Der erste Neuzugang ist fix

Feuchts nächstes Endspiel in Friesen

Kommt vom aktuellen Spitzenreiter der Kreisliga Nürnberg und hat früher im Fürther NLZ gekickt: Yasin Kaya. | Foto: Zink2019/05/20180929_fuerth_burggrafenh_ogo_0026.jpg

FEUCHT – Der angekündigte Wetterumschschwung trifft den mittelfränkischen Amateurfußball an diesem Wochenende mit voller Wucht: Temperaturen womöglich bis in den Minusbereich, ausgiebige Regenschauer und mancherorts soll sogar wieder ein wenig Schnee fallen. Da verwundert es schon ein wenig, wenn Feuchts Trainer Florian Schlicker im Vorfeld vom „heißesten Wochenende des Restprogramms“ spricht.

Gemeint ist in diesem Fall natürlich die sportliche Ausgangslage, und die hat es wirklich in sich: Der SC Feucht (71 Punkte) muss zum Mittelfeldklub SV Friesen, der in den letzten vier Spielen drei Siege eingefahren und dabei stolze 15 Tore geschossen hat. Konkurrent und Spitzenreiter Bamberg (72) bekommt es mit dem abstiegsbedrohten FC Coburg zu tun. Und der drittplatzierte TSV Neudrossenfeld (69) tritt beim Tabellenfünften SV Memmelsdorf um Tormaschine Dominik Sperlein (32 Treffer) an.

Schlickers Prognose

Im Fernduell um den Aufstieg hat das verbliebene Spitzentrio – die Schwabacher haben sich ja bereits aus dem Titelrennen verabschiedet – an diesem Spieltag also höchst unangenehme Auswärtsaufgaben vor der Brust.

„Ich wage die Prognose, dass von diesen drei Mannschaften nicht alle ihre Partien gewinnen werden“, gibt Schlicker das Orakel vom Waldstadion, und hofft freilich, dass es nicht sein Team ist, das in der Fremde stolpert. Denn eigentlich gilt für die restlichen drei Partien beim SC das Motto: „Verlieren verboten!“

Das umzusetzen ist jedoch weiterhin kompliziert. Seit Wochen läuft das Team personell auf der letzten Rille. Und auch jetzt vor dem Friesen-Kick drohen neue Personalsorgen dem SC-Coach das Leben schwer zu machen. Zwar könnte mit Julian Schäf ein Leistungsträger nach überstandenem Muskelfaserriss wieder in der Kader zurückkehren.

Dafür steht nun hinter dem Einsatz der beiden Stammspieler Bastian Leikam und Stephan König mindestens ein dickes Fragezeichen. Die Ausgangslage ist also erneut alles andere als rosig, aber das sind die Feuchter ja mittlerweile schon fast gewohnt. „Irgendwie werden wir schon wieder elf Mann auf den Platz bekommen“, übt sich Schlicker in demonstrativer Gelassenheit.

Leistungsträger haben verlängert

Um solche dauerhaften Personalmiseren in Zukunft zu vermeiden, basteln die Verantwortlichen schon akribisch am Kader für die neue Saison. „18 Feldspieler plus zwei Torhüter“, so lautet das mit seinem Coach Schlicker abgestimmte Ziel von SC-Macher Manfred Kreuzer. Obwohl noch gar nicht feststeht, in welcher Liga die Zeidler nächste Spielzeit antreten werden, haben Kreuzer und Co. bereits mit zahlreichen Leistungsträgern wie Andreas Sponsel oder Fabian Klose um ein weiteres Jahr verlängert. Und auch der erste Neuzugang steht bereits fest: Von Kreisliga-Spitzenreiter Turnerschaft Fürth kommt Abwerhrmann Yasin Kaya zum SC.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann