Fußball Bezirksliga Nord:

Klatsche für Diepersdorf: Nach einer Stunde 0:5 hinten

Mit 0:2 verlor der SK lauf beim TV Erlangen. Das Bild zeigt Laufs Nik Merkl (Mitte) im Duell mit Florian Schwarzenbrunner; rechts Torschütze Hannes Decher. | Foto: Sportfoto Zink2018/08/TV-erlangen_sklauf-merkel-_thha_0009-zink-net.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND — Der Mittwochs-Spieltag in der Englischen Woche bot von den heimischen Bezirksligisten letztlich nur der SpVgg Hüttenbach Grund zum Feiern: Sie gewann ihr Spiel beim FC Kalchreuth mit 1:0. Dagegen ging die SpVgg Diepersdorf im Heimspiel gegen die SpVgg Erlangen mit 2:5 unter und auch der SK Lauf unterlag beim TV Erlangen mit 0:2 und steht damit auf einem Abstiegsplatz. Der FC Hersbruck verlor sein Heimspiel gegen Cagrispor Nürnberg mit 1:3.

 

Selbst unfaire Mittel halfen den Diepersdorfern nichts. | Foto: Vogt2018/08/SpVgg-Diepersdorf-SpVgg-Erlangen_Foto6.jpg

 

SpVgg Diepersdorf – SpVgg Erlangen 2:5 (0:2) — Zum Spiel in der englischen Woche begrüßte die SpVgg Diepersdorf die Gäste von der SpVgg Erlangen. Die Heimelf, die bis dahin bereits zwei Siege einfahren konnte, traf auf motivierte Uni-Städter, die erst zwei Punkte auf der Habenseite vorweisen konnten und natürlich die drei Punkte aus der Scherau entführen wollten, was denn gegen eine weiterhin personell stark gebeutelt Heimelf auch eindrucksvoll gelang. Nach gut 20-minütigem Abtasten hatte Diepersdorf die erste dicke Chance. Philipp Hahn wurde mustergültig durch die Schnittstelle in die Gasse geschickt, scheiterte aber am herausstürmenden Keeper Harnos. In der 28. Minute dann die nächste gute Möglichkeit für Diepersdorf. Wieder durch die Mitte wurde Danninger freigespielt, dessen Schussversuch war aber eher eine Rückgabe so dass Harnos keine Probleme hatte. Und wie es ist wenn man seine Chancen nicht macht: Die Gäste gingen mit ihrer ersten Möglichkeit durch Frommherz in der 39. Spielminute in Führung. Nur fünf Minuten erhöhten die Gäste mit ihrer zweiten Chance im Spiel durch Diederichs auf 0:2. Somit ging es dann in die Pause.
Die Gäste kamen besser aus der Kabine und erhöhten gleich mit ihrem ersten gefährlichem Angriff durch Kauf auf 0:3. Jetzt brachen die Hausherren auseinander. Erlangens Kauf fasste sich ein Herz und erzielte mit einem Schuss aus 19 Metern das 0:4; nur eine Minute später gar das 0:5 erneut durch Kauf. Diepersdorf verkürzte erst in der 82. Minute noch durch einen direkt verwandelten Freistoß von Spielertrainer Wolf auf 1:5. Kurz vor Schluss der Partie betrieb Lahner Ergebniskosmetik für Diepersdorf und verkürzte zum 2:5-Endstand.
Tore: 0:1 (39.) Frommherz, 0:2 (44.) Diederichs, 0:3 (49.) Kauf, 0:4 (58.) Kauf, 0:5 (60.) Kauf, 1:5 (83.) Wolf, 2:5 (89.) Lahner. Schiedsrichter: Kenny Abieba (KSD Hajduk Nürnberg). Zuschauer: 100.

TV Erlangen – SK Lauf 2:0 (0:0) — Nachdem zuletzt drei Auswärtstore bei Cagrispor dem SKL zumindest einen Punkt beschert hatten, blieben die Laufer Kicker diesmal torlos und in der Folge auch punktlos. In einem nicht besonders guten Bezirksligaspiel besiegten die vor dem Tor entschlossener wirkenden und sehr effektiven Gastgeber die nicht in Bestbesetzung angetretenen Laufer sicher mit 2:0. Die erste Halbzeit sah eine überlegene Mannschaft der „Grünen“, die allerdings aus einer Reihe bester Möglichkeiten nichts Zählbares machen konnten. Die Gastgeber, die teilweise noch nicht eingespielt wirkten, wurstelten sich bis zum Pausenpfiff durch, ohne in der Offensive Akzente setzen zu können. So kamen sie mit einem glücklichen 0:0 in die Kabine. In der zweiten Halbzeit gelangen dem TV mit seinen ersten Chancen auch die beiden Tore, die das Spielgeschehen auf den Kopf stellten.  In der 48. Minute hatte Christoph Arnold für die Führung gesorgt; bevor sich der Schock bei den Gästen gelegt hatte, traf Hannes Decher in der 55. Minute zum 2:0. In der Folgezeit mühten sich die Gäste redlich, aber ohne zählbaren Erfolg. Beide Mannschaften hatten noch Möglichkeiten, den Spielstand in ihrem Sinne zu beeinflussen, was aber beiden Teams nicht mehr gelang. Somit blieb es beim 2:0 für die Gastgeber, ein Ergebnis, das den SK auf einen Abstiegsplatz befördert. Der eingesetzte Landesligaschiedsrichter Bejamnin Wagner hatte mit seinen beiden Assistentinnen die faire Begegnung jederzeit im Griff und wurde von den Gästen zu Recht gelobt.

Tore: 1:0 (48.) Arnold, 2:0 (55.) Decher. Schiedsrichter: Benjamin Wagner (TSV Kirchehrenbach). Zuschauer: 30.

FC Kalchreuth – SpVgg Hüttenbach 0:1 (0:1) — Mit seinem bereits zehnten Saisontor war Matthias Gruner für die SpVgg Hüttenbach einmal mehr der entscheidende Mann. Nach seiner Sieben-Tore-Sause vor Wochenfrist zeigte sich der Torjäger diesmal als Minimalist. Sein Elfmetertor in der elften Minute war bereits die Entscheidung, nachdem im weiteren Spielverlauf keine Tore mehr fielen. Durch den zweiten Saisonsieg bewegt sich die SpVgg Hüttenbach damit langsam in Richtung Mittelfeld der Tabelle.
Tore: 0:1 (11./FE) Matthias Gruner. Schiedsrichter: Simon Winkler (DJK Don Bosco Bamberg). Zuschauer: 100.

FC Hersbruck – Cagri Spor Nbg. 1:3 (0:2) — Nach der Niederlage in Buckenhofen wollte der FC Hersbruck möglichst umgehend wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Die Erhardt-Schützlinge erwischten gegen Cagrispor Nürnberg aber einen gebrauchten Tag. Insbesondere in der ersten Halbzeit zeigte der „Club“ eine ungewohnt hohe Fehlerquote im Spielaufbau und Schwächen im Defensivverhalten. Sieben Gegentore in zwei Spielen stellen dem eigentlichen Prunkstück der vergangenen Monate kein gutes Zeugnis aus.

Cagrispor legte immer wieder mit schnellen Angriffen über die Außenpositionen die Hersbrucker Defizite offen. Es war der sehr agile Prelipcean, der mit seinem Doppelpack die Gäste mit einer komfortablen Führung ausstattete. Die beste Gelegenheit auf Hersbrucker Seite bot sich Alex Brüx. Er zögerte aber in aussichtsreichster Position zu lange und verpasste damit noch vor dem Wechsel die Initialzündung zur Aufholjagd.

Mit einigen personellen Veränderungen zur zweiten Halbzeit versuchte Coach Erhardt dem Spiel noch eine Wendung zu geben. Die Heimelf zeigte sich zwar verbessert, aber überzeugend agierte man immer noch nicht. Ein Erfolgserlebnis hätte die Karali-Elf durchaus noch einmal ins Wanken bringen können. Ein Schuss des eingewechselten Leitenbacher wurde von einem Verteidiger aber auf der Linie geklärt. Auf der Gegenseite musste Jens Ertel aber ebenso in höchster Not gegen Tekdemir retten.

Begünstigt durch naives Zweikampfverhalten auf Seiten des FC konnte der Nürnberger Stürmer später aber doch noch auf 0:3 erhöhen – praktisch die Vorentscheidung in dieser Partie. Cagrispor konzentrierte sich anschließend auf die Defensive und gelegentliche Konter. Das Hersbrucker 1:3 durch Ralf Maas war zwar schön anzuschauen, kam aber leider zu spät, um mehr als Ergebniskosmetik zu bewirken.

Viel Zeit, die Wunden zu lecken, bleibt dem Club nicht. Bereits am Samstag tritt mit dem ASV Weisendorf der nächste schwere Gegner im SIG-Sportpark an.

Tore: 0:1 Prelipcean (17.), 0:2 Prelipcean (33.), 0:3 Tekdemir (68.), 1:3 Maas (84.); SR: Stühler (DJK-SC Oesdorf).

FC Hersbruck: Bauernfeind, Günther (85. L. Hermann), J. Schneider (46. H. Herrmann), Bongers, Brüx, Maas, Bauerfeld, Kreuzer, Ertel, Ascher, Völkel (46. Leitenbacher).
Cagrispor Nürnberg: Roskoschek, Neumann, Rhouma, Aydin, Arapoglu (90. Kocak), Gök, Ulkü, Prelipcean (57. Rawaz), Jara (80. Schepis), Tekdemir, Ün.

N-Land N-Land Redaktion
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