Sechs Niederlagen in Folge

Der Erinnerung zum Trotz

Stehen in engem Austausch: TSV-Spielführerin Verena Götz und ihr Trainer Sebastian Wilfling. | Foto: Daniel Frasch2020/01/Winkelhaid-TSV-Verena-Goetz-Sebastian-Wilfing-scaled.jpg

Winkelhaid – Gegen den HSV Bergtheim wollen die Winkelhaider Handballerinnen die deftige Klatsche aus dem Hinspiel vergessen machen.

Nach dem letzten Spiel in der Hinrunde und der damit verbundenen Heimpleite gegen die SG Mintraching/Neutraubling (22:27) am vergangenen Samstag, startet der TSV Winkelhaid als Tabellenletzter in die Rückrunde. Mit 4:22 Punkten aus 13 Spielen und einem Torverhältnis von 320:389 wird die Luft rund um die Dr.-Dietmar-Trautmann-Halle zwar dünner. Das Unterfangen Klassenerhalt ist durch die jüngste Pleite allerdings längst nicht in weite Ferne gerückt. Mit dem TSV EBE Forst United (6:20), der HSG Fichtelgebirge (6:20) und dem TSV Haunstetten II (4:22) befinden sich noch immer drei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf in Schlagdistanz. „Es ist noch alles drin. Aber wir brauchen etwas Zählbares um uns aus diesem Loch zu befreien“, sagt Trainer Sebastian Wilfling.

Nach sechs Niederlagen in Folge ist es um das Winkelhaider Selbstvertrauen allerdings nicht gut bestellt. Allein durch Erfolgserlebnisse kann sich die Mannschaft aus der Krise befreien und neuen Mut finden.

Schlechte Erinnerungen ans Hinspiel

Weiter geht es für die TSV-Damen mit dem Heimspiel gegen den HSV Bergtheim heute Abend (19 Uhr). Zwar reist der Tabellenvierte mit einer deftigen Niederlage gegen den HC Erlangen (16:28) im Rücken an, von einem geschwächten Gegner kann dennoch nicht die Rede sein. Die Mannschaft aus dem unterfränkischen Landkreis Würzburg spielt bis dato eine starke, vor allem konstante Saison. Insbesondere die Gegenstöße über die laufstarken Außenpositionen machen die Gäste gefährlich. Wie schnell man gegen Bergtheim unter die Räder kommen kann, wurde beim Hinrundenduell Mitte September deutlich. Nach ausgeglichenen 20 Minuten setzte beim TSV ein Bruch im Spiel ein, plötzlich unterliefen Spielführerin Verena Götz und Co. viele technische Fehler. Eine geringe Trefferquote, schlechtes Rückzugsverhalten und Absprachefehler führten letztlich zu einer verdienten und deutlichen 16:34-Niederlage.

Es war der erste Rückschlag im ersten Jahr nach dem Bayernliga-Aufstieg. Zwar folgte damals ein Heimsieg über die HSG Fichtelgebirge, wirklich abstellen konnte der TSV seine Schwächen allerdings bis heute nicht. Immer wieder scheiterten die Winkelhaider Spielerinnen an überflüssigen, weil vermeidbaren Fehlern und standen sich häufig selbst im Weg. Eins ums andere Mal schafften sie es nicht, deutliche Führungen wie in Freising (neun Tore) über die Zeit zu retten.

Doch was nicht ist, kann noch werden. Und so startet die Mannschaft um Coach Wilfling auch positiv gestimmt in die zweite Saisonhälfte. Wohl wissend, dass sich die Konkurrenz im Abstiegskampf auf Augenhöhe befindet und weiterhin Federn lassen wird. Eine volle Halle und ein kompletter Kader sollen es gegen die favorisierten Gäste aus Bergtheim richten. Alles andere als die siebte Niederlage in Folge wäre ein Achtungserfolg und vielleicht die erhoffte Initialzündung im Kampf um den Klassenerhalt. db

Info:
Der Heimspieltag startet mit dem Spiel der Damen II gegen Eltersdorf um 15 Uhr. Um 17 Uhr folgt dann die Partie der Herrenmannschaft gegen Erlangen/Niederlindach.

N-Land Daniel Frasch
Daniel Frasch