Interview mit SC-Stürmer Michael Eckert

„Das letzte Jahr in Bayreuth war eine Farce“

Michael Eckert zeigt es an: Es geht aufwärts für ihn und den SC Feucht. Der vom rechten Verteidiger zum Stürmer umfunktionierte gebürtige Laufer hat beim Sportclub endlich wieder zu alter Stärke zurückgefunden. | Foto: kk2017/03/DSC_6847.jpg

FEUCHT – Seit Saisonbeginn spielt Michael Eckert beim 1. SC Feucht. Der 27-Jährige kam aus der Regionalliga Bayern von der SpVgg Bayreuth und bringt daher allerhand Erfahrung mit. Eckert wurde in Lauf an der Pegnitz geboren, stammt ursprünglich aber aus dem Markt Schnaittach und ist nun seit über sechs Jahren in Nürnberg daheim. Beruflich ist der Defensivspezialist als Industriekaufmann ebenfalls in Nürnberg tätig. In Feucht hat sich der 1,83 Meter große Verteidiger als Stürmer zum Stammspieler entwickelt, hat noch keine einzige Partie verpasst. Wir sprachen mit der Feuchter Stammkraft.

Hallo Michael, wie geht es dir nach den sieben Jahren in Bayreuth nun beim 1. SC Feucht?

Michael Eckert: Sehr gut, danke! Ich habe nun zum Glück nicht mehr die weiten Fahrten vier- oder fünfmal die Woche von Nürnberg nach Bayreuth und bin jetzt in zehn Minuten beim Training. Das ist für mich mit meinem Job auch alles etwas leichter unter einen Hut zu bekommen. Zudem spüre ich hier das Vertrauen des Trainers und spiele auf meiner Lieblingsposition im Sturm.

In unserer Datenbank bist du als Verteidiger gelistet. Wie kommt das?

Michael Eckert: Richtig. Die ersten zehn Spiele absolvierte ich auch als Rechtsverteidiger und auch die letzten Jahre in Bayreuth spielte ich dort. Allerdings durfte ich nun – wie schon in der Jugend in Feucht – wieder im Sturm ran und hab in den elf Spielen als Stürmer bisher sechsmal getroffen, noch dazu leider einige Chancen liegengelassen. Ich denke es wird vorne immer besser und ich kann dem Team hoffentlich noch ein paar Siege schenken.

Wie blickst du denn auf die sieben Jahre in Bayreuth zurück?

Michael Eckert: Im Grunde sehr positiv. Es sind viele Freundschaften entstanden und zudem hab ich meine Freundin während der Zeit dort kennengelernt. Bitter war natürlich der Abstieg gegen Hof im Relegationsspiel in Bamberg. Die ganzen Umstände mit vorherigen Punktabzügen und dann eben mit den zurückgenommenen Punktabzügen für Hof, dem Austragungsort, Schiedsrichterentscheidungen, meinem erneutem Schlüsselbeinbruch werde ich in nicht allzu guter Erinnerung behalten. Nichtsdestotrotz bleibt der souveräne Aufstieg in die Regionalliga Bayern in der Saison 2013/14 und die erste Saison in der Regionalliga mit einem tollen sechsten Platz absolut positiv in Erinnerung. Das letzte Jahr geriet dann allerdings zur Farce. Ich denke ich bleibe zumindest den Fans in guter Erinnerung, diese Anerkennung konnte ich gegen Ende schon spüren.

Wieso? Was ist denn in Bayreuth vorgefallen?

Michael Eckert: Eigentlich nicht besonders viel. Ich wurde von heute auf morgen nicht mehr berücksichtig und dass, obwohl ich immer meine Leistung gebracht habe. Und das natürlich ohne jegliche Kommunikation. Selbst Mitspieler waren damals verwundert. Anfang Mai wurde mir dann mitgeteilt, dass der Trainer nicht mehr mit mir plant, da hatte ich allerdings sowieso schon bei meinem „Jugendverein“ in Feucht unterschrieben. Ich empfand es als ziemlich schwachen Umgang, zumal ich damals dienstältester Spieler und eine Art Publikumsliebling war. Zudem habe ich in Bayreuth noch gelernt, dass man sich jede noch so kleine Versprechung besser schriftlich geben sollte. Aber das Kapitel ist beendet.

Mit Feucht steht ihr eher auf den hinteren Plätzen. Was erhoffst du dir von der Rückrunde?

Michael Eckert: Zunächst einmal muss man sagen, dass zur neuen Saison eine komplett neue Mannschaft an den Start ging. Dies brauchte etwas Zeit. Gegen Ende der Hinrunde haben wir uns dann auch so einigermaßen gefunden und wollen nun natürlich alles daran setzen die Liga zu halten. Natürlich hoffe ich auch, dass wir von Verletzungen verschont bleiben.

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