Animateur an der Hersbrucker Grundschule

Eine total verrückte Sportstunde

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„Der Junge, der am besten mitmacht, darf am Schluss zehn Minuten lang mit meiner Barbie-Puppe spielen.“ Trotz dieser abschreckenden Motivation waren auch die „Herren“ unter den rund 90 Erst- und Zweitklässlern aus der Grete-Schickedanz-Grundschule Hersbruck nicht zu bremsen: Mit Feuereifer machten sie allen Ulk in Wolfis total verrückter Sportstunde mit. Spielerisch scheuchte Wolfgang „Wolfi“ Richter seine Schützlinge zu fetziger Musik erst einmal zum Aufwärmen durch die Dreifach-Turnhalle. Das Laufen lockerte der Animateur auf, mal durch Break-Dance-Bewegungen, mal durch Sprünge, mal durch Klatschen. Der redegewandte Animateur sorgte aber auch dank seiner Witze für Topstimmung. Die Mini-Gymnastik verpackte er in eher unnatürliche Haltungen und verriet nebenbei, wie die Kinder es schaffen können, dass sie abends länger aufbleiben dürfen. „Wolfi“ klaute auch fleißig bei anderen Sportarten wie Karate, entdeckte alte Trends wie Hula-Hoop neu (oben rechts) und veranstaltete ein Tauziehen (links). Sportbeauftragte Christina Preller von der Hersbrucker Grundschule hatte das Konzept in der Lehrerkonferenz vorgestellt. Die Eltern der Kinder sorgten für die Finanzierung. Die Lehrerinnen durften viele neue Impulse für den eigenen Unterricht mitnehmen, egal ob bei Gruppenerlebnissen oder Einzelsportarten. Groß war das Hallo, als sie ihre Schüler mit Schaumstoff-Frisbees abwerfen durften. „Wer nicht getroffen wird, hat am Samstag schulfrei“, spornte Wolfgang Richter die Kleinen an. Beim Tauziehen Schüler gegen Lehrer erhielten die Älteren so viele Handicaps, dass sie gar nicht anders als verlieren konnten. Zum Abschluss verwandelte „Wolfi“ die Turnhalle in eine Disco und tanzte mit den 90 Kindern den Gangnam Style. Foto: J. Ruppert

N-Land Leo Hühnlein
Leo Hühnlein