TV Altdorf kassiert erste Heimniederlage

Furioser Zwischensprint

Kein Durchkommen gab es für Altdorfs Spielführerin Katharina Schön in dieser Szene gegen Neuwieds Blockerinnen Kaya Schulz (links) und Amanda Brown. | Foto: Daniel Frasch2020/10/TV-Altdorf-Katharina-Schoen-gegen-Neuwied-scaled.jpg

ALTDORF – Gegen einen starken und abgeklärten VC Neuwied kassieren Altdorfs Volleyballerinnen eine 1:3-Niederlage. Dennoch fällt das Fazit positiv aus. Vor allem der dritte Satz nährt die Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Ein Saisonauftakt der gemischten Gefühle und Bedingungen liegt hinter den Zweitliga-Volleyballdamen aus Altdorf. Nach dem begeisternden 3:0 im Heimauftakt vergangenes Wochenende gegen Bad Soden folgte am Samstag eine 1:3-Heimniederlage (20:25, 22:25, 25:21, 21:25) gegen die Deichstadtvolleys aus dem rheinland-pfälzischen Neuwied. Corona-bedingt war wieder nur eine begrenzte Zuschauerzahl von rund 70 Personen möglich.

Im ersten Satz startete Altdorf sehr vorsichtig ins Spielgeschehen und hatte Abstimmungsprobleme sowohl in der Annahme als auch in der Abwehr. Wegen des krankheitsbedingten Ausfalls von Zuspielerin Christina Kosikowski musste Trainer Milan Dörnhöfer sein Team umstellen und Astrid Fürg rückte auf die Zuspiel-Position. Über die Zwischenstände von 8:4 und 16:11 verwaltete Neuwied den Vorsprung sicher zum Satzgewinn. „Ihr Gespür für den richtigen Ball hat uns in den entscheidenden Situationen gefehlt“, trauerte Altdorfs Diagonalspielerin Alina Hösch der fehlenden Mitspielerin nach.

Steigerung im zweiten Satz

Näher dran am Satzerfolg war die TV-Truppe im zweiten Satz. Die beiden Mittelblockerinnen Clara Fischer und Senta Fößel verrichteten erfolgreiche Arbeit und hielten die Gastgeber bis zum 22:23 im Spiel. Dass es am Ende nicht ganz reichte, lag vor allem an Neuwieds Amanda Joanne Brown, die immer wieder klug in Szene gesetzt wurde, die entscheidenden Big Points für den VCN erzielte. Altdorfs Teammanagerin Annemarie Böhm bilanzierte: „Wir haben gegen den stark aufgestellten und routinierten VC Neuwied etwas zögerlich begonnen. Aber wir haben nie aufgegeben und den Rückstand fast aufgeholt.

Das Erfolgserlebnis folgte schließlich im dritten Satz: Am Zuspiel zeigte die eingewechselte Ellen Heimburger eine starke Leistung, der Altdorfer Block funktionierte nun besser und die Angreiferinnen erzielten mit wuchtigen und clever platzierten Schlägen Punkt um Punkt. Über ein 8:6 setzten sich die Löwen zwischenzeitlich auf 16:8 ab, am Ende stand ein verdienter 25:21-Satzgewinn und Hoffnung keimte auf, die Partie doch noch einmal drehen zu können.

Diese wurde allerdings im Keim erstickt: Zu Beginn des vierten Satzes kamen die Altdorfer Damen nicht aus der Defensive heraus, und Neuwied baute durch abgeklärte Spielweise den Vorsprung aus – auch weil Altdorf nun in der Annahme mehr schwächelte. Mit 21:25 musste sich der TVA schließlich dem Favoriten geschlagen geben.

„Können in der 2. Liga mitspielen“

Wir haben gezeigt, dass wir mitspielen können im Konzert der 2. Liga. Wenn wir mit einer sauberen Annahme die Bälle am Netz schneller verteilen könnten, wären wir schwerer auszurechnen. Das hat aber nur einen Satz lang geklappt“, lautete das Fazit von Trainer Milan Dörnhöfer nach dem Spiel. Dennoch macht der Saisonstart mit drei Punkten aus drei Partien und Tabellenplatz neun Mut für die kommenden Aufgaben, auch weil der TVA noch nie ohne einen Satzgewinn blieb.

Das sieht auch Altdorfs neuer Co-Trainer Hannes Willmer so. Der 28-Jährige, der vor der Saison aus Neudrossenfeld nach Altdorf wechselte, analysiert vor allem die gegnerischen Teams. Auch er sieht für die Altdorfer Löwen „eine realistische Chance, in der 2. Liga bestehen zu können.“ Zur wertvollsten Spielerin wurde bereits zum dritten Mal in Folge Neuzugang Juliane Kind gewählt.

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