Kreisklasse Ost

Feuchter freuen sich über Kung Fu-Tor

Ein Tor wie aus einem Kung Fu-Film: Olli White kickt den Ball im Flug unhaltbar vorbei am Reichertshofener Keeper in die Maschen. | Foto: Schnelle2018/10/tsvfeucht_spvggreichertshofen.jpg

NÜRNBERGER LAND – Das heimische Verfolger-Trio bleibt der DJK Berg weiter dicht auf den Fersen. Drei Punkte trennen derzeit Unterferrieden nur noch vom Spitzenreiter, wobei die Jungs vom Röthweiher sogar noch ein Spiel weniger haben. Dahinter kommen auch die Feuchter langsam ins Rollen (20 Punkte), während der einstige Primus FC Altdorf im Moment nur noch auf Rang vier rangiert.

Kreisklasse Ost Neumarkt/Jura: TSV Feucht – FB Reichertshofen 3:0 (1:0) – Um vom Aufstiegszug nicht bereits vor der Winterpause nur noch die Rücklichter zu sehen, mussten die Feuchter an diesem Spieltag gewinnen. Und dementsprechend mutig traten sie auch auf. Allerdings dauerte es trotzdem bis zur 35. Minute, bis die Hausherren erstmals für ihren Aufwand belohnt wurden. Stephan Löhr hatte den Ball von links flach in den Strafraum gepasst. Francesco Restino verpasste die Kugel, aber aus dem Hintergrund rauschte der junge Luca Bader heran, der das Leder dann zum 1:0 über die Linie drückte.

In Durchgang zwei zunächst dasselbe Bild. Feucht war überlegen, das zweite Tor wollte jedoch zunächst nicht fallen. In der 66. Minute war es dann aber soweit: Serdar Özivgen zirkelte einen Freistoß maßgenau in den Strafraum und Matthias Meinhardt schraubte sich nach oben und nickte zum vorentscheidenden 2:0 ein. Damit war die Partie gelaufen, das Highlight sollte jedoch erst noch kommen. Es war nicht die glänzende Parade von TSV-Keeper Chris Willig, als er mit der Faust reaktionsschnell eine Schuss der Gäste aus nächster Nähe entschärfte. Die beste Szene des Spiel und das wahrscheinlich spektakulärste Tor des Spieltags ging auf die Kappe von Feuchts Olli White. In der 80. Minute hatte Luca Bader einen Ball in den Strafraum geflankt, von wo aus White ihn volley und per Seitfallzieher im Stil eines Kung Fu-Meisters in die Maschen drosch. Unhaltbar für den Reichertshofer Keeper.

FC Holzheim II – SV Unterferrieden 1:3 (1:3) – An sich schien die Favoritenrolle von vornherein beim Tabellenschlusslicht klar, doch es kam zunächst ganz anders. In den ersten 20 Minuten hatten die Gastgeber durch Thorsten Weingärtner drei hundertprozentige Chancen. Allein zweimal davon lief er auf den SVU-Torhüter Dominik Hirschmann zu, umspielte ihn und vergab vor dem leeren Tor. In der 22. Minute stellte dann Maximilian Hirschmann den bisherigen Spielverlauf komplett auf den Kopf. Einen Freistoß aus ca. 25 Metern schlenzte der Neuzugang zu seinem ersten Saisontreffer in die Maschen. Ab dem Zeitpunkt hatte der SVU das Geschehen im Griff. Eine Minute später hätte Sascha Weiß auf Vorarbeit von Patrick Hereth erhöhen können. Wiederum eine Minute später chippte dann Patrick Hereth den Ball in den Lauf von Manuel Hirschmann, der im Laufduell im Strafraum gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Patrick Hereth sicher zur 0:2 Führung (24.). Nach 28 Minuten eroberte sich Sascha Weiß den Ball im Mittelfeld, bediente Patrick Hereth, der den Keeper umkurvte und seinen zweiten Treffer erzielte. Sascha Weiß wurde bei dieser Vorarbeit zum 0:3 gefoult und der Spielertrainer Thorsten Weingärtner wurde danach mit der Ampelkarte vom Platz gestellt. Unmittelbar vor der Halbzeit erzielten die Holzheimer ihrerseits den Anschlusstreffer. Einen schnell ausgeführten Freistoß im Mittelfeld verwandelte Maxi Fenner sicher im rechten Eck. In der zweiten Halbzeit verwaltete der SVU die Führung, und setzte dabei kaum noch Nadelstiche in der Offensive. Ein Kopfball von Fabian Hirschmann wurde sicher pariert, ansonsten passierte nicht mehr viel. Glanzlos siegt der SV Unterferrieden beim Tabellenletzten und festigte somit den zweiten Tabellenplatz.

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