Altstadtfestlauf in Hersbruck

Ein „heißes“ Laufvergnügen

Erfrischung dringend nötig: Am Weiherweg durften sich die Altstadtläufer unter einem „Wasservorhang“ abkühlen. Foto: Porta2013/08/5_2_2_2_20130806_LAUF.jpg

HERSBRUCK — Zu einer „Hitzeschlacht“ ist der Altstadtfestlauf des Marathon Teams Pegnitztal geworden. Trotz der frühen Stunde war das Thermometer beim Start zur 25. Austragung schon auf 26 Grad geklettert, dazu machte die Luftfeuchtigkeit den Teilnehmern zu schaffen. Etliche verzichteten deshalb kurzfristig, dennoch versammelten sich wieder rund 200 Laufbegeisterte an der Startlinie in der Mühlstraße.

Trotz der im Vergleich zu den vergangenen Jahren geringeren Resonanz war MTP-Vorsitzender Frank Büttner mit den Starterzahlen gleichwohl „sehr zufrieden“. Um den Läufern bei der drückenden Schwüle wenigstens etwas Erfrischung zu verschaffen, hatten die „Gelbhemden“ in guter Zusammenarbeit mit der Hersbrucker Feuerwehr am Weiherweg einen „Wasservorhang“ aufgestellt, den die Läufer nur zu gerne nutzten. „Das war unbedingt nötig, es war schon brutal heiß“, sagte Büttner.

Das zeigte sich auch an den Zeiten. In Abwesenheit von Seriensieger Oliver Greger (LLC Marathon Regensburg), dem Sieger der Jahre 2010 bis 2012, setzte sich Tobias Plößl von der Skivereinigung Amberg schnell an die Spitze des Feldes und schüttelte auf der letzten der drei Runden um die Hersbrucker Südstadt auch Patrick Weiler von der LAC Quelle Fürth ab. Als er über die Ziellinie vor der Raiffeisenbank lief, zeigte die Uhr 34:22 Minuten an – und damit fast zwei Minuten mehr als beim 2004 von Sascha Burkhardt aufgestellten Streckenrekord.

Gut sechs Minuten später rannte Silke Fersch von der LG Passau als schnellste Frau im Feld ins Ziel – in 40:33 fast vier Minuten vor Lokalmatadorin Monika Bergmann vom DAV Hersbruck, die wie so oft schnellste heimische Starterin war und trotz der für Läufer eher unangenehmen Temperaturen unter ihrer Vorjahreszeit blieb (44:18, 2. W40). Dritte im Bunde war Angela Fruth vom RSC Neukirchen (44:44).

Die Ehre der heimischen Laufvereine – das MTP tritt bei der eigenen Veranstaltung traditionell nicht an – verteidigte wie schon in den beiden letzten Jahren Andreas Maier vom DAV Hersbruck, der dieses Mal 39:07 Minuten für die zehn Kilometer brauchte und Gesamtelfter wurde. Schnellster Hersbrucker war indes der vereinslose Theo Müller Philipps Sohn, der in guten 36:37 als Fünfter ins Ziel kam und die Altersklasse U20 gewann.

Zwei weitere Nachwuchsläufer holten sich ebenfalls den Sieg in ihrer Altersklasse: Der zwölfjährige Frederic Willinsky vom LAV Hersbruck gewann in 47:18 die U14 bei den Jungs, die zwei Jahre jüngere Sina Buchwald von der LG Hersbrucker Alb in 54:41 bei den Mädchen – vor ihrer Vereinskameradin Amelie Scharrer (57:39).

„Senior“ Helmut Hutzler aus Altensittenbach (Jahrgang 1941) gewann in 53:45 Minuten erneut die Wertung der W70. Ansonsten gingen die heimischen Läufer in punkto Klassensieg leer aus, zweien gelang in ihrer jeweiligen Altersklasse aber wenigstens der Sprung aufs Treppchen. Stefan Prögel (ohne Verein, 41:23) – im Vorjahr noch Schnellster der M35 – wurde dieses Mal Dritter, Ralph Stiegler vom Ski-Club Artelshofen (43:29) gelang Gleiches in der M30.

In der Mannschaftswertung wiederholte das Quintett des DAV Röthenbach seinen Vorjahressieg, Zweiter wurde der SCR Schnaittach. Bei den Damen sicherte das Trio Andrea Bachhofer, Ute Petschar und Beate Reinhardt dem DAV Röthenbach einen Sonderpreis.

Bei den Hobbyläufern, die beim 25. Altstadtfestlauf erstmals die um 500 Meter auf 3,3 Kilometer verlängerte Strecke absolvieren mussten, gewannen der vereinslose Daniel Beretta (14:02 Minuten) und Denisa Jansová aus Tschechien (14:08).

Ebenfalls Premiere feierten die Nordic Walker beim „Silberjubiläum“: Nach dem Testlauf im vergangenen Jahr wurden die Ausdauer-Geher heuer eigens gewertet. Als Erste trugen sich dabei Alfred Reitenspieß (TV Altdorf) und Yvonne Pauzr (ohne Verein) in die Siegerlisten ein. Bei den Herren „stöckelte“ Walter Hirschmann als Dritter über die Ziellinie, bei den Frauen kam Johanna Dollack von den „Houastieder Rennschnecken“ als schnellste heimische Starterin auf Rang zwei.

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