Buntes Rahmenprogramm im Feuchter Waldstadion

Erst Partie, dann Party

Auch wenn SC-Trainer Florian Schlicker (rechts) im Vorbereitungsspiel beim TSV Buch (1:1) vergangene Woche bereitstand, kam es trotz des kleinen Kaders nicht zu einem Einsatz. | Foto: Zink2021/07/SC-Feucht-beim-TSV-Buch-scaled.jpg

FEUCHT – Im Anschluss an das Testspiel gegen die SG Quelle Fürth steigt beim SC Feucht am Nachmittag die langersehnte Meisterfeier. Die Musik kommt von den Boogie Tones, der Hüftschwung von Trainer Florian Schlicker.

Normal lief in der abgelaufenen Amateurfußballsaison wenig. Trainingseinheiten fanden teilweise in Kleinstgruppen statt. Umkleidekabinen und Duschen blieben für Spieler und Schiedsrichter gesperrt, dazu ein hoher bürokratischer Aufwand für die Vereine durch haufenweise Zettel zur Kontaktnachverfolgung. So lange, wie sich die Spielzeit von ihrem Beginn Mitte Juli 2019 bis zum endgültigen Abbruch Mitte Mai 2021 erstreckte, so lange musste sich der Meister der Landesliga Nordost auch mit der obligatorischen Meisterfeier gedulden.

Heute hat das Warten jedoch ein Ende: Neun Monate nach dem letzten Ligaspiel des SC Feucht gegen den TSV Buch (2:0-Sieg am 21. Oktober 2020) dürfen die Zeidler endlich ihre Rückkehr in die Bayernliga Nord gebührend zelebrieren. „So ein Aufstieg ist etwas Geiles, das passiert nicht so oft im Leben“, hatte Meistertrainer Florian Schlicker betont, nachdem bekannt wurde, dass seine Mannschaft durch Anwendung der Quotientenregel (2,5) den Bayernliga-Aufstieg in der Tasche hat.

„Der Kreis schließt sich“

Umso größer ist auch beim 40-Jährigen die Vorfreude auf den heutigen Nachmittag: „Endlich schließt sich der Kreis. Die Jungs haben es einfach verdient, für die vergangene Saison – und auch auch für die davor – geehrt zu werden.“ Doch bevor es sich die Spieler auf dem Gelände des Waldstadions gemütlich machen dürfen, sind sie gegen den Landesligisten SG Quelle Fürth gefordert (14 Uhr). Im siebten Testspiel der Vorbereitung will Schlicker den vierten Sieg einfahren – wenngleich dieses Unterfangen aufgrund der aktuell angespannten Personalsituation kein leichtes wird. „Momentan sind wir schon ein bisschen gebeutelt. Urlauber, Impflinge, dazu einige Verletzte: In Weißenburg und Buch hatten wir nur noch ein, zwei Auswechselspieler zur Verfügung“, blickt Schlicker zurück.

So verwunderte es auch nicht, dass sich Schlicker persönlich auf den Spielberichtsbogen schreiben ließ. Zum Einsatz kam er dennoch nicht. „Das würde wahrscheinlich auch eher schlecht als recht funktionieren“, scherzt er.

Was seine dezimierte Mannschaft gegen das Team seines früheren Co-Trainers und Freundes Serdar Gündogan im Stande sein wird zu zeigen, ist schwer zu sagen. „Auch wenn wir momentan viele Ausfälle haben, so haben wir dennoch hart trainiert“, sagt Schlicker im Hinblick auf den Saisonstart am 23. Juli zuhause gegen DJK Don Bosco Bamberg. Die Vorbereitung geht spätestens jetzt in die heiße Phase, zwei Wochen bleiben Schlicker und seiner Mannschaft noch, um sich bestmöglich auf den Bayernligastart vorzubereiten.

Sonntag ist Ruhetag

Ein Lichtblick für das Team: Den morgigen Sonntag hat Schlicker zum freien Tag erklärt. „Ich werde am Samstag sicherlich kein Verfechter von Wasser und Apfelschorle sein. Die Jungs haben am Sonntag frei, da können sie dann ihre Wunden vom Vorabend lecken“, freut sich Feuchts Coach auf eine ausgelassene und stimmungsvolle Aufstiegsfeier. Musikalisch begleitet wird die von der Nürnberger Rockabilly-Band Boogie Tones. Ob Florian Schlickers Knochen auch nach über drei Jahrzehnten Fußball noch für ein kleines Tänzchen bereit sind? „Wenn bei mir noch etwas beweglich ist, dann ist es die Hüfte. Mal schauen, vielleicht schwingt meine Frau mit mir ja das Tanzbein“, lacht er.
Es verspricht, ein geselliger Samstag zu werden.

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