Feucht empfängt die Eintracht

„Ganz große Hausnummer“

Gelingt den Feuchtern ein Sieg gegen Bamberg, ist der Titelkampf wieder offen. Holt die Eintracht den Dreier, macht sie einen großen Schritt Richtung Bayernliga. | Foto: Zink2019/03/Feucht-Schlicker-Schwabach.jpg

FEUCHT – Am 27. Spieltag in der Landesliga Nordost steht heute Abend für den 1. SC Feucht ein Endspiel auf dem Plan. Denn ab 19 Uhr gastiert im Waldstadion der Aufsteiger und Tabellenführer FC Eintracht Bamberg. Die Gäste marschieren souverän an der Spitze und sind der Topfavorit auf die Meisterschaft.

Die Feuchter können heute mit einem Sieg das Titelrennen wieder spannend machen und sich bei einem Erfolg selbst noch Hoffnungen auf Platz eins machen. Zumindest würde das Aufstiegsrennen dann wieder offen sein. Ziel der Hausherren ist ganz klar, dieses Match zu gewinnen.

Die Eintracht hat in den fünf zurückliegenden Jahren erst drei Abstiege von der Regionalliga bis in die Bezirksliga hinter sich gebracht und ist erst im Vorjahr in die Landesliga aufgestiegen. Nun führt sie das Klassement mit 59 Punkten an. Die Feuchter liegen als Vierter sieben Punkte zurück, würden den Abstand bei Sieg auf vier Zähler verringern und haben ein Spiel weniger als die Domstädter absolviert. „Dann wären wir selbst wieder im Titelrennen und das Spitzen-Quartett würde wieder enger zusammenrücken“, sagt der Feuchter Trainer Florian Schlicker.

Schlicker hofft auf „heiße Kiste“

Dem ist aber folgendes auch nicht entgangen. Während seine Mannschaft im letzten Heimspiel gegen den Rangdritten SC 04 Schwabach über ein torloses Remis nicht hinausgekommen ist, schlugen die Bamberger Schwabach am vorigen Wochenende mit 5:0. „Das sagt doch alles. Das wird also für uns eine ganz große Hausnummer. Ich hoffe aber, dass es eine heiße Kiste wird und wir unser Ziel, dieses Spiel zu gewinnen, erreichen werden. Denn wir wollen den Titelkampf offen halten, wollen selbst weiter um Platz eins mitspielen“, führt Schlicker aus.

Sollten die Feuchter heute Abend den Kürzeren ziehen, wäre es aber noch nicht vorbei: „Bamberg würde bei einem Sieg bei uns sicher der ganz große Favorit auf Platz eins sein. Aber für uns wäre es dann noch nicht vorbei, denn wir würden dann zusammen mit Neudrossenfeld und Schwabach im Dreikampf um die Vizemeisterschaft und die Relegation zur Bayernliga mitspielen“, meint Schlicker weiter.

Der muss heute um den Einsatz von vier angeschlagenen Spielern bangen. Ein Fragezeichen steht jeweils hinter dem Einsatz von Tobias Kramer-Lehr (Zerrung und Nasenbeinbruch), Felix Spielbühler (Knieprobleme), Lino D‘Adamo (Zerrung) und Szymon Pasko (Rückenbeschwerden). Wer aus diesem Quartett auflaufen kann, das wird sich erst heute Abend zeigen.

Niederlage im Hinspiel

Der FC Eintracht Bamberg, der das Hinspiel 3:1 gewonnen hatte, ist im Moment in dieser Spielklasse das Maß aller Dinge. Zwei Siege bei Quelle Fürth (2:1) und gegen Schwabach (5:0) haben die Oberfranken nach dem Winter geholt, haben aber auch das Geisterspiel ohne Zuschauer wegen Ausschreitungen der eigenen Fans gegen Neudrossenfeld mit 0:1 verloren. Der Aufsteiger hat die besten Karten, den Direktaufstieg in die Bayernliga zu realisieren.

Bambergs Coach Michael Hutzler kann nach abgelaufener Rotsperre wieder auf Robin Renner setzen, auch Simon Bube kehrt zurück. Kapitän Maximilian Großmann weilt noch im Urlaub. Der andere Stürmer Tobias Ulbricht, der zugleich Co-Trainer ist, musste gegen Schwabach wegen einer Knieblessur raus, sein Einsatz ist fraglich.

Coach Hutzler sagt vor der Partie in Feucht: „Es ist das nächste Spitzenspiel in Feucht. Unter Flutlicht herrscht dort immer eine tolle Atmosphäre. Ich hoffe auf eine gute Unterstützung unserer Fans. Feucht ist vor allem daheim sehr gefährlich, individuell stark besetzt. Das wird schwer. Ich hoffe aber auf eine starke Leistung meiner Mannschaft. Wir wollen von Beginn an Vollgas geben und ein gutes Ergebnis erzielen.“

N-Land Dirk Meier
Dirk Meier