Zwei Altdorferinnen bei der EM

„Eine überragende Kickboxerin“

Pickel Leitenbacher
Zwei Altdorferinnen für Deutschland: Die beiden talentierten Kickboxerinnen des TVA gehören zu den großen Medaillenhoffnungen des Bundestrainers. | Foto: TVA2019/08/leitenbacher_pickel.jpg

ALTDORF –  „Üdvözöljük a györben“ – willkommen in Györ heißt es an diesem Wochenende für die Altdorfer Kickbox-Hoffnungen Angelique Pickel und Nina Leitenbacher. Die beiden TVA-Athletinnen wurden vom Bundestrainer in das Aufgebot für die U19-Europameisterschaft in Ungarn berufen. 

Frau Pickel, Frau Leitenbacher, zusammen haben sie bereits sieben deutsche Meistertitel für den TV Altdorf geholt. Auf nationaler Ebene sind sie quasi konkurrenzlos. Freuen Sie sich deshalb umso mehr auf die neue Herausforderung bei der U19-Europameisterschaft?

Angelique: Also erst einmal ist es natürlich so, dass jeder Kampf, jedes Turnier eine riesige Herausforderung ist. Jeder Gegner, jeder Kampf ist anders. Aber klar, für uns ist diese Nominierung zur EM natürlich das erklärte Ziel zum Beginn der Saison gewesen und wir sind überglücklich, das geschafft zu haben. Dass wir dieses Jahr beide dabei sein dürfen, macht das ganze noch besonderer.

Nina: Natürlich ist die sportliche Herausforderung eine ganz besondere, aber danach strebt man ja als Sportler, ich freue mich riesig darauf. Die Vielfalt unterschiedlichster Gegnertypen aus ganz Europa, auf die es sich einzustellen gilt, macht den besonderen Reiz aus.

Frau Pickel, für ihre Vereinskameradin Nina ist es die erste Berufung in den Nationalkader, sie waren dagegen schon zweimal im Aufgebot. Konnten Sie ihr im Vorfeld der EM ein paar Tipps geben?

Angelique: Nina ist eine überragende Kickboxerin, die es sich über die letzten Jahre sehr verdient

hat, dieses Mal in Ungarn dabei zu sein. Wir sprechen natürlich häufig über die EM und ich berichte viel von der Atmosphäre und dem ganzen Drumherum. In Ungarn werden wir ja in einer ganz eigens dafür gebauten Kickboxarena kämpfen. Sie soll das aufsaugen und in Energie und Kraft umsetzen.

Wer begleitet Sie nach Ungarn?

Nina: Wir reisen gemeinsam mit unseren Teamkollegen von der U19-Nationalmannschaft und unserem Trainer- und Betreuerstab unter der Leitung von Chefbundestrainer Brahim Triqui nach Ungarn. Aber natürlich wird meine Familie wie immer eng an meiner Seite sein und nach Ungarn nachkommen.

Angelique: Mein Vater wird auch nach Ungarn kommen, um uns vor Ort mental zu unterstützen.

Ist dort eine Medaille möglich?

Angelique: Im Teilnehmerfeld der einzelnen Gewichtsklassen sind die jeweils Besten der einzelnen europäischen Nationen vertreten. Die Konkurrenz ist riesig. Aber die Vorbereitung lief dieses Jahr reibungslos und wir werden natürlich alles in die Waagschale legen, um das bestmögliche Ergebnis mit nach Hause zu bringen.

Nina: Wir werden natürlich alles in unserer Macht stehende tun, um etwas Zählbares mit nach Altdorf zu bringen. Ich fühle mich bereit und fahre natürlich keineswegs nach Ungarn, um nur Erfahrung zu sammeln, wie man so schön sagt.

Und was sagt der Trainer?

Philipp Bitzenbauer: Ich habe das große Glück, das ich mit einem tollen Team zusammenarbeiten darf, das durchweg aus ausgewiesenen Expertinnen und Experten besteht. Wir haben im vergangenen Jahr an allen Stellschrauben gedreht, die wir über den Winter herausgearbeitet haben. Beide trainieren mittlerweile einmal die Woche beim Bundestrainer für olympisches Vollkontakt-Teakwondo in Nürnberg mit, damit wollten wir insbesondere die Kicktechniken und das Gefühl für die größere Distanz verbessern. Wir streben selbstverständlich nach dem Maximum. Aber beeinflussen können wir nur unser Auftreten, wie wir die Kämpfe angehen und weniger unsere Kontrahenten oder die Kampfrichter. Am Ende wollen wir sehen, wofür es reicht, wenn Angelique und Nina alles reinlegen.

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