Annika Görrissen mit einem genauen Pass Jasmin Gnan auf die Reise, die schloss ab, traf den Innenpfosten und von da aus zum 0:1 ins Tor. Ezelsdorf spielte entschlossen mit steilen Vorlagen nach vorne, die Altdorfer Abwehr erwies sich hin und wieder löchrig. In der letzten Viertelstunde kam Altdorf etwas mehr auf, auffällig aber war das zu ungenaue Passspiel, mit dem sie sich das Leben selber schwermachten. Ein verfehlter Weitschuss von Susanne Kolb und ein Abschluss von Melanie Distler, der die Ezelsdorfer Keeperin Yvonne Urdaneta auf dem Posten fand, waren die gesamte Ausbeute. Die letzte Möglichkeit in der ersten Hälfte hatte Ezelsdorf, Melissa Allen traf genau die Altdorfer Torhüterin Jessica Klemm.

Zu Beginn der zweiten Hälfte war Altdorf wieder dran, Melanie Distler schoss nach Zuspiel von Sandra Bellmann drüber (50.), fünf Minuten später hatte Laura Loos auf der Gegenseite mit einem Schuss von der Strafraumlinie auch kein Glück. Ein Eckstoß für Ezelsdorf überraschte die Altdorfer Defensive kurz im Sekundenschlaf, Jasmin Gnan war dafür hellwach und machte aus kurzer Entfernung das 0:2 (70.). Das war´s dann mal beim immer wieder spannenden BOL-Derby der Frauen. Außer ein paar erfolglosen Ecken brachte der FCA nichts mehr zustande, der FC Ezelsdorf verwaltete den verdienten Sieg routiniert bis zum Schlusspfiff.

Kreisliga Neumarkt/Jura: FC Ezelsdorf II – TSV Wolfstein 1:1 (0:1) – Die Nachholpartie war von Anfang an kampfbetont. Die Gäste aus Neumarkt waren vor allem bei Standartsituationen gefährlich. Gleich in der 12. Minute, als Melanie Felber eine Freistoßflanke mit dem Kopf zum 0:1 einnicken konnte. Danach kamen die Ezelsdorferinnen besser in die Partie, Katharina Möges hatte in der 27. Minute eine Riesenchance zum möglichen Ausgleich, die Wolfsteiner Torhüterin war schon geschlagen, doch die Ezelsdorferin konnte den Ball nicht im verwaisten Tor unterbringen. Wolfstein antwortete nur wenige Minuten später, Melanie Ferber scheiterte mit einem Schuss aus spitzem Winkel (31.).

Die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff gehörten den Gästen. Die Bemühungen der Gastgeberinnen wurden dann in der 70. Minute belohnt, die kurz zuvor eingewechselte Daniela Brantl wurde von Laura Loos freigespielt und konnte zum 1:1 einschieben.

Kreisklasse 2: TV Schwabach II – SG Röthenbach 2:4 (1:4) – Die SG des FV Röthenbach traf in Schwabach in der Nachholbegegnung auf eine Reservemannschaft, die sich aus ihrer Kreisligamannschaft mit einigen Spielerinnen verstärkt hatte. Erfolglos, wie sich herausstellte, denn die Gäste gingen gleich in der 15. Minute durch Melanie Hadamek in Führung. Ein erster Schussversuch der Gastgeberinnen ging übers Tor (20.), zwei Minuten später konnte Elisa Krüger ausgleichen.

Nach einer Flanke von Yvonne Hadamek traf die kurz vorher eingewechselte Franziska Stahl zur erneuten Führung für die SG (35.). Zwei Minuten später ließ Melanie Hadamek sowohl Gegenspielerin als auch Torhüterin schlecht aussehen und machte das 1:3. Das 1:4 legte dann Hadamek auf, Franziska Stahl verwandelte das Zuspiel sicher (39.). Damit war zum Pausenpfiff das Match entschieden.

Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte Schwabach zwar durch Sarah Krüger auf 2:4 verkürzen, doch die im Mittelfeld mit Yvonne Hadamek, Clarissa Lumpi und Sarah Volkammer hervorragend harmonierenden Röthenbacherinnen verwalteten den Vorsprung routiniert bis zum Ende.

N-Land Der Bote
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