Heimspiel im Waldstadion

Der Krieger ist zurück

Immer nah am Gegenspieler: Feuchts Abwehrchef Michael Kammermeyer (rechts). | Foto: Zink2019/11/Feucht-SC-Kammermeyer.jpg

FEUCHT – Gegen Neudrossenfeld kann Florian Schlicker wieder auf Abwehrchef Michael Kammermeyer bauen. Vor der Partie heute Abend im Waldstadion spricht der SC-Trainer von einem „dicken Brocken“.

Aufgrund des Spielausfalls am vergangenen Wochenende konnte sich der Tabellenführer mit voller Kraft und breitem Kader auf die Partie am heutigen Freitagabend (19 Uhr) gegen den TSV Neudrossenfeld vorbereiten. Gegen die Mannschaft aus dem Landkreis Kulmbach wollen Kapitän Andreas Sponsel und Co. ihre Erfolgsserie (vier Siege in Folge) und ihren Vorsprung von zehn Punkten auf Verfolger Schwabach 04 weiter ausbauen.

Wie man die im Vorfeld der Landesligasaison hoch gehandelten Neudrossenfelder schlägt, wissen sie beim SC. Im Hinspiel drehten Stephan König und Tim Ruhrseitz den Rückstand noch vor der Pause in eine 2:1-Führung, wiederum König erzielte zehn Minuten vor dem Abpfiff mit seinem zweiten Treffer den 3:1-Endstand. Schöne Erinnerungen – mehr aber auch nicht.

Ein dicker Brocken

Mit 35 Punkten rangiert der TSV auf Platz fünf, mit nur sechs Punkten Rückstand auf Relegationsplatz zwei (Schwabach) befinden sich die Gäste noch immer mittendrin im Aufstiegsrennen. Von den letzten zwölf Partien verlor der TSV nur zwei, neben drei Unentschieden feierte die Mannschaft von Trainer Markus Taschner sieben Siege.

„Neudrossenfeld spielt in dieser Saison inkonstant. Mal erzielen sie sehr gute Resultate, dann sorgen sie wieder für überraschende Ergebnisse. Aber schaut man sich ihren Kader an, wird deutlich, dass sie zu den vier bis fünf Topteams der Liga zählen. Sie sind auf jeden Fall einer der dickeren Brocken in diesem Jahr“, erwartet Schlicker einen selbstbewussten Gegner im Waldstadion.

Mehr noch: Neben spielerisch starken Gästen müssen sich die Jungs des SC Feucht auch auf eine körperlich hart geführte Partie einstellen. „Es wird mit Sicherheit wieder ein enges und kampfbetontes Spiel. Die Duelle mit dem TSV waren nie unfair, aber Neudrossenfeld hat immer eine sehr robuste Mannschaft“, weiß Schlicker in Anbetracht von 81 gelben Karten, mit denen der TSV die Landesliga Nordost anführt (Feucht 51). Doch körperlich dagegenhalten können die Feuchter, wie die Partien gegen den SV Schwaig (fünf gelbe Karten) und beim FSV Stadeln (sieben gelbe Karten) zeigten.

Der Abwechrchef ist an Bord

Einer, der keinen Zweikampf scheut und diese in der Regel auch als Gewinner verlässt, ist Michael Kammermeyer. Der frühere Kicker des 1. FC Nürnberg bekam im letzten Spiel gegen die SG Quelle Fürth den Schuh eines Gegenspielers ins Gesicht und wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

„Seine Pupille war nach dem Zusammenstoß verengt, deswegen haben wir ihn in die Klinik gefahren. Wie sich herausgestellt hat, war es aber nur eine ordentliche Prellung. Michael ist ein echter Krieger“, freut sich Schlicker, auch am 23. Spieltag auf seinen 33-jährigen Routinier und Abwehrchef setzen zu können. Mit nur zehn Gegentreffern in 21 Spielen ist die Feuchter Defensivabteilung die mit Abstand stabilste der Liga. Daran soll sich auch im Heimspiel gegen den aufstrebenden TSV Neudrossenfeld nichts ändern.

Info: Der Bayerische Fußballverband hat einen neuen Termin für die ausgefallene Partie des SC Feucht beim TuS Feuchtwangen bekanntgegeben. Die Zeidler müssen zur Neuansetzung am Samstag, 7. Dezember, an die Sulzach reisen.

N-Land Daniel Frasch
Daniel Frasch