Heimspiel gegen Mitterteich

Feuchter Jagdgemeinschaft

„Wir wollen jagen“, so offensiv stimmt SC-Coach Florian Schlicker seine Truppe auf das Restprogramm ein. | Foto: Zink2019/02/20181116_feucht_neudrossenfeld_dama_0047.jpg

FEUCHT – Endlich rollt im Waldstadion wieder der Ball. Nach drei schier endlosen Wintermonaten ohne Fußball markiert das Heimspiel gegen den SV Mitterteich (Anpfiff: Freitag, 19 Uhr) für die Feuchter den Auftakt zu einer Aufholjagd, die am Saisonende bekanntlich mit dem Aufstieg enden soll.

So lautet zumindest der Plan der SC-Bosse für die kommenden Monate. Immerhin haben sie für dieses Ziel auch einiges investiert. Nicht nur, dass sie in der Wintertransferperiode Wunschspieler Tobias Kramer vom SV Seligenporten loseisen konnten. Um die Mannschaft bestmöglich auf die Rückrunde vorzubereiten, hat der Verein dem Team sogar ein teures Trainingslager in der Türkei spendiert, wo die Truppe bei frühlingshaften Temperaturen üben konnte.

„Der Verein hat für uns die Rahmenbedingungen geschaffen, jetzt liegt es an uns das zurückzuzahlen“, weiß Coach Schlicker, was von ihm und seinen Jungs erwartet wird.

Schlicker spürt keinen Druck

Mit dieser Verantwortung können er und seine Spieler aber recht gut umgehen. Von Druck will Schlicker deshalb erst gar nicht sprechen. Den haben seiner Meinung nach eh die anderen, namentlich die beiden Spitzenteams FC Eintracht Bamberg und der TSV Neudrossenfeld, die aktuell noch vier bzw. drei Zähler vor den Feuchtern rangieren und sich in der Winterpause noch zusätzlich verstärkt haben.

Auch die punktgleichen Schwabacher sieht Schlicker deutlich mehr unter Zugzwang, da sich die Konkurrenz aus der Goldschlägerstadt mit Ex-Profi Michael Görlitz den mit Abstand prominentesten Wechsel in der Winterpause geleistet hat, was wiederum die Erwartungshaltung im 04er-Umfeld deutlich gesteigert haben dürfte. „Da sieht man mal wie ernst diese Vereine das Thema Aufstieg nehmen“, kommentiert Schlicker die Transferaktivitäten der Konkurrenz.

Ernst nehmen die Feuchter die Chance, die Landesliga endlich wieder nach oben zu verlassen natürlich auch. Das zeigen allein schon Schlickers Bemühungen, seinen Jungs eine weitere taktische Variante mit an die Hand zugeben.

Die Umstellung auf eine Dreier-Kette wurde im Trainingslager intensiv trainiert und mit Neuzugang Tobias Kramer auch der passende Spieler dazugeholt. Völlig überraschend wäre es also nicht, wenn Schlicker bereits gegen Mitterteich seine Truppe in veränderter Formation aufs Feld schicken würde.

Angespannte Personalsituation

Dagegen spricht allerdings, dass „wir zuletzt arg gebeutelt wurden“, wie Schlicker betont. Mit Felix Spielbühler, Bastian Leikam, Lino D‘Adamo und Szymon Pasko steht krankheitsbedingt hinter dem Einsatz dieser vier Leistungsträger aktuell noch ein dickes Fragezeichen.

Der Kick gegen Mitterteich, die ebenfalls letzte Woche ihr Nachholspiel absagen mussten, läuft für den SC-Coach aufgrund der unklaren Personallage und weil es das erste Pflichtspiel nach der Winterpause ist („da weiß niemand so genau, wo er steht“) unter der Überschrift „Tanz auf der Rasierklinge“. Spätestens, wenn alle Mann wieder an Bord sind, gibt es aber keine Ausreden mehr, sondern ab dann gilt Schlickers Kampfansage für die Rückrunde: „Wir wollen jagen!“

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann