Das „Altdorf-Amman-Rallye-Team“ ist mit drei Fahrzeugen unterwegs

Am Samstag startete das Altdorfer Team mit drei Fahrzeugen.2011/05/rallye1.jpg

ALTDORF – 111 Teams mit 333 Autos und 666 Insassen sind bei der 6. Allgäu-Orient-Rallye am Samstag in Oberstaufen gestartet. Das Sechserteam aus der Wallensteinstadt mit dem Namen „Altdorf-Amman-Rallye-Team“ unter der Startnummer 64 ist – wie bereits berichtet – mit auf der Strecke.

Mit einem alten Mercedes der C-Klasse (gestiftet von Mercedes Rieger), einem ebenfalls betagten BMW (von BMW-Stahmer) und einem noch älteren Ford Transit (Autohaus Thurn) will man das Ziel erreichen, denn zugelassen sind nur Autos, die älter als 20 Jahre – oder weniger wert als 1111,11 Euro sind . Mit zum Startort nach Oberstaufen waren Frauen, Kinder, Freundinnen und Freunde gekommen, um die Daumen zu drücken und alles Gute für das bevorstehende Abenteuer zu wünschen. Nicht wie von einer Agentur gemeldet Peter Scholl Latour, sondern Landrat, Bürgermeister und Pfarrer schickten die Fahrzeuge im Abstand von zwei Minuten auf die Reise.

Die Rallye führt durch Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien in die Türkei. Von dort geht es mit der Fähre über Zypern nach Israel und weiter nach Jordanien. Die geplante Fahrt durch Syrien wurde angesichts der dort herrschenden Unruhen abgeblasen. Ankunft in Amman soll am 16. Mai sein.  Katha Dehn, Lebensgefährtin von Team-Mitglied Thomas Reichert wird ganz besonders mit fiebern, war es doch sie, die ursprünglich zu den 111 Gewinnern der bereits im letzten Jahr verlosten Startnummern gehörte. Sie trat die Nummer tgtroßzügig an das Männer-Team ab, wurde dafür Team-Ehrenmitglied und als schönste Belohnung wartet nach dem überstandenen Abenteuer die Hochzeit mit Thomas Reichert.

Die Rallye ist keine Show-Veranstaltung, sondern dient der humanitären Hilfe, für die sich viele Sponsoren gefunden haben. Das Altdorfer Team wird von vielen einheimischen Firmen unterstützt. Die Fahrzeuge, die in Amman ankommen werden versteigert. Im  letzten Jahr kamen dabei rund 80 000 Euro zusammen. Vom Geld, das mit der Rallye bislang erwirtschaftet wurde, wurden eine Käserei in einem jordanischen Beduinendorf und ein kleines Stipendiatenprogramm eingerichtet. Auch der Hauptpreis, ein junges Kamel, wird vom Siegerteam jedes Jahr einem jungen Beduinen übergeben. Die Heimreise treten die Fahrer im Flugzeug an.  

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