Volleyball 2. Bundesliga Süd

Der Aufschlag war die schärfste Waffe

Die Aufschläge der Schwaiger – hier Max Bibrack – waren der Schlüssel zum Erfolg in Karslruhe. | Foto: G. Santemiz2019/11/Volleyball_SV-Schwaig-Mainz-Max-Bibrack-177.jpg

KARLSRUHE/ SCHWAIG – Die Zweitliga-Volleyballer des SV Schwaig feiern den 125. Sieg seit Beginn ihrer Statistik: Das schwierige und turbulente Aufeinandertreffen bei den Baden Volleys SSC Karlsruhe endete mit einem knappen, aber verdienten 3:2 (22:25, 25:20, 25:21, 18:25, 15:8). Damit gewann der SVS zum fünften Mal in Serie, zum dritten Mal auswärts hintereinander und zum sechsten Mal in dieser Saison überhaupt.

Das achte Saisonspiel der Schwaiger – zuvor Tabellenvierte – hatte es also durchaus in sich; auch die lange Reise zum Fünften nach Karlsruhe hätte den Akteuren eigentlich in den Knochen stecken müssen.
Doch wer den Schilderungen von SVS-Kapitän Florian Tafelmayer nach dem 3:2 folgt, hört Spielfreude, Begeisterung und Selbstvertrauen: „Der Schlüssel zum Sieg war sicher unser Aufschlag. Und dass wir zu keiner Zeit, auch nicht im vierten Satz, aufgegeben haben und auseinander gebrochen sind. Wir haben immer weiter gemacht und uns gegenseitig geholfen. So kann uns kaum eine Mannschaft in der Liga bezwingen.“ Die Gastgeber selbst hatten sich nach zuvor fünf Siegen in Serie in Gotha eine 0:3-Pleite und so einige Verunsicherung eingefangen. Gegen Schwaig war in der Halle des Otto-Hahn-Gymnasiums eigentlich Wiedergutmachung angesagt.


Schwaiger kommen richtig in Fahrt

Und so kam’s am Anfang auch, denn die Angereisten verloren erstmals in dieser Saison ihren Auftaktsatz. Knapp. Doch insgesamt lieferten sie sich drei Sätze lang – bei nur wenigen Eigenfehlern – einen offenen Schlagabtausch. Dieser, so der gewählte „MVP“ Tafelmayer weiter, wurde mit offenem Visier geführt und hatte „alles, was man sich für ein emotionales Volleyballspiel wünscht“: Spiel, Spannung und danach bestimmt auch Schokolade. Denn auf „höchstem Zweitliga-Niveau“ wirbelten die Schwaiger vor 300 Zuschauern um jeden Ball und verausgabten sich so sehr, dass der SSC nach dem ersten auch den vierten Abschnitt für sich entscheiden konnte.

Im Tiebreak Turbo gezündet

Bloß, wie eingangs zitiert, die „alles aus sich herausholenden“ Mittelfranken gaben nicht auf und legten im Tiebreak nochmal eine Motivations-Schippe drauf. 15:8 endete der nach insgesamt 112 Minuten, dann war das bis dato längste und anstrengendste Saisonspiel des SVS geschafft. Der Vorteil des kleinen Schwaiger Kaders ist es, dass in jedem Duell beinahe alle Akteure auf dem Feld stehen und miteinander nunmehr sehr gut eingespielt sind.

Schwaig jetzt Dritter

Die Folge: Nach diesem „Showdown“ im Badischen herrschte allenthalben nur noch Jubel, auch bei Trainer-Fuchs Milan Maric. Obendrein gab´s zwei ganz besonders große Tabellenpunkte, die die Schwaiger ziemlich nach oben hievten – auf rang drei liegt der SVS nun.
Ihr nächstes Aufeinandertreffen wird allerdings wohl noch eine Ecke „wilder“. Es kommt der neue Spitzenreiter TSV Grafing am 30. November zum Spitzenspiel der Liga in die Hans-Simon-Halle.

N-Land N-Land Redaktion
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