Bezirksliga Nord

Erfolgreicher Tag für heimische Kicker

Ralf Maas, der in dieser Szene gegen zwei Gegenspieler energisch den Ball behauptet, erzielte beim 4:2-Arbeitssieg gegen den abstiegsbedrohten TV 48 Erlangen seine Saisontore zehn und elf. | Foto: M. Keilholz2018/11/FCHEB-RalfMaas6250.jpg

PEGNITZGRUND – Der FC Hersbruck hat in der Bezirksliga Nord seine Hausaufgabe gegen den abstiegsbedrohten TV Erlangen mit einem 4:2-Arbeitssieg erfolgreich gelöst. Vorne marschiert der SV Schwaig nach einem 3:2 über Stadeln weiter mit der Präzision eines Uhrwerks dem Titel entgegen. Hüttenbach verteidigte mit einem 2:1 gegen den SK Lauf Platz zwei. Das Spiel der SpVgg Diepersdorf gegen Türkspor Nürnberg fiel wegen der Platzverhältnisse aus.

FC Hersbruck – TV Erlangen 4:2
Der Club aus Hersbruck war bestrebt, nach dem Auswärtsdreier zum Rückrundenauftakt gegen die Unistädter nachzulegen und das Punktepolster weiter aufzubessern. Die Anfangsminuten boten ausgeglichene Spielanteile, ohne jedoch zunächst beide Defensivreihen ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. In der 12. Minute überbrückte der FC schnell das Mittelfeld und Kapitän Bongers erspähte die Lücke in der Gästeabwehr. Sein mustergültiges Zuspiel nahm Maas auf, der im Stile eines Goalgetters vollendete. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken übernahm die Heimelf das Kommando. In der Folge versäumten es die Hersbrucker, ein zweites Tor zu machen. Gelegenheiten dazu waren vorhanden. Die Gäste waren trotz der tabellarischen Ausgangssituation immer wieder um spielerische Lösungen bemüht, konnten aber Bauernfeind zumindest im ersten Durchgang nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen.
Auch nach Wiederanpfiff hatte der Gastgeber die erste hochkarätige Chance. Nach cleverer Balleroberung durch Brüx an der Eckfahne nahm Maas seine Flanke sehenswert mit der Brust an, scheiterte jedoch beim Torschuss. Vielleicht wäre der direkte Abschluss per Kopf die erfolgversprechendere Alternative gewesen. Praktisch im Gegenzug gab es noch dazu die kalte Dusche für die Hersbrucker: Der zur Pause eingewechselte Decher setzte sich an der Strafraumgrenze durch und vollstreckte mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 1:1. Dieser Nackenschlag traf den FC aus heiterem Himmel, doch es war jedoch noch nicht die Zeit, ins Grübeln zu kommen. Denn praktisch postwendend spielte man wieder den sehr präsenten Maas in Mittelstürmerposition frei. Der blieb diesmal eiskalt und tunnelte Ebersberger zur erneuten Führung. Diese Unachtsamkeit zwang den TV, mehr für die Offensive zu tun. Dadurch boten sich dem Club Räume für Konter und infolgedessen auch eine Reihe von wirklich guten Torchancen. Eine davon verwertete Schneider zum 3:1. Zunächst scheiterte er noch am Keeper, setzte aber gedanken- und reaktionsschnell nach. Schließlich machte Bongers mit dem vierten Treffer für die Gastgeber den Deckel auf die Partie. Daran konnte auch das zweite Erlanger Tor nach einem Lapsus in der Hersbrucker Defensivabteilung nichts mehr ändern. Am Ende stand ein hochverdienter Erfolg für die Schützlinge von Trainer Stefan Erhardt.

Tore: 1:0 Maas (12.), 1:1 Decher (48.), 2:1 Maas (50.), 3:1 Schneider (67.), 4:1 Bongers (78.), 4:2 Stöhr (81.); SR: Böck (TSV Ochenbruck).
FC Hersbruck: Bauernfeind, Hermann, Schneider, Bongers, Herrmann, Brüx (82. Schimpfhauser), Mertel, Maas (79. Leitenbacher), Bauerfeld, Ertel (46. Kara), Karnoll.

 

In dieser Szene ist SKL-Keeper Sven Enzensberger vor Hüttenbachs Julian Schramm am Ball. Doch am Ende kontert die SpVgg Hüttenbach die Laufer Führung und holt sich mit 2:1 den Sieg im Pegnitzgrund-Derby. | Foto: A. Gumann2018/11/SpVgg-Huba-SK-Lauf-148.jpg

 

SpVgg Hüttenbach – SK Lauf 2:1 (2:1) – Die SpVgg Hüttenbach bezwang im Derby den SK Lauf knapp mit 2:1. Zu Beginn gestaltete sich die Partie ausgeglichen, ehe Lauf sich nach gut 20 Minuten ein leichtes Übergewicht erarbeitete und folglich in der 27. Minute verdient in Führung ging. Nach einem langen Ball über die Abwehrreihe der Platzherren lief Gunawardhana alleine aufs Tor zu und lupfte denn Ball gekonnt über den herauseilenden Torhüter zur 1:0 Führung für die Gäste. Doch Hüttenbach brauchte nur wenige Minuten um das Spiel durch zwei Standardsituationen in Form von Eckbällen zu drehen. In der 33. Minute war es Schramm der nachdem Gruners Abschluss auf der Linie geklärt werden konnte den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterbrachte. Nur zwei Minuten später war es der Torjäger selbst, der nach Elterleins Kopfball den Abpraller über die Linie beförderte. Durch die beiden Treffer waren die Gäste geschockt und brauchten etwas um wieder ins Spiel zu finden. Insgesamt bot sich den gut 200 Zuschauern eine chancenarme erste Halbzeit.
Nach der Halbzeitpause drückte Lauf auf den Ausgleich und versuchte vor allem durch lange Bälle auf die großgewachsenen Stürmer für Torgefahr zu sorgen. Die Abwehr des Gastgebers stand jedoch sicher und verhinderte hochkarätige Chancen. Die beste Möglichkeit für den Gast hatte Schober, der aus halb-linker Position circa 11 Meter vorm Tor zum Schuss kam, jedoch leicht verzog und den Ball so neben das Tor ging. Im Gegenzug agierte Hüttenbach unkontrolliert sowie überhastet im Spiel nach vorne und verpasste es so nachzulegen. Somit blieb die Partie bis zum Schluss spannend und Hüttenbach ging nach 90 Minuten als Sieger vom Platz.
Tore: 0:1 (27.) Gunawardhana, 1:1 (33.) Schramm, 2:1 (35.) Gruner. Schiedsrichter: Maximilian Großmann. Zuschauer: 200.

FSV Stadeln – SV Schwaig 2:3 (0:1) — Auch der FSV Stadeln konnte den famosen Lauf des SV Schwaig nicht stoppen. Fabian Dreßendörfer brachte seine Jungs nach acht Spielminuten aus abseitsverdächtiger Position in Führung. Alleine vor Keeper Stefan Krieger blieb er eiskalt und schob zum 1:0 ein. Stadeln kam im ersten Durchgang nicht wirklich in die Partie. Aber auch auf Seiten des Tabellenführers waren Torchancen rar. So dauerte es bis zur 37. Spielminute, ehe es wieder gefährlich wurde. Thilo Abudo bediente Gerhard Strobel, der aus zehn Metern am fantastisch reagierenden Schwaiger Keeper Oliver Haßler scheiterte.
Stadeln kam dann besser aus der Kabine und hätte den Ausgleich erzielen müssen. Strobel setzte sich über Außen durch und bediente mit einem schlechten Pass Angelo Walthier, der am Ball vorbeirutschte. Im Anschluss klärte Krieger per Fußabwehr gegen von Vopelius zur Ecke. Diese Standardsituation nutzte Schwaig, um die Führung auszubauen. Filip Tadic köpfte aus fünf Metern zum 2:0 ein. Stadeln stecke nicht auf und hatte seine Möglichkeiten. Doch Pascal Worst scheiterte an Haßler, der kurze Zeit darauf verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Jonas Seitz für Schwaig ins Spiel. Auch Strobel verpasste es einen Abpraller im Tor unterzubringen. Schwaig hingegen war vor dem Tor eiskalt und schlug erneut zu. Einen Konter verwertete Dreßendörfer zum 3:0. Markus Bauer setzte einen Freistoß – der noch abgefälscht wurde – in die Maschen zum 1:3. Stadeln war wieder wach und drückte auf den Anschlusstreffer. Strobels satter Abschluss landete schließlich im Netz zum 2:3.
Die Schlussphase wurde wild. Stadeln schnürte den Tabellenführer hinten ein und wollte unbedingt den Ausgleich. Schwaig hatte Glück, als der Ball nach einem Schuss von Tim Reischl vom Innenpfosten wieder herausprallte. Auch Pascal Worst schloss aus fünf Metern zu hoch ab. Schwaigs Marco Marciano handelte sich in der Nachspielzeit noch eine Gelb/Rote Karte ein, doch mit Glück und Geschick brachte Schwaig den 14. Sieg in Folge über die Zeit. nby
Tore: 0:1 (8.) Fabian Dressendörfer, 0:2 (52.) Filip Tadic, 0:3 (69.) Fabian Dressendörfer, 1:3 (72.) Markus Bauer, 2:3 (83.) Gerhard Strobel. Gelb/Rote Karte: 90.+3 Marciano (Schwaig) wegen wiederholtem Foulspiel. Schiedsrichter: Fabian Zimmermann. Zuschauer: 350.

N-Land N-Land Redaktion
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