Herbe 0:4-Klatsche im Metropolregionsderby gegen den SC Eltersdorf

Feuchter bekommen die Grenzen aufgezeigt

Alarm im Feuchter Strafraum: Fabian Diesner (links), Daniel Gömmel (Mitte) und Andi Reuß haben allergrößte Mühe die Situation gegen die offensivstarken Eltersdorfer zu klären. | Foto: Klaus-Dieter Schreiter2016/03/Feucht_kds_en_110316_2_1.jpg

FEUCHT – Zumindest diese Frage ist nun geklärt. Wie viel ist der SC Eltersdorf ohne seine Tormaschine Basti Herzner noch wert – das hatten die Feuchter Anhänger vor dem Duell ihrer Mannschaft mit dem Erlanger Vorortklub gerätselt. Nach 90 aus Feuchter Sicht ziemlich freudlosen Minuten lautete die Antwort: Für den Sportclub reicht‘s allemal! Mit 4:0 zerlegten die Eltersdorfer am Freitagabend zuhause die Gäste aus der Zeidlergemeinde und stellten damit eindeutig klar, wer die Nummer eins in der Metropolregion ist.

Die Feuchter begannen mit viel Elan, setzten die Quecken ziemlich unter Druck, doch die gute Abwehr hatte die Sache meist sicher im Griff. Und das auch deshalb, weil immer wieder der Ex-Eltersdorfer Sebastian Schulik gesucht wurde, der aber gut abgeschirmt war. Eine echte Chance hatten die Zeidler darum nicht, aber auch die Baumgart-Truppe schaffte es zunächst nicht, gefährlich in den Gästestrafraum zu kommen. Als dann Janz halb links kurz vorm Strafraum gelegt wurde legte sich Herzner den Ball zurecht und knallte ihn aus 20 Metern humorlos zur Führung ins kurze Eck (21.). Das war offenbar ein Wachmacher für die Quecken, die fortan agiler wirkten und mehr den Weg zum gegnerischen Tor suchten. Köhler war es, der wenig später alleine vor Keeper Schmidt auftauchte. Der aber reagierte prächtig und lenkte die Kugel zur Ecke.

Und der SCE machte weiter Druck, während der SC Feucht es wieder und wieder vergebens mit weiten Bällen auf Schulik versuchte. Als sich dann die Gäste auf halblinks fast schon an der Außenlinie ein Foul erlaubten trat Herzner wieder an. Die weite Flanke flog an Freund und Feind vorbei, das Leder setzte einmal auf, und schwupp war es in den Maschen (44.). Bäuerle hatte dabei den Keeper noch irritiert.

Feuchter Standard-Schläfer

Mit viel Elan kam der SCE aus der Kabine, machte Druck, obwohl er es eigentlich gemächlich hätte angehen können. Dann gab es wieder einen Freistoß für die Quecken, den dieses Mal Sven Röwe von halbrechts ausführte. Der Ball war stark getreten und landete als Bogenlampe im gegnerischen Tor (54.). Daniel Gömmel war aber noch mit dem Kopf dran, so dass Keeper Schmidt keine Abwehrchance hatte. Wenig später wurde Janz mit einem schönen Pass aus dem Mittelfeld steil geschickt. Er wurde aber an der Strafraumgrenze gerade noch gestoppt.

Der Mann des Spiels auf Eltersdorfer Seite: Tobias Herzner (Mitte) war von der Feuchter Abwehr nie wirklich in den Griff zu bekommen.
Der Mann des Spiels auf Eltersdorfer Seite: Tobias Herzner (Mitte) war von der Feuchter Abwehr nie wirklich in den Griff zu bekommen.2016/03/Feucht_kds_en_110316_3.jpg

Nun zog sich der SCE etwas zurück und ließ die Gäste kommen. Die aber waren ziemlich harmlos und konnten die gut organisierte Abwehr nie wirklich in Schwierigkeiten bringen. Die Baumgart-Truppe vermochte es jedoch nicht, die nun offensiver agierenden Gäste mit schnellen Kontern zu überrumpeln. Und darum plätscherte die Partie so dahin, ohne dass sie die Zuschauer wirklich erwärmen konnte.

Dann aber doch noch ein Höhepunkt: Auf halbrechts setzte sich Sven Röwe durch und legte das Leder gefühlvoll in den Strafraum, wo der gerade eingewechselte Tom Abadjiew die Kugel geschickt mitnahm und aus fünf Metern versenkte (80.). Das 4:0 war hoch verdient, weil die Eltersdorfer eine richtig gute Abwehrleistung gezeigt und es verstanden hatten, die wenigen Chancen konsequent zu nutzen.

SC Eltersdorf: Hausner – Bäuerle, Fuchs, Köhler, Lindner, Röwe, (83. Tajak), Herzner, (76. Abadjiew), Dotterweich, Hagen, (79. Goldammer), Schaab, Janz.

SC Feucht: Schmidt – Diesner, Gömmel, Reuß, Mandelkow, Zischler, Tiefel, (75. Wessner), Maraj, Schneider, Zaika (68. Kirbach), Schulik

Schiedsrichter: Marcel Geuß (Haßfurt-Sylbach)

Zuschauer: 220

Tore: 1:0 Tobias Herzner (22.), 2:0 Tobias Herzner (45.), 3:0 Sven Röwe (54.), 4:0 Tom Abadjiew (80.)

N-Land Der Bote
Klaus-Dieter Schreiter