Kreisklasse Ost

FC Altdorf: Das verflixte fünfte jahr

FC Altdorf Philipp Knogl
FCA-Spielertrainer Philipp Knogl (links) und seine Elf werden, wie hier im Stadtpokal gegen den SV Rasch, Nehmerqualitäten an den Tag legen müssen, um im Kampf um die Aufstiegsränge mitmischen zu können. | Foto: Keilholz2019/08/Ph.Knogl-FCA-9909-1.jpg

ALTDORF – Nach vier gescheiterten Versuchen will der FC Altdorf endlich raus aus der Kreisklasse. Zu den Favoriten zählt die Knogl-Elf jedoch nicht.

Der Altdorfer Traditions-Fußballclub unternimmt einen weiteren Versuch, die Kreisklasse endlich hinter sich zu lassen. Bei den Wallensteinstädtern und ihrem Anhang ist es der sehnlichste Wunsch, wieder in die Beletage des Fußballkreises zurückzukehren.

Für das Trainerduo Philipp Knogl und Michael Wiesner ist die Aufgabe allerdings nicht leichter geworden als in der vergangenen Saison. Am Ende wird beim FCA alles passen müssen, wenn es im fünften Anlauf seit dem Abstieg 2015 mit dem Traum vom Wiederaufstieg in die Kreisliga etwas werden soll.

Altdorfs Trefferquote ausbaufähig

Dazu muss vor allem die Trefferquote besser werden. Während die Defensive mit Co-Trainer Michael Wiesner im Tor in der vergangenen Saison mit 40 Gegentoren die drittbeste Bilanz hinter den beiden Aufsteigern TSV Feucht (27) und DJK Berg (33) aufwies, gehörten die Wallensteinstädter mit nur 39 Treffern zu den drei angriffsschwächsten Teams.

Einen echten Torjäger hatten die Wallensteinstädter nämlich nicht in ihren Reihen – und ein solcher ist auch in der neuen Saison nicht in Sicht. Erschwerend kommt hinzu, dass der erfolgreichste FCA-Torschütze, Lukas Papadoupoulos (8 Tore), eine schöpferische Pause einlegt.

Vorne wird also noch mehr als bisher schon auf den Schultern von Spielertrainer Philipp Knogl liegen, der in der internen Torjägerliste zusammen mit Paschalis Papathanasiou 
auf jeweils sieben Treffer gekommen ist.

Knogls insgeheime Hoffnung ist, dass vielleicht in der neuen Saison bei Michael Lechner (27) oder Tobias Auer (23), beides Altdorfer Eigengewächse, der Knoten platzt.

Nur ein echter Neuzugang beim FCA

In Sachen Neuzugänge hat sich beim FCA nämlich nicht viel getan. Außer Halil Bilgin, der nach einem einjährigen Intermezzo beim A-Klassisten TSV Röthenbach zurückkehrt, rücken sieben Nachwuchsspieler in den Kader der ersten und zweiten Mannschaft nach. Diese werden sich allerdings erst einmal an die raue Luft in der neuen Umgebung gewöhnen und sich durchbeißen müssen.

Soll es mehr werden als Rang vier der vergangenen Saison, wo der FCA zwar Siege gegen die beiden späteren Aufsteiger TSV Feucht und DJK Berg gefeiert und mit einem 2:1-Sieg am vorletzten Spieltag die 
Aufstiegshoffnungen des SV Unterferrieden beendet hat, gilt es, im neuen Spieljahr eine konstantere Leistung hinbekommen.

Das Manko von Spielertrainer Knogl und seiner Elf war nämlich, 
gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälfte zu viele Punkte liegengelassen zu haben. Am Ende waren es schließlich elf Punkte Rückstand auf die beiden Aufsteiger.

In der Favoritenrolle befindet sich der FCA auch in der neuen Spielzeit nicht. Mit dieser müssen wohl oder übel die beiden Absteiger TSV Winkelhaid und 1.FC Deining zurechtkommen. FCA-Trainer Knogl traut darüber hinaus den beiden etablierten SV Unterferrieden und SV Höhenberg erneut eine herausragende Rolle zu.

Der Saisonstart ist für den FCA eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Dies vor allem auch, weil es in den ersten vier Spielen gleich dreimal gegen Aufsteiger geht, die zu Beginn der Saison erfahrungsgemäß noch von der Euphorie leben. Das Auftaktspiel beim SV Stauf ist deshalb eine nicht zu unterschätzende Aufgabe – mit möglicherweise richtungsweisendem Charakter.

Highlights gegen Winkelhaid

Zur Heimpremiere am 18. August gastiert der SV Höhenberg, gegen den der FCA in der vergangenen Saison nach einem Traumstart mit drei Siegen die erste Pleite quittierte, in der Weidentalstraße. Danach warten auswärts mit dem FC Trautmannshofen und der Reserve des ASV Neumarkt II, mit dem man das Heimrecht getauscht hat, zwei weitere Aufsteiger.

Danach (8. September) wartet der SV Postbauer auf die Jungs von Philipp Knogl, ehe am 15. September das Derby gegen den SV Unterferrieden ansteht. Der Höhepunkt der Saison sind sicherlich die beiden Nachbarduelle mit dem TSV Winkelhaid, gegen den es am 11. Spieltag (20. Oktober) nach vielen Jahren wieder einmal um Punkte geht.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz