Schlicker gegen Kumpel Gündogan

Feuchts erster Härtetest

Gute Freunde und gleichzeitig Rivalen: Florian Schlicker (links) und Serdal Gündogan haben jahrelang den SV Seligenporten angeleitet, nun stehen sich als Gegner gegenüber. | Foto: Zink2019/07/20150508_svs_heimstetten_wozi_0024-1.jpg

FEUCHT –  Zwei Spiele, sechs Punkte, der Start hat schon mal geklappt für den SC Feucht. Nun steht dem Aufstiegsfavoriten Nummer eins allerdings die erste Bewährungsprobe bevor.

Zum dritten Spiel innerhalb von sieben Tagen verschlägt es die Feuchter an diesem Freitag (18.30 Uhr) nach Fürth in die Gustav-Schickedanz-Sportanlage. Die dort ansässige SG Quelle Fürth ist in ihren Auftaktspiel, dem Derby gegen Aufsteiger FSV Stadeln, zwar mit 0:5 unter die Räder gekommen, konnte aber jetzt beim 1:0-Sieg gegen Bayernliga-Absteiger SpVgg Jahn Forchheim schon stellenweise zeigen, was in ihr steckt.

Zwei Ex-Profis als Verstärkung

Laut den Feuchter Verantwortlichen ist das eine ganze Menge. „Das wird ein heißer Tanz bei Quelle“, ahnt SC-Coach Florian Schlicker. Nicht nur, weil dort sein Kumpel Serdal Gündogan, mit dem er über Jahre zusammen den SV Seligenporten angeleitet hatte, arbeitet. Sondern die Quelle hat in dieser Saison auf dem Transfermarkt ordentlich zugeschlagen.

Mit Ahmet Kulabas (Eintracht Trier und Wacker Burghausen) und Sebastian Glasner (u.a. Erzgebirge Aue, Darmstadt 09) holten sie zwei ehemalige Profis an den Kanal, dazu kamen mit Dustin Opcin und dem Feuchter Lino D‘Adamo zwei gestandene Bayern- bzw. Landesligaspieler.

Prominente Verstärkungen also, die allerdings auch eine Abkehr der bisherigen Vereinsphilosophie der Fürther bedeuten. Bislang galt die Quelle als hochgelobter Ausbildungsverein, der vor allem auf seine exzellente Jugendarbeit setzte. Für SC-Trainer Schlicker ist diese Transferoffensive dennoch kein Widerspruch: „Ich kann das schon verstehen. Eine erfahrene Achse macht Sinn, sie tut gerade den jungen Spielern gut.“

Eine Option mehr für Schlicker

Beim SC Feucht lassen sie sich von so viel Profierfahrung natürlich nicht aus der Ruhe bringen. Erfahrung haben sie selbst genug und als Topfavorit haben sie auch das Selbstbewusstsein, „dass wir nur auf uns schauen“, wie Schlicker betont. Überraschungen birgt da eher das Trainer-Duell an der Seitenlinie. Denn Schlicker und Kumpel Gündogan kennen sich, wie beide bestätigen, in und auswendig. „Mal schauen, wer von uns beiden am Freitag etwas aus dem Hut zaubert“, ist auch Schlicker auf dieses Wiedersehen gespannt.

Während Tobias Lehr-Kramer und Michael Kammermeyer noch pausieren müssen, steht Schlicker mit dem wiedergenesenen Nicolae Oltean auf jeden Fall eine Option mehr zur Verfügung.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann