Landesliga Nord Ost

Fahrplan für die Relegation steht

Voller Einsatz für das große Ziel: Auch in Röslau waren sich die Feuchter mal wieder für keine noch so aussichtslose Aktion – so wie hier Stephan König – zu Schade, um den Dreier mit nach Hause zu nehmen. | Foto: Michael Ott2019/05/fcvorwaertsroeslau_scfeucht.jpg

FEUCHT – Wie in der Bundesliga kommt es nun auch fünf Etagen tiefer zum großen Showdown im Titelrennen. Da alle drei Spitzenteams am vergangenen Wochenende ihre Partien gewonnen haben, wurde die Meister-Entscheidung erneut vertagt.

Die Konstellation bleibt unverändert. An der Spitze thront nach dem 5:0 gegen Selbitz weiter der FC Eintracht Bamberg (78 Punkte), nur einen Zähler dahinter rangiert der SC Feucht, der seine Auswärtsaufgabe beim FC Vorwärts Röslau mit 2:0 ebenfalls souverän erledigt hat. Gleichzeitig hat sich aber auch der TSV Neudrossenfeld mit einem 3:1-Heimsieg über den TSV Buch weiterhin die Chance erhalten, die Feuchter am letzten Spieltag doch noch vom Relegationsplatz zu verdrängen. Alles beim Alten also an der Spitze der Landesliga Nord Ost.

Nur noch eine Runde

Sollte es am Ende für Feucht doch nur für Platz zwei reichen und der SC damit den direkten Aufstieg verpassen, gibt es dennoch gute Nachrichten. Denn ein Marathon nach Saisonende wie beispielsweise 2017 als die Zeidler im Nachsitzen über vier Partien gehen mussten, um am Ende dann doch aus der Bayernliga abzusteigen, bliebe Trainer Schlicker und seinen Jungs heuer erspart. Die Relegation der beiden Bayernligen ist für dieses Jahr vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) modifiziert worden.

Erstmals seit der Ligen-Reform im Jahr 2012 wird nur eine Relegationsrunde mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die Regelung zwischen den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 sieht folgendermaßen aus: An der Relegation zu den beiden Bayernligen nehmen insgesamt zwölf Mannschaften teil. Das sind zum einen die fünf Vizemeister der fünf Landesligen. Hinzukommen sieben Bayernligisten. Die Bayernliga Nord, die mit 18 Klubs spielt, schickt die Teams auf den Plätzen 14, 15, 16 und 17 in die Entscheidungsspiele. Die Bayernliga Süd spielt ja nur mit 17 Teams. Da müssen die Klubs auf den Plätzen 14, 15 und 16 die Relegation bestreiten. Nur die jeweils letzten Mannschaften der beiden Bayernligen steigen direkt ab.

Regionale Gesichtspunkte

Andreas Mayländer, der Spielleiter der Bayernliga Süd, sagt dazu: „Wenn die reguläre Saison beendet ist, sehen wir, wer an der Relegation teilnehmen wird. Die zwölf Mannschaften, sieben Bayernligisten und fünf Landesligisten, werden dann nach regionalen Gesichtspunkten in sechs Paarungen eingeteilt.

In Hin- und Rückspiel nach Europapokal-Modus werden dann also sechs Sieger ermittelt, die dann alle ab der Saison 2019/20 in den Bayernligen spielen werden.” Das bedeutet, dass die beiden Teams der beiden Bayernliga-Gruppen auf den Plätzen 14 in die Relegation müssen. Bisher musste nur der schlechtere Vierzehnte der beiden Gruppen relegieren.

Wäre die Saison jetzt zu Ende, würden folgende zwölf Teams in die Relegation müssen: ASV Vach (14. Bayernliga Nord), 1. FC Sand (15. BL Nord), FSV Erlangen-Bruck (16. BL Nord), SpVgg Jahn Forchheim (17. BL Nord), 1. FC Sonthofen (14. BL Süd), SpVgg Hankofen-Hailing (15. BL Süd), FC Unterföhring (16. BL Süd), FC Viktoria Kahl (2. Landesliga Nordwest), 1. SC Feucht (2. LL Nord Ost), ASV Cham (2. LL Mitte), FC Deisenhofen (2. LL Südost) und Türkspor Augsburg (2. LLSüdwest).

Die Termine für die Relegation stehen auch schon. Das Hinspiel findet am Mittwoch, 22. Mai, statt. Die Rückspiele werden am Samstag, 25. Mai, ausgetragen.

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