Gelingt der Aufstieg in Erfurt?

Dörnhöfers Meister-Versprechen

Während Nadja Nawrat (links) in Erfurt fehlt, kann Katharina Schön (Mitte) auflaufen. | Foto: Daniel Frasch2020/02/Altdorf-TV-Katharina-Schoen-Annahme-scaled.jpg

ALTDORF – Der TVA-Coach glaubt an den Sieg in Erfurt und den damit verbundenen Zweitliga-Aufstieg. Doch ihm fehlen wichtige Spielerinnen.

Nur noch vier Spieltage stehen für die Altdorfer Volleyballdamen an, zweimal müssen sie dabei auswärts antreten. Nach einer bislang herausragenden Saison (zwölf Siege, zwei Niederlagen) und einer Siegesserie von elf Partien fehlen dem TVA aus den verbleibenden vier Partien nur noch zwei Punkte, um den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu schaffen. Die erste Chance, die noch fehlenden Zähler einzufahren, bietet sich der Mannschaft von Trainer Milan Dörnhöfer Samstagnachmittag (16.30 Uhr) beim Tabellenzweiten, der SG Erfurt Electronic.

Wie schon in der Vorrunde treffen damit die beiden führenden Teams der Dritten Liga Ost aufeinander. Im Hinspiel entzauberten die Altdorfer Löwen vor eigenem Publikum Erfurt mit 3:1 (25:23, 25:10, 26:28, 25:20) und lieferten dabei eine ihrer besten Saisonleistungen ab. Allen voran Annemarie Böhm holte sowohl im Block als auch im eigenen Angriff wichtige Zähler für Altdorf. Zuspielerin Ellen Heimburger zog damals die Fäden und agierte mit überraschenden und schwer vorher zu sehenden Zuspielen. Zu guter Letzt brachte Nadja Nawrat ihr Team mit einer Serie von sieben Aufschlagpunkten auf die Siegerstraße.

Respekt vor dem Aufsteiger

Doch auch Erfurt spielt als Aufsteiger eine starke Saison und belegt überraschend Platz zwei. Großen Anteil daran hat die erfahrene Zuspielerin Christel Fröhlich, die beim Hinspiel in Altdorf allerdings nicht mit von der Partie war. Nicht umsonst führt die 29-Jährige die MVP-Tabelle (wertvollste Spielerin) der Dritten Liga an. Die Erfurter Erfolgsserie von vier Siegen am Stück wurde am vergangenen Wochenende allerdings beendet: Mit 0:3 unterlag der Tabellenzweite überraschend deutlich dem Dresdner SSV. Eine Woche zuvor verloren auch die Altdorfer mit 2:3 (21:25, 23:25, 26:24, 25:23, 14:16) gegen die Sachsen. Die Ausgangslage vor dem Spitzenspiel ist also klar, ebenso wie die Ansage von Altdorfs Cheftrainer Milan Dörnhöfer. „Die zwei Punkte holen wir uns in Erfurt auf alle Fälle. Wir wollen jetzt am Wochenende Meister werden“, schickt er eine Kampfansage in Richtung Thüringen. Fairerweise muss jedoch erwähnt werden, dass dieser Satz fiel, noch bevor er von den zahlreichen Ausfällen wichtiger Spielerinnen erfuhr.

Altdorfer Leistungsträger fehlen

Die Vorzeichen des Drittligatopspiels könnten aus Altdorfer Sicht besser stehen: Libera Lisa Saß kann aufgrund einer Verletzung nicht mitwirken, außerdem fehlen mit Nadja Nawrat und Ellen Heimburger zwei wichtige Stützen des Altdorfer Spiels. Gute Nachrichten erreichen Dörnhöfer dagegen von seiner Spielführerin: Entgegen erster Verlautbarungen kann Katharina Schön nun doch die Reise nach Erfrurt antreten und in der wichtigen Partie auflaufen. Ihre ligaweit gefürchteten, wuchtigen Angriffsschläge kann der TV Altdorf bei der Mission Meisterschaft auf jeden Fall gut gebrauchen.

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