Fußball Kreisliga 2:

Favoritenschreck Schnaittach zurück im Rennen

Diepersdorfs Spielertrainer Patrick Schwesinger wird hier von Florian Wickles (re.) vom SC Kühlenfels ausgebremst. Patrick Schwesinger (13, Trainer Spielertrainer SpVgg Diepersdorf) Florian Wickles (11, SC Kühlenfels , rechts ) | Foto: W. Zink2020/10/Diepersdorf_kuehlenfels_wozi-381-scaled.jpg

ERLANGEN-PEGNITZGRUND. Die SpVgg Diepersdorf bezwingt den SC Kühlenfels im Spitzenspiel mit 3:0. Die Reservemannschaft des SK Lauf kam beim Tabellenvorletzten TSV Rückersdorf nicht über ein 1:1 hinaus und verpasste es somit, an Kühlenfels vorbeizuziehen. Für die Überraschung des Spieltages sorgte der FC Schnaittach. Bereits am Freitag bezwang der Tabellenletzte den TSV Brand mit 5:2.

SpVgg Diepersdorf – SC Kühlenfels 3:0 (0:0) – Tabellenführer Diepersdorf gewinnt das Spitzenspiel gegen den SC Kühlenfels mit 3:0 und erzielt drei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg. Gleich zu Beginn zeigten beide Mannschaften, dass sie zurecht dort oben in der Tabelle stehen und boten ein attraktives Kreisligaspiel auf Augenhöhe mit einem leichten Chanchenplus für die Hausherren. Noch ohne Tore ging es nach 45 gespielten Minuten in die Kabine.
Im zweiten Durchgang übernahm der Primus das Spielgeschehen und konnte zehn Minuten nach Wiederanpfiff in Führung gehen. Nach Foul an Vierweg verwandelte Reiner den fälligen Elfmeter souverän. Nur wenige Minuten später gelang es Diepersdorf die Führung auszubauen. Nach Pass von Prieß in die Tiefe, lief Eichenmmüller alleine aufs Tor zu und tunnelte anschließend den Gästetorhüter. In der 69. Minute sorgte Schwesinger für die Vorentscheidung. Kühlenfels gab sich auch nach dem 0:3 aus ihrer Sicht nicht auf, schaffte es aber nicht nochmal heranzukommen. Somit endete die Partie mit einem 3:0 Sieg für den Gastgeber. Tore: 1:0 (55./FE) Reiner, 2:0 (58.) Eichenmüller, 3:0 (69.) Schwesinger. Schiedsrichter: Marco Oehling. Zuschauer: k.A.

  1. FC Schnaittach – TSV Brand 5:2 (4:2) — Der 1. FC Schnaittach – von vielen schon abgeschrieben und zum sicheren Absteiger erklärt – ist durch den überraschend deutlichen 5:2-Heimsieg vom Freitagabend gegen Favorit Brand wieder zurück im Rennen um den Kalssenerhalt. Zum Relegationsplatz fehlten der Wedel-Elf vorübergehend nur noch vier Punkte.
    Dabei gab – wie erwartet – zunächst der Gast aus Brand von Beginn an den Ton an und ging auch schnell in Führung. Doch unbeeindruckt davon übernahm Schnaittach von da an die Kontrolle im Spiel und kam durch einen Strafstoß, verwandelt von Dressendörfer, zum Ausgleich. Nun kippte das Spiel endgültig zu Gunsten der Heimelf, die auf 3:1 davonzog. Es folgte eine kurze Schwächeperiode, die der favorisierte Gast zum Anschluss nutzte. Trainer Wedel brachte seine Jungs aber wieder in die Spur und noch vor der Pause fiel das vorentscheidende 4:2.
    Nach dem Seitenwechsel wollten die Kicker von der Sandplatte ein Comeback der Roth-Elf um jeden Preis vermeiden und machten großen Druck, das 5:2 war dann endgültig der Genickbruch für die „Weiher Buben“. In der Folge sah Brands Kratzer auch noch die Ampelkarte und das Schlusslicht hatte weitere Chancen, um das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, ließ diese aber liegen.
    Tore: 0:1 (21.) Dominik Schroft, 1:1 (30./Elfmeter) Fabian Dressendörfer, 2:1 (35.) Abaz Memedi, 3:1 (42.) Fabian Wedel, 3:2 (45. +5) Andreas Kratzer, 4:2 (45. +8) Albert Hadergjonaj, 5:2 (65.) Abaz Memedi. Gelb/Rote Karte: 67. Kratzer (Brand). Schiedsrichter: k. A. Zuschauer: 180.

TSV Rückersdorf – SK Lauf II 1:1 (1:1) – Die favorisierten Gäste starteten gut in die Partie. Bereits nach fünf Minuten landete der Ball das erste Mal hinter der Torlinie der Platzherren. Schiedsrichter Wild sah jedoch eine Abseitsstellung und pfiff den Treffer von Gül zurück. Nur wenige Minuten später erzielte Lauf den nächsten Treffer und diesmal zählte er. Die Gäste tankten sich über außen gut durch und Rothhaar verwandelte im Zentrum souverän. Eine Verletzung in der Hintermannschaft der Gäste zwang Spielertrainer Gül zum Umstellen. Kurz darauf fiel aus dem Nichts der Ausgleich für Rückersdorf. Chomek verwandelte einen Freistoß aus gut 20 Metern direkt und unhaltbar. Danach kippte die Partie und Rückersdorf wurde stärker. Vor allem kämpferisch versuchte der Tabellenvorletzte dagegenzuhalten. Nach 45. Minuten stand es weiterhin 1:1.
Lauf hatte sich für den zweiten Durchgang viel vorgenommen, musste aber kurz nach Wiederanpfiff eine Rückschlag hinnehmen. Gül sah nach seinem zweiten Foulspiel des Tages die zweite gelbe Karte und musste vom Platz. In Überzahl versuchte Rückersdorf, erneut mit viel Kampfgeist, Druck auf die Gäste auszuüben. Drei bis vier Torchancen blieben ohne Torerfolg und auch vom Elfmeterpunkt kurz vor Ende der Partie scheiterten die Platzherren. Alles in allem konnten die Gäste aufgrund der langen Spielzeit in Unterzahl zufrieden sein. Trainer Gül haderte jedoch mit der Leistung des Schiedsrichters an diesem Tag. So betonte er, dass er nicht dem Schiedsrichter die Schuld geben möchte, dieser aber die Pflicht hat, die Spieler am Platz zu schützen und er somit das teils harte Eingreifen des Gastgebers hätte unterbinden müssen.
Tore: 0:1 (13.) Rothhaar, 1:1 (26.)Chomek. Schiedsrichter: Felix Wild. Zuschauer: 95.

TSV Neunhof – TSC Pottenstein 3:2 (1:2) – TSV Neunhof siegt in letzter Minute. Der Gastgeber war im gesamten Spiel die tonangebende Mannschaft, musste dennoch zwei Mal einem Rückstand hinterherrennen. Die Gäste erwischten einen guten Start und gingen bereits in der zehnten Minute mit ihrer ersten Torchance in Führung. Haas verwandelte einen Diagonalpass volley sehenswert zum 0:1. Im direkten Gegenzug gelang Neunhof der Ausgleich. Barabas setzte sich links gut durch und legte quer auf Kevin Schmitt, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Kurz vor der Halbzeitpause gelang den Gästen der erneute Führungstreffer durch Haas nach einem Foulelfmeter.
Neunhof kam druckvoll aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich. Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe Spörl seine Mannschaft jubeln ließ. Spörl traf ebenfalls vom Elfmeterpunkt. Neunhof hätte früher das Spiel für sich entscheiden können. Zum einen pfiff Schiedsrichter Balk ein Abseitstor zurück und zum anderen parierte Torhüter Mager einen Abschluss von Galster stark. Mit der letzten Aktion des Spiels gelang dem TSV Neunhof dann doch noch der verdiente und zugleich glückliche Siegtreffer. Galster traf nach einer Diagonalflanke von Ballas zum 3:2-Endstand.
Tore: 0:1 (10.) Haas, 1:1 (11.) Schmit, 1:2 (45/FE) Haas, 2:2 (67/FE) Spörl, 3:2 (90+6.) Galster. Schiedsrichter: Lukas Balk. Zuschauer: 150.

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