Erst Spanferkel, dann die Kette

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HERSBRUCK — Wie gut, dass Benjamin Deuerlein sich mit Spanferkel gestärkt hatte, denn die Kette mit vielen klimpernden Plaketten hing schwer um seinen Hals: Sie weist ihn als neuen König der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft Hersbruck aus. Komplettiert wird die neue Regentschaft von Jugendkönig und Ritter Maxi Hauptkorn sowie Sportpistolen-König Frank Tschaban.

Die alten Könige standen schon bereit, ihre Zeichen der Würde an ihre Nachfolger abzugeben. Wer diese sein würden, „das ham ja viele eh schon geahnt“, sagte Schützenmeister Stefan Kelenz bei der Proklamation. Als erstes wurde der neue König im Luftgewehr – Benjamin Dümler – mit der Kette geehrt. Sein 171,0-Teiler entlockte den Schützenbrüdern und -schwestern ein anerkennendes „boah“. Vertreten wird er von Vize-Regentin Angelika Rösel, die für ihren 193,5-Teiler einen Ring Stadtwurst erhielt.

Das zweite Ehrenabzeichen der Feuerschützen „erschoss“ sich Frank Tschaban, Herrscher über die Sportpistole (2072,0-Teiler). „Reikomma wie a Raketen“ in den Wettbewerb war Robert Niebler, plauderte Kelenz aus. Kurz vor Schluss war er an den Schießstand gekommen und hatte sich gleich den Vize-Titel gesichert (2186,0-T.).

Ein alter Bekannter bei den Königszeremonien ist Maxi Hauptkorn – trotz seiner jungen Jahre. Zum letzten Mal durfte sich der Seriensieger über die Königswürde bei der Jugend freuen (20,6-Teiler), denn er wird bald 18. Aus diesem Feld ragte jedoch seine Vize-Königin heraus: Als Jüngste hätte Lara Kelenz noch das Luftgewehr auflegen dürfen. Weil sie aber die einzige gewesen wäre, wollte sie das nicht und kam freihändig auf einen 750,8-Teiler. Hauptkorn wurde noch ein zweiter Titel zuteil: Für seinen 198,8-Teiler mit dem Kleinkaliber-Gewehr wurde er stilecht zum Ritter geschlagen.

Neben den Ketten für die neuen Regenten wurden auch die Festscheiben anlässlich des Kirchweihschießens vergeben. Für Werner Till ging da ein Kindheitstraum in Erfüllung: Er hatte sich 1963 schon die Nase an der Scheibe platt gedrückt. Knapp 50 Jahre später bekam er sie nun im Luftgewehr (77,3-Teiler).

Robert Niebler war neben Maxi Hauptkorn der zweite doppelt Geehrte. Er gewann mit der Sportpistole (1843,0-T.) ebenfalls eine Festscheibe. Mit dem Kleinkalibergewehr war Peter Gnad aus der ersten Mannschaft am treffsichersten.

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