Schulung und Training

DFB-Mobil zu Besuch beim FC Hersbruck

Ob Kommunikation, Ball erobern per Hand beziehungsweise später mit dem Fuß: Die Coaches des DFB-Mobils setzten bei den D-Junioren Trainingsreize vielfältiger Art. | Foto: J. Ruppert2019/04/FCDFB2.jpeg

HERSBRUCK – „Sucht Übungsformen, bei denen eure Schützlinge keine Zeit haben, Schmetterlinge zu suchen!“ Mit einigen plakativen Sprüchen haben Sebastian Meissner und Stephan Adler vom DFB-Mobil ein Training beim FC Hersbruck aufgelockert.

Sebastian Meissner zeigte zunächst Aufwärmspiele wie etwa Varianten der Reise nach Jerusalem erst ohne, dann mit Ball. Wichtig war dem Fachmann wettkampforientiertes Training. Teilweise ging es um Aufmerksamkeit und Kommunikation, so etwa beim Leibchen tauschen und Sprint aller gleichfarbigen zu einem Tor. Die Verliererfarbe „durfte“ einen Zusatzlauf einlegen.

Als weitere Möglichkeit zeigte Sebastian Meissner einen quadratischen Aufbau mit Spielern an den Ecken und Aufgaben wie außen rum dribbeln und dann auf ein Ziel in der Mitte schießen oder drei Bälle erobern. Beim Zwei-gegen-Eins auf mehrere Tore schulte das Team vom DFB-Mobil Angriffs- und Verteidigungsverhalten. Beim Coaching wurden die D-Junioren aktiv einbezogen à la: „Ist deine Position als Verteidiger in der Situation gut?“

Üben in Gruppen

„Bildet Kleingruppen, um Wartezeiten zu vermeiden, schließlich sind die Kinder nur drei Stunden pro Woche beim Training und da solltet ihr keine Minute verlieren“, stand Stephan Adler während des Trainings den FC-Übungsleitern direkt Rede und Antwort. Auf Nachfrage nannte er als Beispiel Schussübungen mit einer langen Reihe von rumstehenden Nachwuchskickern. Besser sei es, die Gruppe zu teilen und einige zwei-gegen-zwei spielen zu lassen.

Stephan Adler schlug seinen Zuhörern ein ritualisiertes Warmmachen vor einer Partie vor, eine Art „Tunnel bis zum Anpfiff“, was das Selbstvertrauen stärken soll. Nach dem Anstoß lässt er keinen Rückpass zur Ballsicherung ausführen, sondern sofort zwei Stürmer mit dem runden Leder nach vorne dribbeln. Damit werde das Geschehen sofort in die andere Hälfte verlegt. Das schüchtere die meisten Gegner ein.

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