Turnier am Samstag

Fünf neue Mannschaften beim 6. Hersbrucker Begegnungscup

Faire Zweikämpfe – wie hier zwischen zwei Spielern der „United Refugees“ (gelbe Trikots) und der katholischen Kirchengemeinde – und viele Tore warten beim „6. Hersbrucker Begegnungscup“ wieder auf Sportler und Zuschauer. | Foto: J. Ruppert2019/03/B3.jpeg

HERSBRUCK – Mit einem Rekordfeld und einigen Neuerungen wartet der „Hersbrucker Begegnungscup“ bei seiner sechsten Austragung am Samstag auf. Die Idee hinter dem Hallenkick bleibt unverändert.

„Wir wollen Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionen zusammenbringen“, sagt Ingbert Hautsch von der evangelischen Johanneskirche. Auf dem Spielfeld klappte das bisher meist ganz gut. Nicht aber auf den Tribünen der Dreifach-Turnhalle, räumt er im Gespräch mit der HZ ein. Trotz beharrlicher Versuche, Christen, Muslime und Flüchtlinge auch dort miteinander ins Gespräch zu bringen. Mal abwarten, welchen „Trick“ sich der Organisationsstab für dieses Jahr ausgedacht hat. Zu diesem gehören neben ihm auch Karl Renner von der katholischen Gemeinde, Martin Knodt (Stadtkirche), Kemal Sapkaja (Ditib), Guido Schmidt und Sabrina Hautsch.

Nun auch inklusiv

Treu bleiben die Sechs auf jeden Fall ihrem vielsagenden Motto „Miteinander reden statt gegeneinander treten“. Getreu dem Ansinnen, mit ihrem Turnier Vorurteile abzubauen und die Integration zu verbessern. Die Idee des interkulturellen – und seit dem vergangenen Jahr auch inklusiven – Kicks in Hersbruck geht zurück auf den 2006 während der Fußball-WM in Deutschland erstmals ausgetragenen „Kirchencup“. Nach dem „Einstieg“ der muslimischen Glaubensgemeinschaften wurde dieser als „Relicup“ neu aufgelegt und firmiert seit 2014 als „Begegnungscup“.

Sportlich ist die Idee also längst in der Cittaslow etabliert – das lässt sich auch an dem heuer nochmals um drei Teams erweiterten Teilnehmerfeld ablesen. Das „zwang“ die Organisatoren dazu, die 15 Mannschaften in drei (statt bisher zwei) Gruppen aufzuteilen – und den Modus ein wenig anzupassen. Ins Halbfinale ziehen am Samstag jeweils die Erstplatzierten sowie der beste Zweite ein.

Danach folgt sofort das Finale. Die Platzierungsspiele entfallen ebenso wie das aus den Vorjahren gewohnte Einlagespiel von Fußballjunioren aus der Umgebung. Die einzelnen Partien dauern jeweils acht Minuten – als Schiedsrichter fungieren dabei unter anderem die Stadträte Jürgen Amann und Friedrich Biegel.

Neben den „Stammspielern“ von der katholischen Pfarrgemeinde (Gewinner der Premiere 2014 und Vorjahresfinalist), der evangelischen Stadt- und Johanneskirche, der islamischen Gemeinschaften Ditib und Milli Görüs (Sieger 2016 und 2018), des Türkisch-Deutschen Elternvereins (Sieger 2015 und 2017) und der Freiwilligen Feuerwehr Hersbruck sind wieder vier Teams mit Asylbewerbern mit von der Partie: „Deportivo Domingos“ (2017 als „United Balls of Fire“ Halbfinalteilnehmer), „United Refugees“, „Moriteams“ und die Mannschaft des Hilfsvereins „Oase“. Dazu kommen das inklusive Team des SV Altensittenbach und – neu – die Hobbymannschaften AFG Soccer und „Die Phänomene“ sowie zwei Teams des BRK Hersbruck.

Geld für Herzenswünsche

Letztere sind nicht zuletzt deshalb dabei, weil der Erlös aus Startgebühren, Geldspenden von über 30 Sponsoren und Verkauf am wieder von vielen der teilnehmenden Mannschaften unentgeltlich bestückten multikulturellen Büfett dem Herzenswunsch-Hospizmobil des Roten Kreuzes zugute kommt. Dieses erfüllt todkranken Menschen aus dem Landkreis letzte Wünsche.

Los geht’s am Samstag ab 10 Uhr. Direkt nach der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeister Robert Ilg, Landrat Armin Kroder und die Dekane der katholischen und evangelischen Kirche.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta