A- und B-Klassen im Überblick

Unterferrieden mischt die Liga auf

Die blauen Unterferriedener, hier mit Steffen Seiler (links) und Sascha Weiß (Mitte), hatten die Pöllinger immer jederzeit im Griff. Für den Absteiger könnte es heue ein Start-Ziel-Sieg werden. | Foto: DV2016/09/db-svunterferriedensvpoelling.jpg

NÜRNBERGER LAND – Die heimischen A- und B-Klassen im Überblick:

A-Klasse Nord Ost Neumarkt/Jura: Henger SV II – FC Ezelsdorf II 12:2 (3:1) – Böse unter die Räder kam die Ezelsdorfer Reserve beim Henger SV II, zum Halbzeitpfiff stand es 3:1 (Tore: 1:0 Norbert Huber 14. Minute/2:0 Eigentor 20. Minute/3:0 Kevin Hupfer 37. Minute). Patrick Hemmer konnte in der 44. Minute den 1:3-Anschlusstreffer erzielen.

In der zweiten Spielhälfte ging es dann Ratz-Fatz, im Takt von jeweils wenigen Minuten produzierten die Platzherren Treffer auf Treffer. Ein Hattrick von Kevin Hupfer innerhalb von zehn Minuten sowie ein weiterer Treffer von Hupfer in der 69. Minute, zwei Tore von Stefan Kühn und jeweils ein Tor von Jonas Wasinger, Daniel Kramer und Onur Kilic machten das Dutzend voll. Dominik Dötsch gelang in der 88. Minute noch die „Ergebnisverbesserung“ zum 12:2.

SV Unterferrieden – SV Pölling II 4:0 (3:0) – Schon früh in der Begegnung gab es auf Seiten der Heimmannschaft Grund zum Jubeln. Sven Weiß schickte Fabian Hirschmann, der ab der Mittellinie sämtlichen Gegenspielern davon lief und überlegt zum 1:0 abschloss (8.). Wiederum acht Minuten später setzte Patrick Hereth mit einem schönen Pass Fabian Hirschmann in Szene, der vor dem Tor erneut cool blieb und auf 2:0 erhöhte (16.).

Die erste Chance für die Gäste bot sich Jakob Hawa, dessen scharfer Schuss jedoch links am SVU-Gehäuse vorbei ging (21.). Nach dieser Chance hatte der SVU das Geschehen wieder im Griff und war wieder am Drücker. Zunächst konnte Keeper Dominik Hirschmann mit seinem langen Abschlag Fabian Hirschmann ins Spiel bringen, der überlegt quer auf Alexander Mall spielte. Dessen Abschluss konnte jedoch von einem Pöllinger Verteidiger auf der Linie geklärt werden (26.).

Kurz darauf erkämpfte sich Alexander Mall den Ball an der Außenlinie und spielte auf Fabian Hirschmann, der nun auch als Vorbereiter glänzte und die Vorarbeit für Alexander Haas lieferte, der frei vor dem Tor stand und dem Gästetorwart Simon Kampmüller keine Abwehrchance lies (3:0/32.). Kurz vor der Pause konnte der Pöllinger Torhüter Simon Kampmüller noch Abschlüsse von Sascha Weiß und Christian Göhring parieren. Auf der anderen Seite gewann Dominik Hirschmann das Duell gegen einen Pöllinger Angreifer.

In der zweiten Halbzeit brachte Pölling nach vorne nicht mehr viel zusammen und konnte das Tor von Dominik Hirschmann nicht mehr gefährden. Die Grießemer-Elf kontrollierte weiterhin Ball und Gegner, wobei aber kaum noch ernsthafte Torchancen heraussprangen. Nach einer Stunde konnte Sven Weiß eine Flanke von Patrick Hereth zum 4:0 verwerten (61.), ein Koch-Freistoß konnte der Pöllinger Schlussmann nur nach vorne abwehren, den Nachschuss von Alexander Mall lenkte er gerade noch an die Latte (68.). Benjamin Silberhorn scheiterte kurz vor Schluss nochmal am Keeper und so blieb es am Ende beim verdienten 4:0-Endstand für die Elf vom Röthweiher.

TSV Feucht II – TSV Stöckelsberg 1:6 (1:4) – Die schwarze Serie der Feuchter Reserve hält weiter an. Eine indiskutable Abwehrleistung ermöglichte Stöckelsberg den Kantersieg. Zahlreiche individuelle Fehler im Feuchter Defensivverbund brachte den TSV bereits in der ersten Hälfte mit 0:4 ins Hintertreffen. Ein abgefälschter Schuss sorgte in der zehnten Minute erstmals für Gefahr beim Stöckelsberger Schlussmann. Nach einer halben Stunde hatte dann Julian von Kleinsorgen die nächste Chance für die Hausherren. Sein Fernschuss ging allerdings knapp über das Tor. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel wurde Thorben Ley im Stöckelsberger Strafraum zu Fall gebracht. Stefan Kaidel ließ sich diese Chance zum Ehrentreffer nicht entgehen.

Obwohl sich im zweiten Abschnitt das Geschehen weitgehend nur noch im Mittelfeld abspielte, konnte Stöckelsberg zwei weitere Unzulänglichkeiten in der Feuchter Abwehr nutzen und das halbe Dutzend voll machen.

DJK Oberwiesenacker – SV Moosbach 4:1 (1:0) – Die Moosbacher Niederlagenserie setzte sich auch in Oberwiesenacker fort. Eine halbe Stunde hielt der SVM gut mit, ehe Michael Achhammer die DJK in Front brachte. Dieser knappe Rückstand hielt bis weit in die zweite Hälfte – oder besser: bis sich die Moosbacher selbst ins Handwerk pfuschten. Denn in der 70. Minute durfte Julian Niebeler für die Gastgeber einen Foulelfmeter zum 2:0 im Moosbacher Gehäuse versenken. Der Rest war dann nur noch Formsache für die Hausherren, für die Markus Stigler bis zum Abpfiff sogar noch einen Doppel (84., 89.) nachlegen durfte. Moosbach gelang zwischendurch nur noch ein wenig Ergebniskosmetik: Felix Meindl erzielte in der 87. Minute das zwischenzeitliche 1:3.

SC Eismannsberg – SC Oberölsbach 0:2 (0:1) – Der SCE muss weiterhin auf den ersten Punktgewinn warten. Trotz einer starken kämpferischen Leistung stand man auch nach der Partie gegen den Tabellenzweiten wieder mit leeren Händen da. Bereits nach zehn Spielminuten konnte der SCO über den Führungstrefffer jubeln. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff über die linke Seite wurde das Leder von der Grundlinie aus zurückgepasst und der ungedeckte Oberölsbacher Stürmer musste die Kugel aus fünf Metern nur noch über die Linie drücken. Anschließend beschränkte sich Oberölsbach auf das Verwalten des Vorsprunges. Ein Leistungsunterschied zwischen dem Schlusslicht und einem Aufstiegsaspiranten waren nicht erkennbar.

Die Vorentscheidung zugunsten von Oberölsbach fiel kurz nach dem Seitenwechsel. SCE-Torhüter Jonas Pfälzner konnte den durchgebrochenen Oberölsbacher Angreifer nur noch durch ein Foul stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelten die Gäste sicher zur 2:0-Führung. Eismannsberg verstärkte anschließend zwar die Angriffsbemühungen; gute Torchancen blieben jedoch weiterhin Mangelware. Echte Torgefahr ging lediglich von Dominik Pfälzner aus. So konnte seinen platzierten Freistoßkracher in der 70. Minute der Gästetorhüter nur mit Mühe parieren. In der hektischen Schlussphase erhielt Eismannsbergs Schlussmann wegen wiederholten Foulspiels noch die Gelb-Rote Karte.

A-Klasse 6 Nürnberg/Frankenhöhe: TSV Johannis II – VFR Moorenbrunn 3:5 (1:2) – Fünf Spiele – fünf Siege. So lautet die eindrucksvolle Moorenbrunner Bilanz. Obwohl der Spitzenreiter durch ein Abstaubertor in Rückstand geriet, verlor er nicht seine spielerische Linie. Mit einem Doppelschlag von Christopher Bauer, der jeweils Maßflanken von Kaj Höre und Andreas Weber per Kopf versenkte, drehte der VFR kurz vor dem Seitenwechsel das Spiel. Christopher Bauer war auch im zweiten Abschnitt nicht zu bremsen und setzte seine Gala fort. In der 53. Minute ging er nach einem Pass von Dennis Ackermann auf und davon und erzielte seinen dritten Treffer. Zwei Minuten später schaffte Johannis per Foulelfmeter den 2:3-Anschlusstreffer. In der 70. Minute folgte schließlich vom VFR-Knipser Christopher Bauer der vierte Streich. Zunächst tanzte er im Strafraum seinen Gegenspieler aus und legte anschließend die Kugel am TSV-Torhüter vorbei zum 2:4 in die Maschen. Ein platzierter Fernschuss brachte in der 75. Minute die Hausherren wiederum auf 3:4 heran. Johannis warf noch einmal alles nach vorne. Klaus Griechenbaum gelang schließlich nach einem Konter und der guten Vorarbeit von Kaj Höre der erlösende Treffer zum 5:3 – Endstand. In der hektischen Schlussphase schickte der Unparteiische noch zwei Spieler von Johannis wegen wiederholten Foulspiels mit gelb-roten Karten vorzeitig zum Duschen.

B-Klasse Nord Ost Neumarkt/Jura: DJK Oberwiesenacker II – SV Moosbach II 1:1 (0:1) – Eine starke Abwehrleistung und mit dem reaktivierten Norbert Meyer ein starker Torhüter waren die Garanten für den ersten Punktgewinn der Moosbacher Reserve. Obwohl die Gastgeber von Beginn an mehr Ballbesitz hatten, konnte sich die DJK keine guten Einschussmöglichkeiten erspielen. Fernschüsse waren sichere Beute des Moosbacher Keepers. Eine gelungene Kombination über Andreas Fleischmann und Hannes Bauer führte in der 35. Minute zum Moosbacher Führungstreffer. Spielertrainer Markus Schmidt schlenzte die Kugel vom Strafraumeck überlegt ins lange Eck. In der zweiten Hälfte erhöhte Oberwiesenacker noch weiter den Druck. Die von Ralf Stini umsichtig organisierte Moosbacher Defensive stand aber weiterhin stabil. Der Ausgleich in der 85. Minute fiel nach einem zweifelhaften Freistoß, den der DJK-Stürmer aus 16 Metern unter die Latte hämmerte.

Rummelsberg ist in der B-Klasse Nord Ost weiter vorne dabei: Auch dank ihres Goalgetters Jan Schlagenhaufer, der in dieser Szene zwar nur das Außennetz trifft, aber mit fünf Treffern in vier Spielen derzeit die Torschützenliste anführt.
Rummelsberg ist in der B-Klasse Nord Ost weiter vorne dabei: Auch dank ihres Goalgetters Jan Schlagenhaufer, der in dieser Szene zwar nur das Außennetz trifft, aber mit fünf Treffern in vier Spielen derzeit die Torschützenliste anführt. | Foto: kk2016/09/db-eksgrummelsbergsgsindlbach.jpg

EKSG Rummelsberg – SG Sindlbach/Oberölsbach/Stöckelsberg II 4:2 (3:2) – In dem abwechslungsreichen Verfolgerduell gingen die „Eichenkreuzler“ bereits in der achten Minute durch einen Schuss ins lange Eck von Lukas Martiska in Führung. Ein von Kirill Marikov verursachter Foulelfmeter bescherte den Gästen bereits zwei Minuten später den 1:1-Ausgleich. Der EKSG-Neuzugang Filip Simic brachte in seinem ersten Ligaspiel in der 19. Minute sein Team wieder mit 2:1 in Front. Der nächste Treffer der Hausherren war dann Sache des „Eichenkreuzknipsers“ Jan Schlagenhaufer, der im Strafraum zwei Gegner ausspielte und flach abschloss. Kurz vor dem Seitenwechsel machten die Gäste das Spiel wieder spannend und schafften mit einem fulminanten Schuss ins lange Eck den Anschlusstreffer.

Im zweiten Durchgang nahm dann Rummelsberg das Heft wieder in die Hand. Gute Torchancen von Malek Koujak und Sebastian Schiller blieben jedoch ungenützt und ein Distanzschuss von Timo Wimmelbacher landete an der Latte. Filip Simic war es schließlich vorbehalten, auf Zuspiel von Jan Schlagenhaufer in der 85. Minute für den vierten Treffer der Gastgeber zu sorgen. In den turbulenten Schlussminuten vergaben die Gäste noch einen Foulelfmeter und mussten darüber hinaus die Begegnung nach einer Gelb-Roten Karte mit zehn Spielern beenden.

SV Unterferrieden II – SV Postbauer II 4:0 (2:0) – Bereits nach zehn Minuten ging der SVU in Führung. Stefan Meier wurde im Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Elfmeter verwandelte Tobias Kalb rechts oben sicher zum 1:0. In der Folge war der SVU zum großen Teil das bessere Team und ging in der 38. Minute folgerichtig durch Benjamin Silberhorn mit 2:0 in Führung. SVU-Keeper Michael Franz konnte die wenigen Abschlüsse von den Gästen aus Postbauer auf sein Tor allesamt gut parieren. In der zweiten Halbzeit erhöhten erneut Benjamin Silberhorn und Jan Adelhardt kurz vor Schluss auf 4:0.

B-Klasse Ost: TSV Ochenbruck II – SV Höhenberg II 3:4 (2:1) – Die Höhenberger Reserve stellte sich mit einer stark aufspielenden Truppe in Ochenbruck vor und setzte die Ochis auch von Beginn an unter Druck. Die Folge war die Führung durch Thomas Eichhammer in der 16. Spielminute. Ochenbruck wehrte sich erfolgreich und war dann auch effektiver in der Ausnutzung der Chancen. In der 27. Minute stellte Andre Silberhorn durch einen verwandelten Elfer den Ausgleich her, kurz vor dem Halbzeitpfiff traf Jens-Ivo Haußmann zum 2:1.

In der ersten halben Stunde der zweiten Hälfte ereignete sich nur wenig, dann glich Thomas Eichhammer zum 2:2 aus. In der 80. Minute brachte Thomas Fränzel die Ochenbrucker wieder mit 3:2 in Front, doch nur zwei Minuten später unterlief den Gastgebern ein Foulspiel im eigenen Strafraum, Florian Hofmann verwertete den Strafstoß zum 3:3. Thomas Eichhammer war dann der Höhenberger Spielverderber in der 91. Minute, mit seinem dritten Treffer sorgte er für das 3:4.

Ein Sonderlob gehörte trotzdem dem Ochenbrucker Torhüter Michael Hess, der mit seinen Paraden sein Team lange im Spiel hielt. Nachdem zu diesem Match kein Schiri eingeteilt werden konnte, übernahm der Ochenbrucker Ersatzmann Christian Zwack die undankbare Aufgabe, die er aber zur Zufriedenheit aller Beteiligten bravourös meisterte.

TSV Pyrbaum II – TSV Burgthann II 0:1 (0:1) – Das Match der Burgthanner Reserve war lange Zeit vollkommen ausgeglichen und wurde durch einen „Sonntagsschuss“ in der 40. Minute durch Marco Müller vorzeitig entschieden, die Vorlage dazu kam von Dominik Graf. In der zweiten Spielhälfte konnte zunächst der Burgthanner Keeper Sebastian Krug eine Großchance der Pyrbaumer verhindern. Auf der Gegenseite ergab sich eine ebenso gute Gelegenheit für Tobias Weiß nach Vorarbeit von Marcel Dietz, leider vergebens. Pyrbaum bemühte sich zwar um Ergebnisverbesserung, die Gäste verlegten sich auf Kontermöglichkeiten, standen jedoch sicher in der Defensive und ließen auch bis zum Schlusspfiff keine Tormöglichkeiten für die Platzherren mehr zu.

FC Altdorf II – FSV Oberferrieden II 2:2 (1:2) – Die Gäste aus Oberferrieden begannen wie die Feuerwehr und gingen bereits in der 13. Minute durch Atilla Suylu in Führung. Das 2:0 durch Frank Liebel ließ nicht lange auf sich warten. Sein präziser Flachschuss prallte unhaltbar vom Innenpfosten ins Tor. Und hätte Altdorfs Torhüter Andre Patrik nicht mehrfach bravourös weitere Großchancen der Gäste vereitelt, das Spiel wäre nach einer halben Stunde entschieden gewesen. Die Heimelf wachte dann gegen Ende der ersten Hälfte doch noch auf. Fakhri Utaganov schickte Michi Bachl auf die Reise, der sich die Chance zum Anschlusstreffer nicht entgehen ließ. Vor dem Wechsel sogar fast noch der Ausgleich, aber Kemal Cakmak konnte die Bachl-Hereingabe nicht verwandeln.

Die zweite Hälfte verlief deutlich ausgeglichener, Chancen gab es hüben wie drüben, Keeper Andre Patrik konnte mehrfach glänzen. Die Altdorfer blieben dran und verdienten sich den Ausgleich, der dann doch noch in der 81. Minute fiel. Mohamad Tarabuulsi setzt sich gekonnt im Strafraum der Gäste durch und ließ Gästekeeper Marcel Dochwat mit seinem präzisen Flachschuss keine Chance. Der FCA schnupperte Morgenluft und setzte nochmals alles daran den ersten Dreier der Saison doch noch einzufahren. Aber sowohl Ünsal Cakmak als auch Michi Bachl mit seinem gefühlvollen Heber aufs Netz konnten das Ruder nicht mehr herumreißen.

N-Land Der Bote
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