Herbe 26:40-Niederlage gegen den Spitzenreiter

Eine Klasse Unterschied

Ein Bild mit Seltenheitswert: TSV-Rückraumspielerin Anna Seidel setzt sich gegen den Block von Würm-Mitte durch. | Foto: Daniel Frasch2019/11/TSV-Winkelhaid-Wuerm-Mitte.jpg

WINKELHAID. Gegen den Bayernliga-Spitzenreiter HSG Würm-Mitte bleiben die Damen des TSV Winkelhaid chancenlos.

Am Samstag hat mit der HSG Würm-Mitte ein Aufstiegsfavorit in der Dr.-Dietmar-Trautmann-Halle in Winkelhaid gastiert. Die Gäste demonstrierten von Beginn an ihre Stärke und gewannen auch in der Höhe verdient mit 40:26. Aus Winkelhaider Sicht hätten die Vorzeichen der Partie kaum schlechter stehen können: Antonia Bachmeier weilte im Urlaub, Anna-Lena Paech musste arbeiten und mit Verena Götz fiel krankheitsbedingt auch noch die TSV-Spielmacherin aus. Susanne Spychala konnte zwar auflaufen, die Rückraumspielerin ging jedoch angeschlagen in das Spiel. Unterm Strich standen aus dem Kader der ersten Mannschaft nur sieben Feldspielerinnen gegen den Tabellenersten zur Verfügung. Aus der zweiten Mannschaft stieß Friederike Wilkening dazu, sie sorgte für wichtige Verschnaufpausen und erzielte obendrein ein Tor.

Die Taktik geht nicht auf

Die Spielerinnen von Trainer Sebastian Wilfling begannen mit einer doppelten Manndeckung und versuchten so, den Spielfluss der Gäste zu unterbinden. Doch der Plan ging nach hinten los. Ein ums andere Mal nutzten die Gäste die entstandenen Lücken in der Winkelhaider Defensive. Die Würmer Damen legten ein sehr hohes Tempo an den Tag und bestraften viele der zahlreichen Abspielfehler der Gatsgeberinnen konsequent. Die Folge war ein ebenso verdienter wie deutlicher 10:23-Pausenrückstand des TSV.

Die Halbzeitpause nutzte Trainer Wilfling mit einem Appell an die Moral der Mannschaft und forderte weiterhin vollen Einsatz, um nicht vollends unterzugehen. Doch der zweite Durchgang begann so, wie die erste Hälfte aufgehört hatte. Binnen kurzer Zeit warfen die Gäste drei Tore in Folge und zogen auf 26:10 davon.

Erst danach stabilisierte sich die Winkelhaider Abwehr, das drohende Debakel konnte zumindest in Grenzen und der 14-Tore-Abstand gehalten werden. Dennoch wurde über die gesamte Spielzeit ein Klassenunterschied deutlich.

Richtungsweisendes Duell

Für die Damen des TSV gilt es, die Niederlage zu analysieren, den Blick nach vorne zu richten und die bevorstehenden Aufgaben konzentriert anzugehen. Mit dem Auswärtsspiel beim MTV Stadeln am kommenden Samstag wartet auf die Mannschaft von Sebastian Wilfling eine richtungsweisende Partie in der Handball-Bayernliga. Wie der TSV Winkelhaid haben die Fürther Damen bislang vier Punkte auf der Habenseite und stellen mit 179 Toren die zweitschwächste Offensive der Liga (Winkelhaid 219).

Für den TSV Winkelhaid spielten: Bauer; Seger (beide im Tor); Räbel (3/3); Seidel (5); Meyer (2); Götz, K. (7/2); Wilkening (1); Weiler (1); Spychala (4); Wanzek (3).

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