Judo-Mädels des TSV Altenfurt bleiben in der 2. Bundesliga

Der Aufstieg ist nur vertagt

Zufriedene Gesichter trotz verpassten Aufstiegs: Die Judo-Damen des TSV Altenfurt um Trainerin Nicole Adler (2. von rechts) freuen sich auf ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga.2016/09/tsvaltenfurtteamfotoliegend.jpg

ALTENFURT – Die Bundesliga-Damen des TSV Altenfurt waren trotz verpassten Aufstiegs nach dem vierten und letzten Kampftag der Saison 2016 gut gelaunt. „Wir haben alle gekämpft und sind zufrieden“ war das Resümee beim Saisonabschlussessen. Eine erfolgreiche Saison lag hinter der jungen Mannschaft. Mit Siegen an beiden Heimkämpfen und einem ebenso erfolgreichen Auswärtskampf stand das Team lange Zeit an der Spitze der Tabelle.

Noch wenige Stunden vor dem Saisonabschlussessen gingen die Bundesliga Damen des TSV Altenfurt über die Waage und starteten ihr routinemäßiges Aufwärmprogramm. Zu siebt für sieben Gewichtsklassen waren sie angereist, sodass ein flexibler Einsatz jeder Athletin von Nöten war, um die gesamte Mannschaft mit allen Gewichtsklassen abzudecken. Die erste Begegnung gegen KSV Esslingen verlief nicht wie geplant. Das Schwergewicht +78 Kilogramm gab Astrid Ederer ab, Jasmin Obergaßner -48 kg wurde mit einer Gegenbewegung zu ihrem Wurfeingang ausgekontert. Auch -52 und -57 kg wurden von Christin Schroll und Nicole Adler abgegeben. -70, -78 und -63 ging es dann noch spannend zur Sache. Sarah Grünewald auf -78 hochgeschoben, ging zielstrebig gegen die Kämpferin aus Esslingen vor und brachte sie bald mit eingehakten Fuß zu Fall. Ein anschließender Festhalter entschied den Siegpunkt für Altenfurt.

Im Schwitzkasten: Altenfurts Sarah Grünewald (dunkler Anzug) konnte lange Zeit mithalten, musste am Ende aber ihren zweiten Kampf verloren geben.
Im Schwitzkasten: Altenfurts Sarah Grünewald (dunkler Anzug) konnte lange Zeit mithalten, musste am Ende aber ihren zweiten Kampf verloren geben.2016/09/Sarah-Gruenewald_Festhalter.jpg

-63 kg und -70 kg starteten Tamara Biedermann und Yvonne Grünewald, beide in ihrem zweiten Bundesligajahr. Yvonne setzte eine Aushebetechnik an, die von der Gegnerin übernommen wurde. Auch Tamara hielt vor allem im Boden gut mit, musste sich jedoch ihrer kräftigeren Gegnerin geschlagen geben. Am Ende stand ein 1:6 (Unterbewertung 10:60) auf der Wertungstafel.

Mutig in den zweiten Kampf

Wenn man denkt, dies entmutigt die Altenfurter Damen, dann hat man ihren Teamgeist und ihre Motivation unterschätzt. Mit neuem Mut ging es in die zweite Begegnung gegen den Gastgeber HTG Bad Homburg. Hier wurden nochmals alle Register gezogen. Astrid Ederer wiederum hochgeschoben ins Schwergewicht +78, konnte einen Außenschenkelwurf nicht mehr ausweichen. Jasmin Obergaßner -48 drehte mit tollen Ansätzen in ihrem zweiten Kampf enorm auf und holte einzelne Wertungen, die am Ende zum Sieg reichten. Christin Schroll gab -52 den Kampf verletzungsbedingt ab. In der Gewichtsklasse -70 kg verlief der Kampf mit Sarah Grünewald eine lange Zeit ausgeglichen, bevor sie leider in einen Festhalter geriet. Yvonne, die -78 hochgesetzt wurde, hatte wiederum eine Kämpferin -70 vor sich, die sie im Laufe des Kampfes mit verschiedenen Wurftechniken unter Druck setzen konnte und letztendlich festhielt. -57 gelang Nicole Adler eine Kontertechnik, doch sie landete im Festhalter, aus dem sie sich nicht mehr befreien konnte. Im letzten Kampf-63 war Tamara im Boden trotz gut angesetzter Hebeltechnik der Gegnerin nicht zu bezwingen. Im Stand musste Tamara Biedermann gegen die favorisierte Bad Homburgerin jedoch federn lassen. So endete die Begegnung mit 5:2 (Unterbewertung 50:15).

Nach acht Saisonbegegnungen belegen die Altenfurter Damen in der 2. Bundesliga einen vierten Tabellenplatz mit zehn erkämpften Punkten sowie 31 gewonnen und 25 verloren gegangenen Kämpfen. Eine tolle Bilanz für das junge Team, das nächstes Jahr wieder in der 2. Bundesliga angreift. Die Zuschauer dürfen sich somit auch in der kommenden Saison 2017 wieder über zwei Heimkämpfe in der Wohlauerstraße freuen.

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