Derbysieg vor dem Spitzenspiel

Die Tentakel der Libera

Libera Lisa Saß hält den TVA im zweiten Satz im Spiel.2019/11/Altdorf-Volleyball-Sass-Lisa-online.jpg

ALTDORF – Der TV Altdorf liegt im Derby in Fürth nach dem ersten Satz zurück. Dann bringt Lisa Saß die Gegnerinnen in der Julius-Hirsch-Halle zum Verzweifeln und ihr Team auf die Siegerstraße.

Fehlerhaft, ungenau, verhalten: Die kleine Gruppe mitgereister Altdorfer Fans sah einen grauenhaften ersten Satz ihrer Drittliga-Frauen. Selbst die ehemalige Fürtherin, Alina Hösch, begann auf Altdorfer Seite nervös. Und der Altdorfer Block bekam den Gegner einfach nicht in den Griff. In den drei Folgesätzen aber hielten die TVA-Damen konsequent dagegen.

Wie gewohnt führte nun auch Zuspielerin Ellen Heimburger mit variablen Pässen Regie und setzte die eigenen Angreifer in Szene. Nach der Partie wurde sie als beste Spielerin auf Seiten des TVA ausgezeichnet – in dieser Saison schon zum zweiten Mal.

Wendepunkt im zweiten Satz

Der Altdorfer 3:1-Erfolg (17:25, 25:17, 25:17, 25:18) ist unter anderem auf einen Zeitpunkt im zweiten Satz zurückzuführen, als es 0:1 nach Sätzen und 8:5 nach Punkten für Altdorf gestanden hatte. Den Altdorferinnen gelang ein Vier-Punkte-Vorsprung nach einem heiß umkämpften Ballwechsel, in dem Libera Lisa Saß in der Abwehr einige kapriziöse Bälle rettete und damit ein Zeichen setzte.

„Man hatte das Gefühl, die Altdorferinnen waren nicht zu sechst auf dem Feld, sondern zu acht“, sagte Fürths Co-Trainers Stefan Fürst über diese Phase der Partie. Ab dem 9:5 war das Momentum definitiv auf Altdorfer Seite. Fürth konnte agieren, wie es wollte. Ab diesem Zeitpunkt war der TVF auf der Verliererstraße. Im vierten und letzten Satz machte Altdorf deutlich, konditionell mehr zulegen zu können.

„Altdorf hat das Spiel verdient gewonnen“

Alina Hösch machte nun entscheidende Punkte. Wie an den Spieltagen vorher war auf die 17-jährige Außenangreiferin Nadja Nawrat Verlass. „Wenn es darauf ankommt, macht sie die entscheidenden Punkte“, meinte Mitspielerin Annemarie Böhm. Und Fürst bilanzierte nach der Partie in der Julius-Hirsch-Halle: „Altdorf hat, das muss man neidlos anerkennen, das Spiel verdient gewonnen.“

Nach dem fünften Spieltag steht das Team von Trainer Christina Kosikowski und Milan Dörnhöfer mit zwölf Punkten auf Rang 2. Erfurt Electronic führt die Tabelle der Dritten Liga an, hat allerdings ein Spiel mehr auf dem Konto und kommt am kommenden Samstag, 16. November, nach Altdorf. Beginn des Spitzenspiels in der Dreifachturnhalle ist um 19 Uhr.

Für den TV Altdorf spielten: Ellen Heimburger (Zuspiel), Lara Krasser, Annemarie Böhm (Mittelblock), Nadja Nawrat (Diagonal), Lisa Saß (Libera), Katharina Schön, Diana Ittlinger und Alina Hösch (Angriff).

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