Die rote Laterne leuchtet jetzt in Winkelhaid

Durchgereicht

Eine schmerzhafte Niederlage setzte es für Christina Räbel und ihren TSV Winkelhaid. | Foto: Daniel Frasch2020/01/Winkelhaid-TSV-Christina-Raebel-scaled.jpg

Winkelhaid – Nach der Heimpleite gegen Mintraching/Neutraubling sind die Handballerinnen des TSV Winkelhaid Tabellenletzter.

Das hatten sich die Handballerinnen des TSV Winkelhaid I anders vorgestellt. Ausgeruht nach der Pause und mit Neuzugang Vanessa Heinrich verstärkt wollte die Mannschaft von Trainer Sebastian Wilfing ins Unterfangen Klassenerhalt starten. Anstelle des angepeilten Heimsieges über die SG Mintraching/Neutraubling setzte es stattdessen eine 22:27-Niederlage (11:15). Eine Pleite mit Folgen: Durch den Sieg des direkten Konkurrenten TSV Haunstetten II rutschten die Winkelhaider Damen nämlich auf den letzten Tabellenplatz der Bayernliga ab. Dabei war die Mannschaft um Spielführerin Verena Götz vor den Gästen gewarnt. „Mintraching bestraft jeden Fehler mit einem Gegentor. Ich kenne kaum eine Mannschaft in dieser Liga, die so schnell die erste und zweite Welle bringt“, hatte Coach Wilfing im Vorfeld der Partie noch betont.

Trotz dieser Warnung unterliefen den Gastgeberinnen enorm viele Passfehler und vermeidbare Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Ohne Not spielte der TSV dem Gegner wiederholt den Ball in die Hände, beim Versuch selbst schnell umzuschalten landeten Zuspiele ein ums andere Mal im Seitenaus. Da aber auch die Gäste zu Spielbeginn eine Vielzahl an Fehlern produzierte, blieb die Partie anfangs noch ausgeglichen. Nach einem 2:0-Start durch Tore von Christina Räbel und Neuzugang Vanessa Heinrich glichen die Gäste schnell aus. Bis zum 6:6 entwickelte sich eine offene Begegnung, in der sich keine der Mannschaften absetzen konnte.

Der taktische Kniff von Trainer Wilfing, Mintrachings schnelle Carina Marhöfer in Manndeckung zu nehmen, ging nur bedingt auf. Bereits zu Spielbeginn zeigte sich der große Unterschied zwischen beiden Mannschaften: Während die Gäste aus der Oberpfalz die Fehler der Winkelhaiderinnen konsequent bestraften, verpasste es der TSV, selbst einfache Kontertore zu erzielen. Schafften es die Gastgeberinnen doch einmal, die offensive Deckung Mintrachings zu durchbrechen, scheiterten sie wiederholt an der starken Torhüterin Alexandra Singer.

Ein 0:4-Lauf als Knackpunkt

So kam es, dass die Gäste innerhalb kürzer Zeit auf 10:6 davon zogen. Ein Rückstand, den Winkelhaid während der gesamten Partie nicht mehr aufholen konnte. In der Halbzeitpause forderte Wilfing von seiner Mannschaft eine konsequentere und aggressivere Verteidigung. Außerdem stellte er sein Team um, fortan agierte der TSV in einer defensiveren 6:0-Variante. Der gewünschte Effekt jedoch blieb aus, durch einen 0:3-Lauf direkt nach der Pause geriet Winkelhaid mit 11:18 in Rückstand. Wer nun dachte, die Gastgeber würden sich ihrem Schicksal ergeben, sah sich getäuscht: Durch aufopferungsvollen Kampf und konzentrierte Abschlüsse verringerte der Aufsteiger den Rückstand und kam auf 19:21 heran. Doch die Hoffnung, die bei den Zuschauern in der Dr.-Dietmar-Trautmann-Sporthalle entfacht wurde, fand ein jähes Ende. Erneut leisteten sich die Gastgeberinnen eine Vielzahl an Ungenauigkeiten, technische Fehler verhinderten eine erfolgreiche Aufholjagd. So stand am Ende eine ärgerliche, wenngleich nicht unverdiente 22:27-Niederlage und das Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz 14. Die bevorstehende Aufgabe hat es in sich: Kommenden Samstag ist mit dem HSV Bergtheim der Tabellendritte zu Gast in Winkelhaid. Im Hinspiel Mitte September kam der TSV auswärts mit 16:34 unter die Räder.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Bauer, Seger (beide im Tor). Räbel (3/2); Götz, V. (4/1); Meyer; Götz, K. (2); Heinrich (6); Weiler; Spychala (4); Bachmeier; Wanzek (3).

N-Land Der Bote
Der Bote