Viertelfinale Totopokal

Latte verhindert Pokalcoup

Die beiden Reichenschwander Christian Riedel (links) und Jonas Burkhard, der kurz vor der Pause zum 1:1 abstaubte, versuchen SKL-Stürmer Andreas Galster vom Ball zu trennen, der am Ende mit seiner Elf knapp mit 2:1 die Oberhand behielt. | Foto: M. Keilholz2017/04/8018861.jpeg

REICHENSCHWAND – Der SK Lauf hat sich mit einem etwas glücklichen 2:1 beim FC Reichenschwand ins Halbfinale des Totopokals auf Kreisebene geschossen. In einem „Spiel auf Augenhöhe“, so Darius Bodjrenu, Trainer der Kreisstädter, hatten sich die Gastgeber sehr gut verkauft und bei zwei Lattentreffern einiges Pech.

Die Partie begann lebhaft und ohne langes Abtasten. Nach zehn Minuten hatten sich die Gastgeber gefunden und generierten die ersten Chancen, die allerdings von Jonas Burkhard nach Querpass des steil geschickten Christian Riedel (11.) und Benjamin Fink, dessen Schuss Laufs Keeper Sven Enzensberger noch über das Tor lenkte (12.), nicht genutzt wurden.

Danach war auch der Gast im Spiel angekommen und hatte gleich seine stärkste Phase. War der erste Versuch durch Julius Reutter (20.) noch ungefährlich, so ergaben sich danach fast im Minutentakt Laufer Chancen und die Abwehr des FC Reichenschwand hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Abgeschlossen wurde die Drangperiode der Gäste durch das 0:1, das Opcin nach einem schlecht abgewehrten Ball mit schönem Schrägschuss erzielte, der vom Innenpfosten des langen Ecks unhaltbar für Christopher Franz hinter die Linie sprang (28.).

Nachdem die letzte Chance der Gäste von Benny Fink am eigenen Strafraum verhindert war (30.), kam Reichenschwand wieder besser ins Spiel. Sven Schlund wurde steil geschickt, konnte sich im Eins-gegen-Eins dann zwar nicht durchsetzen, doch der abgewehrte Ball kam zum fleißigen B. Fink, dessen Schuss vor der Torlinie abgewehrt wurde (32.). Eine weitere gute Kombination des FCR kam von Fink über Franco Zemczak zu dem sehr stark aufspielenden Philipp Lämmermann, der jedoch knapp über das Gehäuse zielte (36.).

Sehenswerter Freistoß
Ein Ausrufezeichen setzte erneut Lämmermann, als er mit einem Freistoß aus 25 Metern an der Latte scheiterte – das wäre einen Treffer wert gewesen. Den Nachschuss setzte der im Abschluss glücklose B. Fink knapp neben das Tor (39.). Als schon mit der knappen Gästeführung zur Pause gerechnet wurde, kamen die Hausherren doch noch zum verdienten Ausgleich: Ein 20-Meter-Freistoß Lämmermanns wurde abgewehrt, aber Jonas Burkhard war im Nachsetzen erfolgreich (43.).

Nach dem Wechsel spielte sich die Begegnung mehr im Mittelfeld ab, ohne aber langweilig zu sein. Diesmal setzten die Gäste die ersten Akzente. Erst hielt Franz einen Freistoß von Fabian Wedel sicher (58.), dann war er machtlos, als der ungedeckte Adrian Holfelder nach einem abgewehrten Ball die Gäste erneut in Front brachte (61.). Eine weitere Chance vergab Andreas Galster aus günstiger Position mit einem schwachen Schuss.

Die letzten 20 Minuten gehörten dann im Wesentlichen dem Kreisligisten, doch waren klare Chancen selten. B. Fink traf mit einem schönen Schrägschuss nur die Latte (71.), Spielertrainer Michael Pfann setzte das Leder aus kurzer Entfernung knapp über das Tor (88.). In der Nachspielzeit hätte ein Zuspiel von Torwart Franz, der sich nun ebenfalls in die Offensive einschaltete, fast noch den Ausgleich gebracht.

Während sich Laufs Trainer Bo-djrenu darüber freute, „mit etwas Glück weitergekommen und positive Motivation für die nächsten Punktspiele mitgenommen“ zu haben, haderte Michael Pfann mit der mangelnden Chancenverwertung seiner Elf: „Bei den beiden Lattentreffern hat uns etwas das Glück gefehlt, außerdem hätten wir unsere Chancen besser verwerten müssen.“ Dennoch sei er „sicher, dass wir mit dieser Leistung die zum Klassenerhalt nötigen Punkte holen“.

Tore: 0:1 Opcin (28.), 1:1 Burkhard (43.), 1:2 Holfelder (61.); SR: Leschka (TSV Röttenbach).

N-Land Johannes Jung
Johannes Jung