TV Altdorf empfängt den Tabellenletzten

Erstmals unter Zugzwang

Gegen den TV Waldgirmes wollen die Altdorfer Volleyballerinnen gewinnen und den zweiten Saisonsieg feiern. Auf die Unterstützung der Zuschauer müssen sie am Sonntag jedoch erneut verzichten. | Foto: Daniel Frasch2020/11/Altdorf-Mannschaft-Jubel-nach-Spiel-scaled.jpg

ALTDORF – Im Tabellenkeller der 2. Bundesliga empfangen die Altdorfer Volleyballerinnen das Schlusslicht TV Waldgirmes. Nach den enttäuschenden Leistungen am vergangenen Wochenende muss das Team eine Reaktion zeigen.

Dass die erste Zweitligaspielzeit in der Vereinsgeschichte des TV Altdorf Volleyball keine einfache werden würde, war allen Beteiligten von Beginn an klar. Doch chancenlos waren die Löwinnen bislang nicht – ganz im Gegenteil: Die ersten sechs Partien der noch jungen Saison haben gezeigt, dass die Mannschaft von Trainer Milan Dörnhöfer auf diesem Niveau mitspielen und gegen jeden Gegner punkten kann. Wille, Kampfgeist, Konzentration und ein Ausschöpfen der maximalen Leistungen vorausgesetzt. Nur dann können Altdorfs Volleyball-Asse ihrem Gegner Paroli bieten und Punkte einfahren, wie beim bislang einzigen Saisonsieg gegen die TG Bad Soden (3:1) vor sieben Wochen geschehen.

Gelingt es der Mannschaft um Spielführerin Katharina Schön hingegen nicht, von Beginn an psychisch und physisch voll auf der Höhe zu sein, setzt es in Deutschlands zweithöchster Spielklasse schnell derbe Klatschen – wie bei der 0:3-Niederlage gegen den VV Grimma vergangenen Samstag. Als „bodenlos“ bezeichnete Dörnhöfer die Leistung seiner Schützlinge und sah dabei die gesamte Mannschaft als einzigen „Totalausfall.“ Mehr als ein Indiz für die schwache Vorstellung seiner Truppe, die einen Tag später in Dresden (2:3) zwar nicht mehr ganz so schlecht, jedoch immer noch weit weg von zufriedenstellend agierte.

Rückschläge gehören dazu

Doch Rückschläge gehören in einer Saison nun mal dazu – allen voran für das junge und zum Teil noch unerfahrene Altdorfer Team, das sich nun in der 2. Bundesliga beweisen darf. Ob die talentierte Mannschaft aus ihren Fehlern des vergangenen Wochenendes gelernt und die heftige Kritik des Trainers gefruchtet hat, wird die Partie kommenden Sonntag (16 Uhr) zeigen. Dann nämlich trifft der Tabellenvorletzte Altdorf auf den Tabellenletzten TV Waldgirmes. Dörnhöfer will eine deutliche Reaktion sehen und fordert nichts weniger als einen Sieg: „Dieses Spiel müssen wir unbedingt gewinnen.

Ähnlich formuliert es Altdorfs Außenangreiferin Juliane Kind, die in fünf der bislang sechs Partien von den gegnerischen Trainern jeweils zur wertvollsten Spielerin Altdorfs gewählt wurde: „Jetzt müssen wir im Training konzentriert arbeiten, um am Wochenende unbedingt eine Schippe drauflegen zu können und dann endlich wieder siegen zu können.

Gegner Waldgirmes ist beheimatet in Mittelhessen und liegt zwischen Gießen und Wetzlar. In der vergangenen Spielzeit galt das Team als stark abstiegsgefährdet und belegte am Schluss den vorletzten Tabellenplatz, gerettet allein durch den Corona-bedingten vorzeitigen Abbruch der Saison. Trotz einiger Spielerabgänge peilte der TV 05 Waldgirmes vor der Saison den Ligaerhalt als Saisonziel an. Warum, wird beim Blick auf die Tabelle deutlich: In sieben Spielen haben die Hessener bisher erst zwei Punkte geholt, das Satzverhältnis beträgt 4:21.

Zurück zu alter Heimstärke

Etwas besser stehen die Altdorferinnen mit vier Punkten aus sechs Spielen da. Vier dieser sechs Partien hat der TVA jedoch auswärts bestritten, nachdem das Heimspiel gegen Dingolfing Corona-bedingt verschoben wurde. Auch wenn am Sonntag erneut keine Zuschauer zugelassen sind und die Mannschaft somit auf lautstarke Unterstützung verzichten muss, wollen die Löwinnen zu alter Heimstärke zurückfinden.

Doch dazu muss die Mannschaft unbedingt konzentrierter zu Werke gehen, als sie das am vergangenen Wochenende tat. Trainer Milan Dörnhöfer, der Mann der harten Worte, wird unter der Woche besonders im mentalen Bereich gearbeitet haben. Denn über das spielerische Rüstzeug, um in Liga zwei bestehen zu können, verfügen seine Spielerinnen, das hat die bisherige Spielzeit bereits gezeigt.

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