Abstiegskampf

Das Bibbern beginnt

Spielt sie oder spielt sie nicht? Trainer Sebastian Wilfling sorgt sich um seine beste Werferin. Ein Einsatz am Samstag könnte für Verena Götz noch zu früh kommen. | Foto: Krischan Kaufmann2019/11/Winkelhaid-TSV-Wilfling-Sebastian-online.jpg

WINKELHAID – Noch drei Spiele bestreiten die Handball-Damen des TSV Winkelhaid vor der Winterpause. Nach dem Einbruch
in Freising und der Klatsche gegen Würm haben sie in Stadeln erneut die Chance, zum Tabellenmittelfeld aufzuschließen.

Der MTV konnte in dieser Saison zwei Spiele für sich entscheiden und steht mit 4:12 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Die Damen des TSV haben zwar genauso viele Punkte gesammelt, rangieren jedoch aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf dem vorletzten Tabellenplatz (13.). Und bei einer Niederlage droht ihnen gar die rote Laterne. So eng geht es derzeit zu in der Handball-Bayernliga. Die TSV-Damen möchten das kommende Spiel folglich für einen Befreiungsschlag nutzen, sich aus dem Tabellenkeller verabschieden und den Anschluss ans Mittelfeld herstellen.

Bei dem Unterfangen muss Trainer Sebastian Wilfling möglicherweise erneut auf Verena Götz verzichten. Gegen Würm-Mitte sei der Ausfall noch kein allzu großes Problem gewesen, meint der Coach. „Denn die spielen als Drittliga-Absteiger einfach in einer komplett anderen Liga.“ In engen Spielen aber „sind wir irrsinnig abhängig von Verena. Sie kann den Unterschied machen und ist von ihrem Spielverständnis her einfach eine der Besten der Liga“.

Götz‘ Einsatz weiter fraglich

Ob Götz spielen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Sollte es bei ihr nicht reichen, spricht Wilfling zwar von einer „sehr schweren Aufgabe“, hofft aber auf einen „Hauruck-Effekt“ seiner Mannschaft. Wie im Heimspiel gegen Fichtelgebirge: Da war Götz kurz vor der Pause mit Rot vom Platz geflogen. Und der TSV gewann die Partie.

Stadeln ist für den TSV kein unbekannter Gegner. Bereits in der Saison 2017/2018 standen sich die beiden Mannschaften eine Klasse tiefer gegenüber. Im Hinspiel trennte man sich damals unentschieden, das Rückspiel und die Vorentscheidung um den Relegationsplatz für die Bayernliga entschieden die Störche für sich.

Zu welchen Leistungen die Damen des MTV in der laufenden Spielzeit fähig sind, haben sie zuletzt bei der knappen 19:20-Niederlage gegen den Tabellenersten HC Erlangen unter Beweis gestellt. Wilfling hat sich die Partie angesehen und unter anderem eine „gute 6:0-Abwehr“ und eine „starke Torhüterin“ gesehen. Außerdem sticht aus der sehr jungen Mannschaft Nikola Dude heraus: Sie rangiert mit 50 Treffern auf Platz 6 der Torschützenliste. Der TSV wird also konsequent verteidigen müssen, um in der Stadelner Sporthalle zu bestehen.

Info: Anpfiff in Stadeln (Hans-Sachs-Straße 30, Fürth) ist am morgigen Samstag, 23. November, um 18 Uhr.

N-Land Christian Geist
Christian Geist