3:1-Heimsieg gegen Röslau

Feucht marschiert – dank König und Klose

Vor ihm hatte SC-Trainer Florian Schlicker besonders gewarnt. Aber Röslaus Stürmer Ertac Tonka war bei Junior Betsi Mbetssi (links) und seinen Zeidler-Kollegen gut aufgehoben. | Foto: Meier2019/09/BetsiMbetssiJunior-li-gegen-TonkaErtac.jpg

FEUCHT – Der 1. SC Feucht marschiert nach dem 3:1 (2:0)-Heimerfolg gegen den FC Vorwärts Röslau weiter vorne weg in der Landesliga Nordost. Damit bleibt der SC auch nach nun zwölf Spielen weiter ungeschlagen. Die Oberfranken verkauften sich teuer, waren aber letztlich bis auf eine kurze Phase in Halbzeit zwei chancenlos und mussten die vierte Pleite in Folge hinnehmen. Die Feuchter waren über weite Strecken dominant und siegten wieder einmal hochverdient.

In Halbzeit eins dominierten die Gastgeber eindeutig. In den ersten zehn Minuten war es noch ein recht offenes Match, aber dann nahmen die Mittelfranken das Heft in die Hand und beherrschten die Gäste zum Teil nach belieben. Fast bei jeder gefährlichen Aktion der Hausherren war der Ausgangspunkt Fabian Klose. Der setzte seine Mitspieler immer wieder gut ein, doch zunächst klappte es mit dem Abschluss nicht. Immer wieder stand Röslaus Keeper Sebastian Blechschmidt im Mittelpunkt des Geschehens.

Klose auf König – Tor

Zunächst probierte es Klose mit einem Distanzschuss selbst, der drüber ging (6.). Dann setzte Klose zweimal Stephan König in Szene, der einmal den Torwart anschoss (10.) und sich beim zweiten Mal nicht so recht für den richtigen Zeitpunkt des Abschlusses entscheiden konnte (20.). Nach 22 Minuten war es dann aber so weit. Klose spielte den Ball zu König und der zog aus 18 Metern flach ab in die linke untere Ecke zum 1:0.

Dann trat Klose erneut selbst auf den Plan und verwandelte einen Freistoß von rechts mit dem linken Fuß zum 2:0 für die Hausherren (32.). Tim Ruhrseitz hatte noch eine sehr gute Gelegenheit für die Gastgeber, als er wiederum gefüttert von Klose aber knapp vorbezielte (38.). Röslau konnte nur selten Akzente nach vorne setzen, kam aber zu keinem gefährlichen Abschluss und war mit dem 2:0 zur Spielmitte noch gut bedient.

Röslau meldet sich zurück

Die erste Halbzeit verlief zu einseitig und das dürfte die Feuchter veranlasst haben mit Beginn des zweiten Abschnitts das Gas etwas rauszunehmen. Der FC Vorwärts hingegen hatte sich nun besonnen, dass man auch selbst Akzente nach vorne setzen kann und setzte die Vorgabe des Trainer Ali Sener auch hervorragend um. Ein Zuspiel von Sebastian Herrmann kam zu Kaan Gezer, der aus der Drehung abzog und den Ball flach aus 16 Metern zum 1:2-Anschluss in die Maschen setzte (50.). In der Folge sahen sich die Feuchter etwas aus dem Rhythmus gebracht. Röslau kam zu einigen Standards, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Denn der SC hatte zu diesem Zeitpunkt seine Souveränität eingebüßt.

Röslau legt zu spät Respekt ab

Noah Mengi, der SC-Neuzugang hatte einige gute Szenen, traute sich bei einem Solo den Abschluss nicht selbst zu und vergab so die Möglichkeit zum dritten Treffer (67.). Nach und nach kam der Spitzenreiter ins Spiel zurück und als König per Freistoß aus 26 Metern mit seinem bereits 13. Saisontor zum 3:1 traf, war die Partie entschieden. Als Felix Spielbühler von links in de Strafraum passte, rutschte Mengi am Ball vorbei (87.). Das war die letzte Chance in diesem Spiel.

Die Gäste hatten nichts mehr zuzusetzen und Feucht hatte seine Stabilität zurückgewonnen. So blieb es beim 3:1 für den Ligafavoriten, der eine ganz starke erste Halbzeit gespielt hatte. Röslau hatte sich in den ersten 45 Minuten versteckt, hatte erst im zweiten Durchgang den Respekt abgelegt und hätte mit etwas mehr Fortune einen zweiten Treffer zum Ausgleich erzielen können. Unter dem Strich aber war es ein verdienter Erfolg des Klassenbesten, der weiter an der Tabellenspitze einsam seine Kreise zieht. Am kommenden Samstag steht für den SC auswärts das Derby beim TSV Kornburg an und da sollen die nächsten drei Punkte geholt werden.

Stimmen zum Spiel:

Ali Sener (Trainer FC Vorwärts Röslau): „In der ersten Halbzeit haben wir zu viel Respekt gehabt, haben und reindrängen lassen und da war es nur eine Frage der Zeit, wann wir ein Gegentor kassieren. Nach der Pause waren wir mutiger, haben den Anschluss geschafft und hatten danach bei Standards einige Male die Möglichkeit auszugleichen, aber da haben wir nicht konzentriert genug agiert. Feucht hat aber fraglos eine ganz starke Mannschaft.“

Florian Schlicker (Trainer 1. SC Feucht): „Meine Mannschaft hat eine bärenstarke erste Halbzeit gespielt. Leider sind wir etwas schläfrig aus der Pause gekommen und dafür gleich mit dem 1:2 bestraft worden. Wir haben uns geshüttelt und hatten dann wieder alles im Griff. In der Folge haben wir den Vorsprung souverän nach Hause gespielt.“

  1. SC Feucht: Andreas Sponsel – Nicolae Oltean, Michael Kammermeyer, Fabian Klose, Junior Betsi Mbetssi, Tim Ruhrseitz, Maximilian Höhenberger (88. Patrick Tekeser), Noah Mengi, Felix Spielbühler, Marco Weber (78. Salim Ahmed), Stephan König (85. Julian Schäf) – Trainer: Florian Schlicker.
    FC Vorwärts Röslau: Sebastian Blechschmidt – Berkan Kurdoglu, Sebastian Knoblauch, Jaroslav Smrha, Daniel Kahrig, Tobias Benker, Nico Knoblauch (80. Lukas Rimböck), Anthony Hofweller, Sebastian Hermann, Ertac Tonka, Kaan Gezer – Trainer: Ali Sener.
    Schiedsrichter: Markus Haase (Burglengenfeld)
    Zuschauer: 325.
    Tore: 1:0 Stephan König (22.), 2:0 Fabian Klose (32.), 2:1 Kaan Gezer (50.), 3:1 Stephan König (79.).
N-Land Dirk Meier
Dirk Meier