Bezirksliga Nord

SV Schwaig knackt 50-Punkte-Marke

Auch gegen Türk Spor Nürnberg setzte der FC Hersbruck seinen Sturmlauf fort und zeigte schönen Angriffsfußball wie in dieser Szene Michael Mertel (10). | Foto: Jürgen Ruppert2018/11/IMG_1684.jpeg

PEGNITZGRUND – Die Erfolgsgeschichte des FC Hersbruck in der Bezirksliga Nord geht weiter. Die heimischen Fußballer stellten bei Türk Spor Nürnberg erneut ihre Auswärtsstärke unter Beweis und gewannen 3:0. Einsamer Spitzenreiter bleibt jedoch der SV Schwaig. Das Team erreichte gegen die SVG Steinachgrund seinen sechzehnten Sieg in der zwanzigsten Partie. Schütze des 1:0 war in der 50. Minute Torjäger Christoph Weber. Verfolger Hüttenbach kam in Veitsbronn nicht über ein 0:0 hinaus und verlor weiter an Boden auf den Klassenprimus. Der FC Kalchreuth nutzte das Unentschieden und eroberte dank eines 5:0 über den TSV Neunkirchen den zweiten Tabellenplatz. Der SK Lauf erlebte wiederum eine Pleite. Die Mannschaft musste sich diesmal dem FSV Stadeln mit 3:6 beugen. Die siegreiche Elf mischt weiter um den Aufstieg mit. Der SV Buckenhofen verbesserte sich nach einem 2:1 über die Spielvereinigung Diepersdorf im Klassement um einen Platz und verschärfte die brenzlige Lage des abstiegsbedrohten Aufsteigers. Von den Hinterbänklern punktete der FC Bayern Kickers Nürnberg mit einem 1:0 beim ASV Fürth voll.

Türkspor Nbg. – FC Hersbruck 0:3 (0:1) – Zum letzten Auswärtsspiel des Kalenderjahres stand der schwere Gang zu Türkspor Nürnberg auf dem Programm. Ein Gegner, dessen Qualität es nicht anhand des Tabellenstandes zu beurteilen galt. Die Erhardt-Schützlinge waren vom Anpfiff weg gut in der Partie und die Spielanteile waren zunächst gleichmäßig verteilt. Aufgrund deren fußballerischer Qualität war eine konzentrierte Abwehrarbeit gegen die Gastgeber erforderlich und der FC zeigte diese durchweg. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Angriffsaktionen des Club immer zwingender. Ralf Maas verpasste in aussichtsreicher Position den eigenen Abschluss und suchte stattdessen den Mitspieler in Abseitsposition. Dennoch sollten die Hersbrucker Bemühungen noch belohnt werden. Alex Brüx düpierte mit einem Solo von der Mittellinie die gesamte Hintermannschaft der Türken und brachte sein Team verdientermaßen in Vorlage. Auch im zweiten Durchgang knüpfte der FC nahtlos an die bis dato gezeigte Leistung an. Die zahlreich mitgereisten Anhänger bekamen frühzeitig den Eindruck, dass ein zweiter Treffer die Partie entscheiden würde. Die Gäste standen sicher in der Defensive und zeigten gleichzeitig vielversprechendes Umschaltspiel. Es war aber eine Standardsituation, die für die Vorentscheidung sorgte. Alex Brüx zirkelte einen Freistoß von der Strafraumgrenze sehenswert in die Maschen. Mit der beruhigenden Führung im Rücken beherrschte man das Spielgeschehen eindeutig. Ralf Maas schloss schließlich einen Konter zum 0:3 erfolgreich ab. Die Anstrengungen von Türkspor auf eine Resultatsverbesserung verpufften gegen eine bärenstarke kollektive Abwehrarbeit der Gäste und am Ende stand ein weiterer hochverdienter Auswärtssieg des FC.
Tore: 0:1 A. Brüx (39.), 0:2 A. Brüx (61.), 0:3 R. Maas (79.); SR: Torben Lüdicke (Roth).
FC Hersbruck: Bauernfeind, Hermann, Schneider, Bongers, Herrmann, Brüx (81. Kara), Mertel (86. Leitenbacher), Maas, Bauerfeld, Kreuzer (62. Schimpfhauser), Karnoll.

Andi Reuß (links im Duell mit Buckenhofens Felix Pfister) stand an diesem Tag gleich doppelt im Blickpunkt. Zunächst als Vertretung für seinen im Urlaub weilenden Chef Daniel Wolf und dann im Spiel, als er mit der Ampelkarte früh vom Platz geschickt wurde. | Foto: Vogt2018/11/SpVgg-Diepersdorf-SV-Buckenhofen.jpg

SpVgg Diepersdorf – SV Buckenhofen 0:2 (0:1) – Im letzten Heimspiel vor der Winterpause ging es gegen die Gäste vom SV Buckenhofen. Um sich aus der Gefahrenzone, herauszuarbeiten – zumindest damit anzufangen – sollte für die SpVgg ein Sieg heute Pflicht sein. Allerdings fehlte der Wolf-Truppe, die von Co-Trainer Reuß gecoacht wurde, wieder jede Menge Stammpersonal. So zum Beispiel Coach Wolf selbst, Meier, Hahn, Rainer, Gentes, Pala, sowie Krotz, der ja bekanntlich mitten in der Runde das Handtuch geworfen hatte und seitdem nicht mehr zur Verfügung steht. Nichts desto trotz wollte die SpVgg heute die drei Punkte zu Hause behalten. In den ersten zehn Minuten geschah so gut wie nichts. Dann bekamen die Gäste an der Strafraumgrenze einen Freistoß zugesprochen, den Buckenhofens Jonas Weber zum Glück für die SpVgg an die Latte nagelte. Diepersdorf kam nun besser ins Spiel allerdings bisher noch ohne die nötige Durchschlagskraft. Die Heimelf machte sich das Leben wieder selber schwer, als Reuß innerhalb von zwei Minuten mit der Ampelkarte vom Feld musste. Die Gäste ließen sich danach nicht lange bitten und gingen in der 26. Minute durch Pfister mit 0:1 in Führung. Daraufhin waren die Gäste wieder besser, hatten mehr vom Spiel und gingen verdient mit dem knappen Vorsprung in die Pause. Nach der Pause (50.) waren die Hausherren dem Ausgleich sehr nahe, als Dominik Distler einen Freistoß aus 18 Metern an den Innenpfosten schoss. Nach 63 Minuten kamen die Hausherren durch einen Standard zum Ausgleich, als Alexander Macher eine Flanke mit einem herrlichen Kopfball in die Maschen köpfte. Danach gingen die Gäste durch einen sehr fragwürdigen Elfmeter wieder in Führung. Vorausgegangen war vorher ein Foulspiel an Diepersdorfs Lahner in der Hälfte der Gäste. Danach spielten die Gäste unbeirrt weiter, drangen in den 16-Meter-Raum ein. Was darauf folgte, war sehr fragwürdig. Nach einem sauberen Tackling von zwei Diepersdorfer Verteidigern zeigte der Schiri-Assistent auf Eckball, Schiedsrichter Lux gab jedoch Elfmeter, der dann auch verwandelt wurde. Diepersdorf hatte in der zweiten Hälfte mehr vom Spiel, wurde aber durch diese fragwürdige Elfmeterentscheidung um den verdienten Punkt gebracht. Ohne Nachspielzeit pfiffen die Unparteiischen dann ab und gingen als Verlierer vom Platz.

ASV Veitsbronn/Sieg. – SpVgg Hüttenbach 0:0 – Trotz einer mäßigen Leistung kann die Spielvereinigung Hüttenbach aus Veitsbronn einen Punkt mitnehmen. Hüttenbach musste auf einigen Positionen umstellen und geriet in der ersten Halbzeit einige Male ins Schwimmen gegen drückende Gastgeber. Die Spielvereinigung selbst kam kaum zu Torchancen, Veitsbronn nahm Torjäger Matthias Gruner fast komplett aus dem Spiel und war bei Kontern aufmerksam. Hüttenbach konnte sich bei Torwart Hartmann bedanken, dass es ohne Gegentreffer in die Kabinen ging.
Im zweiten Durchgang wirkte Hüttenbach geordneter und hielt den ASV weiter vom Tor weg. Den Lucky Punch verpasste Hüttenbach in der Schlussphase. Zuerst hatte Stefan Gruner nach einem Freistoß eine Kopfball-Großchance, wenige Minuten vor Schluss kam Matthias Gruner von halbrechts zum Torabschluss. Beide fanden ihren Meister an diesem Tag aber in ASV-Schlussmann Krause.
Tore: – Schiedsrichter: Julian Leykamm Zuschauer: 75.

SK Lauf – FSV Stadeln 3:6 (1:2) – Bereits nach fünf Minuten ging der Gast durch ein Kopfballtor von Walthier in Führung. Anschließend entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 15. Minute wurde ein Tor von Laufs Schober wegen Abseits zurückgepfiffen, auf der anderen Seite verpasste Stadeln durch Hering und Walthier das 2:0. In der 37. Minute verlor Lauf im Spielaufbau den Ball und Reischl vollendete den guten Gegenangriff. Kurz vor der Pause konnte der Laufer Sohr per direkt verwandeltem Freistoß aus 18 Metern verkürzen.
In der zweiten Hälfte kam der Gastgeber besser aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich. Mitten in der Laufer Drangphase gelang Stadeln jedoch mit der ersten Chance das 1:3 durch Bauer. Mit diesem dritten Gegentor schien Lauf in der Abwehr noch anfälliger und Worst nutzte einen Konter zum 1:4. Drei Minuten später verkürzte Hofmann zwar noch einmal, die starken Gäste aus Stadeln ließen aber nichts mehr anbrennen und machten dann spätestens mit dem 2:5 und 2:6 alles klar. Mit einem verwandelten Strafstoß kurz vor Ende der Partie erhöhte Hofmann nur noch sein persönliches Torekonto.
Tore: 0:1 (5.) Walthier; 0:2 (38.) Reischl; 1:2 (44.) Sohr; 1:3 (60.) Bauer; 1:4 (66.) Worst; 2:4 (69.) Hofmann; 2:5 (79.) Reischl; 2:6 (82.) Reischl; 3:6 (85./FE) Hofmann Schiedsrichter: Andreas Peplinski Zuschauer: 60.

SV Schwaig – SVG Steinachgrund 1:0 (0:0) — Nach nunmehr 14 Siegen in Folge empfing der SV Schwaig die SVG Steinachgrund am Schwaiger Tivoli. Das Spiel begann bereits am Vormitag, da am Nachmittag der 1. FC Nürnberg gegen den tschechischen Zweitligisten Ústí nad Labem in Schwaig antrat (Bericht Lokalseite 5). Trainer Helmut „Alu“ Rahner hatte seine Mannschaft gut auf dieses Spiel vorbereitet. Die Heimelf startete mit einer vielversprechenden Chance. Dann waren die Gäste dran. Zwei sehr gute Kopfballmöglichkeiten hatte Thienelt, der jeweils knapp vorbei zielte, während Gallo einen Fernschuss daneben setzte. Für die Gastgeber war dann Tadic per Kopf nach Freistoßflanke von Marciano dran. Zudem zog Riese zweimal aus der Distanz ab. Eine klare Möglichkeit hatte der SVS jedoch nicht.
Das änderte sich nach dem Wechsel. Riese war nur durch Foul zu bremsen und Weber verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zur Führung. Die Gäste wollten den Ausgleich, waren aber im Abschluss nicht zwingend. Schwaig dagegen setzte auf Konter über den schnellen Dressendörfer, der sich wiederholt stark durchsetzte und einige hochkarätige Chancen erspielte und auch als Vorbereiter auf Weber agierte. Für die Gäste hatten Thienelt und Wellhöfer noch Möglichkeiten, doch scheiterten sie am stark reagierenden Torhüter Seitz. In der Schlussphase verpassten Dressendörfer und Yildirim nach überragender Vorbereitung von Riese die Entscheidung. So mussten die Schwaiger Fans bis zum Schluss zittern, um letztendlich den 15. Sieg in Folge und die geknackte 50-Punkte-Marke zu bejubeln zu können.
Tore: 1:0 (48./Foulelfmeter) Weber. Schiedsrichter: Marc Bauer. Zuschauer: 200.

N-Land N-Land Redaktion
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