Die Durststrecke ist beendet

Es geht doch

Die pure Erleichterung: Die TSV-Mädels bejubeln den überraschenden Punktgewinn gegen Bergtheim. | Foto: Daniel Frasch2020/01/Winkelhaid-TSV-Freude-scaled.jpg

Winkelhaid – Nach sechs Pleiten in Folge holen die Handballdamen des TSV Winkelhaid gegen Bergtheim dank einer Energieleistung einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

Mit einem wichtigen Punktgewinn starten die Winkelhaider Handballdamen in die Rückrunde der Bayernligasaison. Nach sechs Niederlagen in Folge trotzte die Mannschaft von Sebastian Wilfling den favorisierten Gästen aus Bergtheim einen Punkt ab und meldete sich mit dem 30:30 (16:16) im Kampf um den Klassenerhalt zurück.

Wie bereits im Hinspiel, starteten die Winkelhaiderinnen mit einer offensiven Abwehr. Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen stand die Defensive sicher und kompakt, gleichzeitig zeigte der TSV im Angriff schöne Kombinationen und verwertete die Chancen konsequent. Auffallend war das verbesserte Rückzugsverhalten, mit dem die Gastgeber drei Bergtheimer Gegenstoßpässe abwehrten. Durch Tore von Anna Seidel und der in der ersten Hälfte auffälligsten Winkelhaiderin, Verena Götz, setzte sich der TSV vorrübergehend mit 6:4 ab. Der Vorsprung hielt allerdings nicht lange, nach einer Zeitstrafe startete Bergtheim wiederum einen 3:0-Lauf und ging seinerseits mit 7:6 in Führung. Bis zur Halbzeit (16:16) entwickelte sich ein ausgeglichenes und enges Spiel, in dem es keiner Mannschaft gelang, sich entscheidend abzusetzen.

Furioser Beginn in Durchgang zwei

Zur Pause war Trainer Sebastian Wilfling mit der Leistung seiner Mädels zufrieden, dennoch forderte er mehr Aggressivität in der Abwehr sowie Konsequenz in den Auslösehandlungen in der Offensive. Mit Erfolg: Die Winkelhaiderinnen kamen hellwach aus der Kabine und starteten mit einem furiosen 4:0-Lauf in den zweiten Durchgang. Die freien Räume, die durch die Manndeckung gegen Winkelhaids Spielmacherin Verena Götz entstanden waren, nutzten die Gatsgeber anfangs clever und konsequent aus. Im Anschluss verpassten es die TSV-Damen allerdings, die Führung auszubauen. Technische Fehler und mangelnde Chancenverwertung (unter anderem ein Siebenmeter) brachten die Gäste aus Bergtheim zurück ins Spiel, nach absolvierten 40 Minuten stand es erneut Unentschieden (21:21).

Die Schlussviertelstunde war an Spannung nicht zu überbieten, es entwickelte sich ein rasantes und in der Folge auch zunehmend hartes Spiel. Anders als in den vergangenen Partien knickten die Gastgeber diesmal aber nicht ein. Sie hielten die Fehlerquote im Spielaufbau gering und führten bis zur 53. Minute mit zwei Toren. Besonderen Anteil daran hatten Susanne Spychala, die das Spiel von der Mitte-Position aus lenkte, sowie Christina Räbel, die am Sieben-Meter-Punkt keine Nerven zeigte und ihre Versuche sicher im Netz versenkte.

Spannung bis zur letzten Sekunde

Der Tabellenvierte aus Bergtheim kämpfte jedoch tapfer weiter, verkürzte den Rückstand und ging zwei Minuten vor Schluss sogar in Führung. Dass die Partie nicht vollends zu Gunsten der Gäste kippte, lag an Susanna Spychala. Mit zwei herrlichen Treffern in der Schlussphase stellte Winkelhaids Nummer 22 den verdienten Ausgleich her. Dramatik pur dann 20 Sekunden vor Ende der Partie: Bei Ballbesitz für Bergtheim warfen die Winkelhaiderinnen alles hinein und vernagelten das Tor mit einer vorbildlichen kämpferischen Leistung. Auch einen direkten Freiwurf nach Ablauf der 60 Minuten wehrten sie Gastgeber mit vereinten Kräften ab und feierten so den ersten Punktgewinn seit Anfang November. Durch die gleichzeitige Niederlage von Haunstetten II hat Winkelhaid den letzten Tabellenplatz verlassen.

Am kommenden Wochenende können Verena Götz und Co. den überraschenden Punktgewinn vergolden. Dann steht für den TSV das Auswärtsspiel bei der HSG Fichtelgebirge an. Mit einem Sieg beim Tabellennachbarn könnten sich die Winkelhaider auf Rang elf schieben. db

Für den TSV spielten: Bauer, Seger (beide im Tor), Räbel (3/3), Seidel (5), Götz, V. (8/1), Meyer, Götz, K. (2), Heinrich (6), Weiler, Spychala (4), Bachmeier, Wanzek (2).

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