Bezirksliga Nord

FC Hersbruck scheitert an seiner Abschlussschwäche

Auch Christian Günther (links) aus der Hersbrucker Viererkette konnte die erneute Niederlage mit wieder mehreren Gegentoren nicht verhindern. | Foto: J. Ruppert2018/10/IMG_3143.jpg

PEGNITZGRUND – Die Durststrecke geht weiter: Auch der Ausflug zur SpVgg Erlangen hat sich für die Kicker des FC Hersbruck nicht gelohnt. Der SV Schwaig nutzte die Chance und sicherte dank eines 3:0 über die abstiegsbedrohten Diepersdorfer seine Führung ab. Die Hüttenbacher holten ein klares 5:1 beim SV Buckenhofen und sind weiter Dritter. Von solch einem Höhenflug kann der SK Lauf nur träumen. Die Elf unterlag Türkspor Nürnberg unerwartet 2:5. 

SpVgg Erlangen- Hersbruck 3:1
Nach dem Motto „The trend is your friend“ ging der Landesligaabsteiger als Favorit in die wichtige Begegnung. Bereits in der zweiten Minute hätte FC-Kapitän Bongers allerdings sein Team in Führung bringen können oder gar müssen. Im Strafraum freigespielt, schloss er nicht platziert genug ab und Harnos konnte parieren. Die Spielvereinigung suchte nach Ballgewinn ihr Glück in schnellem Umschaltspiel vor allem über die Außenbahnen. Der Club ließ sich bei einem Einwurf naiv übertölpeln und infolgedessen kam Kauf in zentraler Position frei zum Abschluss und verwandelte zur Führung. Das angeschlagene Selbstvertrauen der Gäste erhielt damit den nächsten Dämpfer. Die Uni-Städter hatten ein Übergewicht an Spielanteilen, kamen aber über vielversprechende Ansätze nicht hinaus. Hersbruck hatte auch die eine oder andere gute Aktion, schaffte es aber nicht, zählbare Erfolge zu erzielen. Brüx scheiterte mit der besten Chance zum Ausgleich.  Der zweite Abschnitt begann wie ein Spiegelbild des ersten Durchgangs. Brüx verpasste eine Hereingabe von Mertel am Fünfmeterraum nur um Haaresbreite. Erlangen gab mit seiner ersten Offensivaktion dagegen wieder ein Musterbeispiel an Effektivität. Nach einem Standard im Mittelfeld kam Karius unbehelligt im Strafraum ans Leder und erhöhte auf 2:0. Dieser Treffer spielte dem Gastgeber perfekt in die Karten, der nun versuchte, aus einer stabilen Abwehr mit Kontern die Partie nach Hause zu schaukeln. Der FC Hersbruck zeigte Wirkung nach diesem Rückschlag und brauchte einige Zeit, um wieder besser Tritt zu fassen. Der Anschlusstreffer von T. Ascher durch einen sehenswerten Kopfball kam aber schon sehr spät, um noch das Ruder herumzureißen. Praktisch mit dem Abpfiff erhöhte die Spielvereinigung sogar noch auf den 3:1-Endstand.

Tore: 1:0 Kauf (10.), 2:0 Karius (51.), 2:1 T. Ascher (84.), 3:1 Graf (90.); SR: Schweigert (DTV Diespeck).
FC Hersbruck: M. Schneider, L. Hermann, C. Günther (16. Jannik Völkel), J. Schneider, Rene Bongers, A. Brüx, Michael Mertel, Ralf Maas (69. Andreas Schimpfhauser), Philipp Bauerfeld, D. Leitenbacher (46. Tayyip Kara), Tobias Ascher.

 

SK Lauf – Türkspor Nürnberg 2:5 (0:3) – Der Gast von Türkspor erarbeitet sich von Anfang an ein Chancenplus. In der 19. Minute wurde der Quirlige Sögültü von Beyer im Strafraum gelegt und der gefoulte trifft zum 0:1. Nur wenige Minuten später, bekommt Lauf den Ball nicht aus der Gefahrenzone und der starke Köseoglu erhöht aus 16 Metern auf 0:2. Türkspor wurde immer stärker und Lauf bekam kaum mehr Zugriff auf die Passstafetten der Gäste. Laufs beste Chance gehörte Hofmann in der 27. Minute, doch Laufs Toptorjäger vergab aus aussichtsreicher Position. Kurz vor der Halbzeitpause erhöhte der Gast sogar noch auf 0:3 durch Jasarevic.
Lauf kam in der zweiten Hälfte etwas besser ins Spiel, riskierte offensiv viel und lief Gefahr einen Konter zu fangen. Einen dieser Gegenstöße vollstreckte Jasarevic zum vorentscheidenden 0:4. In der 67. Minute verkürzte Schober nach einem sehenswerten Spielzug zwar auf 1:4 zehn Minuten vor Schluss stellte Sögütlu mit seinem zweiten verwandelten Elfmeter den alten Abstand zum 1:5 jedoch wieder her. Das 2:5 durch Kraus in der Schlussminute blieb Ergebniskosmetik.
Tore: 0:1 (18./FE) Sögutlü; 0:2 (20.) Köseoglu); 0:3 (35.) Jasarevic; 0:4 (61.) Jasarevic: 1:4 (68.) Schober; 1:5 (81./FE) Sögütlü 2:5 (90+1) Kraus Schiedsrichter: Florian Kleemann Zuschauer: 150.

SV Buckenhofen – SpVgg Hüttenbach 1:5 (0:0) – Auch das Spiel in Buckenhofen wird zur Matthias Gruner-Show. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit vielen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten wurde es im zweiten Durchgang unterhaltsamer. Mit der ersten Offensivaktion gingen die Platzherren in Führung. Ein gut getimter Ball zwischen Hüttenbachs Innenverteidiger erreichte Pfister und dieser ließ Schlussmann Hartmann keine Chance. Doch diesen Angriffszug hatten offensichtlich auch die Hüttenbacher drauf. Ebenfalls durch die Innenverteidiger bediente Stefan Gruner seinen Bruder Matthias und dieser glich aus. Zwei Minuten später bescherte Buckenhofens Kupfer das 1:2 für die Spielvereinigung. Beim Klärungsversuch gegen Schramm überraschte Kupfer seinen eigenen Keeper. Und es kam noch dicker für die Gastgeber. Nach einem Foul musste der schon gelb verwarnte Pfister in der 58. Minute den Platz verlassen und Gruner hatte nun noch mehr Platz. Mit einem Doppelschlag in der 61. und 62. Minute besiegelte er den Spielausgang. Einmal durfte der Torschützenkönig jedoch nochmal ran. Nach einem Foul an Reutter trat Gruner zum Elfmeter an und schoss sein 25. Saisontor. Mehr als alle Spieler des SV Buckenhofen zusammen.
Tore: 1:0 (48.) Pfister; 1:1 (50.) M Gruner 1:2 (52./ET) Kupfer; 1:3 (61.) M. Gruner; 1:4 (62.) M. Gruner; 1:5 (89./FE) M. Gruner Gelb/Rote Karte: Pfister (58./Buckenhofen/Wiederholtes Foulspiel); Eisgrub (88./ Buckenhofen/ Wiederholtes Foulspiel) Schiedsrichter: Peter Haas Zuschauer: 150

SV Schwaig – SpVgg Diepersdorf 3:0 (0:0) — Der SV Schwaig wurde im Nachbarderby gegen die SpVgg Diepersdorf seiner Favoritenrolle gerecht und grüßt nach einem letztendlich verdienten, aber um ein Tor zu hoch ausgefallenen 3:0-Sieg weiter von der Tabellenspitze der Bezirksliga Nord. Knapp 300 Zuschauer sahen im Schwaiger Sportpark unter Flutlicht eine engagiert auftretende Gästeelf, die sich weit besser verkaufte, als es ihr Tabellenstand erwarten ließ. Von einem Klassenunterschied der beiden Teams, die in der Tabelle 16 Ränge trennen, war nämlich in den ersten 45 Minuten nichts zu erkennen.
Schwaig fand in den ersten Halbzeit kein Mittel gegen die tief gestaffelte und engagiert verteidigende Gästeelf. Und so blieb es trotz einer Reihe von Eckbällen bei einer einzigen dicken Torgelegenheit. Nach 15 Minuten hatte Martin von Vopelius die Führung auf dem Fuß, doch Kai Dillinger im Gästetor wehrte den Ball aus kurzer Distanz reaktionsschnell zu Ecke ab. Auf der Gegenseite stockte den Gastgebern bei einem Pfostenschuss von Julian Hampl (38.) der Atem.
Nach dem Seitenwechsel musste ein Handelfmeter herhalten, um den Tabellenführer auf die Siegerstraße zu bringen. Wolfgang Ramstöck schlug eine scharfe Flanke von der Grundlinie in den Strafraum und Philipp Lahner, dem der Ball an den angelegten Arm sprang, avancierte zum Pechvogel seiner Elf. Schiedsrichter Marcel Bittner war diese Aktion nämlich einen Pfiff wert und Schwaigs Torjäger Christoph Weber ließ sich die Chance nicht entgehen und brachte mit seinem 14. Saisontor seine Farben vom Punkt mit 1:0 in Führung. Nach 65 Minuten dann die Vorentscheidung. Sebastian Riese nahm aus mehr als 30 Meter genau Maß und jagte den Ball zum 2:0 unter die Latte. Für Diepersdorf spricht, dass es sich nicht aufgab und bis zum Schluss um eine Ergebnisverbesserung bemüht war. Allerdings blieben die Scherau-Fußballer vor dem Tor harmlos. Einzig ein Freistoß von Dominik Distler in der 85. Minute, bei dem sich SVS-Torhüter Oliver Haßler strecken musste, sorgte für Gefahr. Die Gastgeber legten schließlich in der Nachspielzeit sogar noch das 3:0 nach. Nachdem ein Kopfball des kurz zuvor ins Spiel gekommenen David Sörgel an den Pfosten geklatscht war und die Diepersdorfer Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte, fackelte SVS-Spielführer Fabian Waldmann nicht lange und netzte entschlossen zum 3:0 ein. mk
Tore: 1:0 Weber (55./HE); 2:0 Riese (65.); 3:0 Waldmann (90.+1). Schiedsrichter: Marcel Bittner (Henger SV). Zuschauer: 275.

N-Land N-Land Redaktion
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