SV Unterferrieden

Gisske ist Geschichte

Hatte da die heile Welt in Unterferrieden schon Risse? Bei der Hallenkreismeisterschaft war Unterferriedens Coach Holger Gisske noch mit Eifer an der Seitenlinie am Werk. Nach Weihnachten entschied er sich dann aber, sein Engagement am Saisonende zu beenden. | Foto: Kaufmann2019/03/DSC_5720.jpg

UNTERFERRIEDEN – Sein Gastspiel am Röthweiher währte nur kurz, nach ein wenig über einen halben Jahr ist Holger Gisske schon wieder Geschichte beim SV Unterferrieden. Zu diesem Entschluss sind die SVU-Verantwortlichen und der Trainer nun während der Vorbereitung gekommen. Für ihn übernimmt ab sofort interimsmäßig und nur bis zum Saisonende Abteilungsleiter Thomas Haas.

Man habe sich im Guten getrennt, das ist Haas wichtig zu betonen. Auch waren es keine sportlichen Gründe, die zur Trennung geführt haben. Immerhin liegt der SVU noch aussichtsreich auf Platz drei der Kreisklasse Ost. Allerdings gingen wohl die Vorstellungen über Engagement und Trainingsbeteiligung etwas auseinander, wie zu hören ist. In dieser Hinsicht lässt sich auch die offizielle Erklärung des SVU interpretieren, die da lautet:

„Nachdem Trainer Gisske bereits vor einigen Wochen bekannt gab, dass er sein Engagement in Unterferrieden nach der Saison beendet, startete man nun in die Vorbereitung. Da stellte man bei einem sachlichen Gespräch fest, dass die Ansichten zwischen Verein und Trainer, was den weiteren Verlauf der Rückrunde betrifft, nicht übereinstimmen.

Damit die Mannschaft bis zum Saisonende sportlich erfolgreich bestehen kann, entschlossen sich Trainer und Verein im beiderseitigen Einvernehmen das Engagement sofort zu beenden. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die Zusammenarbeit in den letzten Monaten sehr harmonisch verlief und auch die Beendigung der Zusammenarbeit beidseitig sehr professionell beschlossen wurde.“

Für Haas in seiner Doppelfunktion als Abteilungsleiter und Trainer gilt es nun vor dem Re-Start am 31. März „erstmal wieder Ruhe reinzubringen und die Mannschaft zu stabilisieren.“ Sollte dies gelingen, wovon alle ausgehen, dürfte auch das Saisonziel nicht in Gefahr sein. Weiter im oberen Tabellendrittel mitmischen wollen die Unterferrieder. Mit der Option auf mehr? „Platz zwei wäre sicher vermessen“, betont der Interimscoach. Dagegen wehren würden sie sich am Röthweiher aber natürlich nicht.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann