Spieltag in der Bezirksliga

FC Hersbruck: Stark abgebaut

Nicht nur Jens Ertel (links) ging beim Spiel des FC Hersbruck in Erlangen in die Knie. Am Ende mussten sich die Gäste 2:4 geschlagen geben. | Foto: J. Ruppert2016/10/7505681.jpeg

PEGNITZGRUND – Ein schnelles 1:0 und eine 2:1-Pausenführung haben dem FC Hersbruck nicht gereicht. Kontrahent SpVgg Erlangen drehte das Bezirksligamatch nach der Pause und gewann 4:2. Die Hersbrucker Kicker verharren damit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Schlusslicht Diepersdorf gab ein Lebenszeichen, bleibt aber trotz des Erfolges über Hinterbänkler TSV Burgfarrnbach Letzter. Für eine faustdicke Überraschung sorgte der SV Tennenlohe. Die Elf bezwang den SK Lauf und stürzte den Titelanwärter endgültig in die Krise. Ottensoos kam gegen den ASV Fürth 0:5 unter die Räder und rutschte in die Abstiegszone. Nur unwesentlich besser ist der SV Schwaig platziert. Spitzenreiter SG Nürnberg-Fürth war zu stark für den Vierzehnten im Klassement. Hüttenbach hält die Farben des Pegnitzgrundes hoch. Nach einem 3:1 über Stadeln eroberte die Spielvereinigung Rang vier.

SpVgg Erlangen – Hersbruck 4:2
Im Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten waren die Rollen eigentlich klar verteilt. Aber bereits mit der ersten Aktion setzte der Club ein deutliches Ausrufezeichen. Ein Karnoll-Freistoß aus 20 Metern wurde noch leicht abgefälscht und war so für Keeper Sichert nicht mehr zu halten. Der Favorit hatte zwar ein Übergewicht an Ballbesitz auf seiner Seite, konnte aber nur wenige zwingende Situationen daraus generieren. Schneider parierte die beste Aktion gegen Karius. Auf der anderen Seite kam Bongers plötzlich mutterseelenallein vor Sichert ans Leder, war aber offensichtlich zu überrascht, so dass er scheiterte. Besser machte es Erlangen Goalgetter M. Müller, als er sträflich ungedeckt im Strafraum angespielt wurde und zum Ausgleich traf. Aber noch vor dem Wechsel gelang Hersbruck die erneute Führung. Bongers wurde im Strafraum zu Fall gebracht und Kohl ließ sich diese Chance nicht entgehen.

Das hätte eigentlich Sicherheit für den zweiten Durchgang geben müssen. Das Gegenteil war aber der Fall. Die FC-Hintermannschaft offenbarte gravierende Abstimmungsprobleme und Müller nutzte diese aus kurzer Distanz zum erneuten Ausgleich. Nachdem der Schiedsrichter ein Foul eines Stürmers aus Erlangen nicht ahndete, entschied er im Anschluss auf Foulelfmeter für die Gastgeber. Der für den angeschlagenen M. Schneider eingewechselte Bauernfeind konnte jedoch abwehren. Dennoch ging Erlangen kurze Zeit später in Front. Erneut konnte sich Müller gegen mehrere Mann durchsetzen und bewies damit eine enorme Effektivität im Abschluss. Hersbruck war mehr und mehr gezwungen, die Abwehr zu öffnen, um nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten zu müssen. Damit bot sich Erlangen entsprechend Raum für Konter. Die beste Chance für die Gäste hatte Maas, dessen Schuss jedoch von Sichert gemeistert wurde. Das Joker-Tor von Braun in der Schlussminute war dann nur noch Ergebniskosmetik. Erneut eine überflüssige Niederlage nach dem gleichen Muster wie schon mehrfach in der nun abgeschlossenen Hinrunde.

Tore: 0:1 Karnoll (2.), 1:1 M. Müller (35.), 1:2 Kohl (45.+1 FE), 2:2 M. Müller, 3:2 M. Müller (54.), 4:2 Braun (89.). SR: Abieba (KSD Hajduk Nürnberg).

FCH: M. Schneider (46. Bauernfeind), Günther (68. Gunawardhana), Kohl, Bauerfeld, Schimpfhauser (70. Pawlik), J. Schneider, Karnoll, Maas, Ertel, Bongers, Ascher.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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