Nur 0:0 bei Quelle Fürth

Feucht verdaddelt den Traumstart

Jagte den Ball ins Tor, leider über ein Loch im Außennetz: Feuchts junger Wirbelwind Noah Mengi. | Foto: Zink2019/07/E1FEAC25-E5E1-4EC0-A820-475C2BF247CF.jpeg

FÜRTH/FEUCHT – Nix warˋs mit dem perfekten Saisonstart. Trotz zahlreicher Möglichkeiten ist der SC Feucht am Freitagabend im Auswärtsspiel bei Quelle Fürth nicht über ein 0:0 hinausgekommen und hat damit den dritten Sieg im dritten Spiel verschenkt.

Die Ausgangslage: Der SC wollte unbedingt den Traumstart mit sechs Punkten aus drei Spielen. Trainer Florian Schlicker schickte deshalb zunächst dieselbe Elf wie beim 4:1 gegen  Herzogenaurach aufs Feld. Die Gastgeber, nach der Derby-Klatsche gegen Stadeln unter der Woche mit dem ersten Sieg, wollten Wiedergutmachung leisten für die Heimniederlage gegen Feucht in der Vorsaison. Außerdem war da ja noch das skandalöse Rückspiel im Waldstadion, das aufgrund von zahlreichen Platzverweisen beinahe abgebrochen worden wäre.

Die erste Halbzeit: War kein Vergleich zum dem Feuerwerk, das die Feuchter am Dienstag im ersten Durchgang abgebrannt hatten. Die Zeidler taten sich gegen die Quelle sichtlich schwer das Spiel schnell zu machen und so mit ihrer Überfalltaktik Chancen zu kreieren. Feuchts Flanken aus dem Halbfeld waren stets beim Quelle-Keeper in guten Händen und auch bei Standards fehlte der Schlicker-Elf die Durchschlagskraft. Einmal landete der Ball zwar im Fürther Kasten, doch Feuchts Noah Mengi hatte die Kugel durch das Außennetz ins Tor geschossen. Die Gastgeber dagegen versuchten erstmal gut zu stehen und dann immer wieder über ihre beiden Ex-Profis Ahmet Kulabas und Sebastian Glasner irgendwie gefährlich vor das Feuchter Tor zu kommen. Ohne Erfolg. Bei Feucht waren es zwei Kopfbälle und ein Schuss ans Außennetz die kurzzeitig zu einem erhöhten Blutdruck führten, Fürth sorgte mit einem verdeckten Schuss für ein kurzes Raunen auf der Feuchter Bank.

Die zweite Halbzeit: Auch nach Wiederanpfiff regierte auf dem Platz vor allem die Hektik. Quelle tat alles um die Gäste nicht ins Spiel kommen zu lassen. Die Feuchter ihrerseits versuchten nun mehr Geradlinigkeit in ihre Aktionen zu bekommen, was ihnen auch zeitweise gelang. Aber der letzte Pass war dennoch immer einen Tick zu unpräzise. So wie in der 63. Minute als der eingewechselte Nico Wessner nach einer scharfen Hereingabe den Ball ans Außennetz setzte oder Fabian Klose kurz darauf die Kugel am Pfosten vorbeizirkelte. Je länger die Partie dauerte, desto gefährlicher wurde sie für die Feuchter. Denn es war klar: Wer jetzt das erste Tor schießt, wird dieses Spiel gewinnen. Besonders brenzlig wurde es dann, als Maximilian Höhenberger in der 87. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde und sein Team die restliche Spielzeit in Unterzahl bestreiten musste. Mehr als ein Glasner-Freistoß, der weit über das Tor segelte brachte Quelle allerdings nicht mehr zu Stande.

Stimmen zum Spiel:

Florian Schlicker, Trainer SC Feucht: „Wir haben uns heute in das Kuddelmuddel, das Quelle veranstaltet hat, mitreinziehen lassen. Wir hatten trotzdem zahlreiche Chancen, aber uns hat in den entscheidenden Situationen die Klarheit und der letzte Punch gefehlt.“

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann