Fußball Bezirksliga 1:

Diepersdorfer Serie geht beim FC Ottensoos zu Ende

Fabian Zagel (am Ball) war beim 1:0-Auswärtssieg des FC Ottensoos bei der SpVgg Diepersdorf (rechts Nicolas Weber) mit seinem „Goldenen Tor“ der Spieler des Tages. Foto: M. Keilholz2017/04/Diepersdorf-Ottensoos-Zagel.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND (lf) — Der SV Schwaig lässt gegen Stadeln nach einer 2:0- Führung noch Punkte liegen und befindet sich weiterhin im Kampf um den Klassenerhalt der Bezirksliga Nord. Die starke Diepersdorfer Serie reist ausgerechnet gegen das Tabellenschlusslicht Ottensoos. Lauf bleibt durch den Sieg über die Bayern Kickers Nürnberg auch weiterhin frei von Abstiegsängsten. Hersbruck verlässt mit einem klaren Sieg über den ASV Fürth die Abstiegsränge.

Cagri Spor Nürnberg – SpVgg Hüttenbach 3:2 (2:0) – Hüttenbach wacht bei Cagri Spor viel zu spät auf und muss sich mit 3:2 geschlagen geben. Vor allem in der ersten Halbzeit boten die Gäste den Nürnberger viel zu viel Platz. Cagri Spor wusste diesen zu nutzen und kombinierte sich wiederholt vor das Hüttenbacher Tor. In der 24. Minute war Toptorjäger Ismail Yüce zur Stelle und brachte seine Farben in Führung. Auch nach dem Gegentreffer fing sich Hüttenbach nicht. Bezeichnend dafür war die Unordnung der Spielvereinigung bei einem schnell ausgeführten Freistoß an der Strafraumkante. Mert wurde angespielt und schloss ins lange Eck ab. In der 57. Spielminute der nächste Fehler im Spielaufbau und erneut Yüce besorgte das 3:0. Die Partie schien entschieden doch auf einmal spielte Hüttenbach nach vorne. In der gleichen Minute machte Schramm den Anschluss gegen jetzt nachlässige Platzherren. Als In der 59. Minute dann der Ausgleich durch Krause fiel peitschten sich die Gäste immer wieder nach vorne. Das 3:3 wäre auch tatsächlich noch drin gewesen, Matthias Gruner, Elterlein und Loch hatten gleich mehrfach die Chance im eins gegen eins gegen Torhüter Bechloul auszugleichen, setzten das Spielgerät aber allesamt neben das Tor. Cagri Spor brachte schließlich den knappen Sieg über die Zeit.
Tore: 1:0 (24.) I. Yüce; 2:0 (43.) Mert; 3:0 (57.) I. Yüce; 3:1 (57.) Schramm; 3:2 (59.) Krause SR: Marcel Pröhl Zuschauer: 50.

SK Lauf – FCB Kickers Nürnberg 3:2 (2:0) – Gleich in der fünften Minute sprach Schiedsrichter Noegel den Gästen einen Strafstoß zu. SK Schlussmann Enzensberger parierte jedoch gegen Kammerzell und bewahrte Lauf vor einem frühen Rückstand. Daniel Rothhaar ließ die Gastgeber in der elften Minute erneut jubeln. Florian Bergler verlängerte einen Freistoß per Kopf und Rothhaar drückte das Leder über die Linie. In der 27. Minute wurde Holfelder in abseitsverdächtiger Position angespielt, lief frei aufs Tor zu, legte uneigennützig auf den miteilenden Rothhaar ab und dieser vollendete. Nach dem Seitenwechsel geriet der Sportklub ins Schwimmen und fand in der Abwehr kaum mehr Zugriff. Bayern Kickers schlamperte jedoch im Torabschluss und verpasste den Anschluss. Nach Zuspiel von A-Jugendspieler Pommer machte Hofmann per Lupfer das 3:0 in der 77. Minute und somit die vermeintliche Vorentscheidung. Noch gaben sich die Gäste jedoch nicht geschlagen. Lauf ließ in der 84. Minute das 3:1 zu und zeigte dann Nerven. Nach Kiendls Anschluss gelang Meyer noch das 3:2 in der Nachspielzeit, für ein drittes Tor reichte die Zeit jedoch nicht mehr und Lauf feierte den nächsten Heimsieg.
Tore: 1:0 (11.) D. Rothhaar; 2:0 (27.) D. Rothhaar; 3:0 (77.) Hofmann; 3:1 (84.) Kiendl; 3:2 (90+1) Meyer SR: Dominik Noegel Zuschauer: 50

SpVgg Diepersdorf – FC Ottensoos 0:1 (0:0) – Die erste große Chance hatten die Scherauer. Eichenmüller setzte sich auf der rechten Strafraumseite durch, flankte präzise auf den Kopf von Knogl, der aber nur die Latte traf. Diepersdorf gelang es die Ottensooser vom eigenen Tor fern zu halten, in der Offensive war die Spielvereinigung aber noch zu ungefährlich. Zwei Chancen hatten die Diepersdorfer in der Folge noch durch Freistöße von Krotz. Einmal konnte Königseder parieren, einmal strich der Ball knapp am Gehäuse vorbei. So ging es mit einem durchaus leistungsgerechten 0:0 in die Pause.
Wer ein hitziges Spiel erwartete wurde enttäuscht. Es herrschte eine ungewohnte Ruhe sowohl als auch neben dem Platz, die Anspannung war beiden Teams anzumerken. Die zweite Halbzeit begann zerfahren und ohne große Chancen. Nach einer Stunde der nächste Schock. Ein Ottensooser Verteidiger fiel Eichenmüller unglücklich auf das Standbein, sodass dieser mit Verdacht auf eine Knieverletzung ausgewechselt werden musste. Nach Kohlenbach und Ruff der dritte Verletzte für die Diepersdorfer an diesem Tag. Unmittelbar nach der Auswechslung die bis dato größte Chance der zweiten Halbzeit. Bei einer Flanke von Knogl stand Trainer Wolf frei zum Kopfball, traf den Kasten aber nicht. Einige Zeigerumdrehungen später war es wieder Wolf, der die Führung auf dem Fuß hatte. Er bekam den Ball zentral vor dem Tor, drehte sich geschickt, schoss dem Torhüter aber in die Arme. Im Gegenzug zeigten sich die Gäste zum ersten Mal in der Offensive, Kreußel schoss aus 25 Metern, Herzig klärte aber glänzend. In der 73. Minute das 0:1 für die Gäste. Die Ottensooser wurden auf der rechten Seite nicht entscheidend gestört und konnten sich bis zum Strafraum durcharbeiten. Den Schuss von Zagel erreichte Herzig zwar, der Ball ging aber vom Pfosten ins Tor. Zum Ende des Spiel gab es noch gute Chancen für die Gastgeber, alleine Trainer Wolf hätte das Spiel ausgleichen oder sogar drehen können. Aber auch ein glänzender Königseder sorgte dafür, dass es zum Ende beim glücklichen Auswärtssieg für den FC Ottensoos blieb.
Tore: 0:1 (73.) Zagel SR: Thomas Raßbach Zuschauer: 230.

ASV Fürth – FC Hersbruck 0:3 (0:1) – Der Club aus Hersbruck stand beim Mitaufsteiger vor einer wichtigen Auswärtsaufgabe. Nach zehnminütigem Abtasten übernahm Hersbruck mehr und mehr das Kommando. Aus einer geordneten Defensive wurde der ASV verstärkt unter Druck gesetzt. Ascher markierte mit einem Kopfball das erste Ausrufezeichen. Kurz darauf scheiterte Brüx am Pfosten, Ascher setzte nach und traf aber nur einen im Fünfmeterraum liegenden Mitspieler. Die Gäste waren das eindeutig spielbestimmende Team, vergaßen dabei aber sich mit Zählbarem zu belohnen. Bis Maas genug hatte und mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck seine Farben in Front bringen konnte. Auch im Anschluss war der FC eindeutig Herr im fremden Haus, versäumte aber das 0:2 nachzulegen. Kurz vor dem Wechsel dezimierten sich die Fürther durch eine Tätlichkeit selbst. Nach dem Seitenwechsel hatten die Erhardt-Schützlinge einen Auftakt nach Maß. ASV-Keeper Weyherter ließ nach einer Ecke nur nach vorne Abklatschen, Ascher stand goldrichtig und drückte den Ball über die Linie. In der Folge boten sich dem Gast weitere hochkarätige Gelegenheiten zur Vorentscheidung. Nach einer schönen Kombination passte Ertel scharf nach innen und Ascher schnürte den Doppelpack. Bis zum Schlusspfiff boten sich noch weitere gute Kontermöglichkeiten gegen resignierende Fürther. Dass diese nicht genutzt wurden konnte Hersbruck an diesem Tag verschmerzen.
Tore: 0:1 (26.) Maas; 0:2 (49.) Ascher; 0:3 (57.) Ascher Rote Karte: Wolf (45./Fürth/Tätlichkeit) Gelb/rote Karte: Albrecht (78./Fürth) SR: Matthias Dresel Zuschauer: 80

SV Schwaig – FSV Stadeln 2:2 (2:0) — Die Schwaiger legten am Freitagabend los wie die Feuerwehr und gingen bereits nach drei Minuten durch einen durchaus haltbaren 16-Meter-Schuss ihres Spielertrainers Christoph Weber in Führung. Auf der gegenüberliegenden Seite verfehlte in Spielminute zehn ein von Ex-Schwaiger Markus Bauer getretener Freistoß sein Ziel nur knapp. Die Standardsituation sollte die einzige zwingende Offensivaktion der Gäste im ersten Abschnitt bleiben. Anders die weiterhin äußerst entschlossen agierenden Platzherren: Ausgerechnet der ehemalige Stadelner Stefan Steininger erhöhte in der zwölften Minuten nach einer scharfen Hereingabe von Waldmann auf 2:0. Kurz vor der Pause verpasste Schwaig dann nach einem Konter den dritten Treffer nur um wenige Zentimeter.
Nach der Pause waren die Gäste aus Fürth dann nicht wieder zu erkennen: Druckvoll und zielstrebig riss der FSV das Geschehen an sich und baute das Spiel gekonnt von hinten auf. Anhand eines nicht unstrittigen, an Thilo Abudo verschuldeten Foulelfmeters, stellte Gerhard Strobel nach 49 Minuten den Anschluss her. In der Folgezeit bot sich Stadeln mehrfach die Möglichkeit zum Ausgleich, ehe Sebastian Spahn (78.)  nach einem Halbfeldfreistoß aus sieben Metern zum 2:2 einköpfte. In der Schlussphase war der FSV dem Siegtreffer näher, als der SVS, der seinerseits noch zwei hochkarätige Einschussmöglichkeiten vergab. Durch das Remis zog Stadeln nach Punkten (42) vorerst mit dem Tabellenachten Herzogenaurach gleich, Schwaig bleibt mit nun 34 Punkten Dreizehnter und somit mitten im Abstiegskampf.
Tore: 1:0 (3.) Weber, 2:0 (12.) Steininger, 2:1 (49./FE) Strobel, 2:2 (78.) Spahn. Zuschauer: 100. Schiedsrichter: Marcel Neuse.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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