FC Hersbruck bleibt nach 0:1 gegen Schwaig im Tabellenkeller

Bittere Pille

Der Schein trügt: Gabriel Karnoll vom FC Hersbruck ist nicht obenauf, sondern foult seinen Schwaiger Gegenspieler Marco Ranft an der Mittellinie. Foto: J. Ruppert2017/03/fc_heb_sv_schwaig.jpg

PEGNITZGRUND – In der Partie zwischen dem FC Hersbruck und dem SV Schwaig hatten die Stürmer Ladehemmung. Ein Treffer brachte die Entscheidung. Zum Leidwesen der Heimelf markierte ein Gästespieler das goldene Tor und zwar eine Viertelstunde vor dem Abpfiff. Hersbruck verharrt damit in der Kellerzone der Bezirksliga. Zu allem Überfluss punkteten zwei Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt voll: Tennenlohe bezwang Hüttenbach 3:1 und Burgfarrnbach behielt gegen Stadeln mit 3:2 die Oberhand. Im Spitzenmatch unterstrich die SpVgg Erlangen mit einem 2:1 über den FC Herzogenaurach ihre Ambitionen auf den Titel. Lauf enttäuschte beim 2:2 mit dem ASV Fürth. Für die angeblich personell aufgefrischte Mannschaft von Schlusslicht Diepersdorf ist das Remis gegen Kalchreuth zu wenig.

FC Hersbruck – SV Schwaig 0:1
Nach dem Auftaktsieg gegen Zirndorf wollten die Gastgeber nachlegen, um die Abstiegsplätze zu verlassen. Beide Mannschaften begannen die Partie verhalten und wollten sich zunächst keine Blöße in der Defensive geben. Nach 13 Minuten setzte der FC das erste Ausrufezeichen, aber nach einer schönen diagonalen Spielverlagerung scheiterten Schimpfhauser und im Nachschuss auch Karnoll an Keeper Saß. Der Routinier im Schwaiger Tor sollte noch mehrfach im Mittelpunkt stehen. Während die Gäste mit ihren Bemühungen im ersten Durchgang für keinerlei ernsthafte Gefahr sorgten, scheiterten die Hersbrucker Offensivkakteure noch mehrfach in aussichtsreichster Position an Saß. Es lag allerdings auch an der Unkonzentriertheit der FC-Stürmer, dass die Seiten torlos gewechselt wurden. Im zweiten Durchgang konnte der Club im Spielaufbau nicht mehr überzeugen und das Spiel wurde fahriger. Schwaig hatte in der 68. Minute seine bis dato beste Gelegenheit. Bauernfeind war jedoch per Fußabwehr auf dem Posten. Ascher verzog die beste Möglichkeit der Heimelf nur knapp am langen Eck vorbei. Wieder einmal bewies eine alte Fußballweisheit ihre Gültigkeit: Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, wird letztlich bestraft. Nach einem Stellungsfehler in der FC- Defensive nahm der eingewechselte Josef sein Herz in die Hand und zog aus 20 m ab. Sein Schuss landete unhaltbar zur Schwaiger Führung im Netz. Hersbruck konnte an diesem Tag das Ruder nicht mehr herumreißen. In den hektischen Schlussminuten war man zwar bemüht, ernsthaft in Gefahr brachte man den Schwaiger Auswärtssieg aber nicht mehr. Sicherlich ein Rückschlag in den Hersbrucker Bemühungen um den Klassenerhalt, aber auch nicht mehr.

Tor: 0:1 Josef (77.); SR: Magdalena Noderer (TSV Eysölden).
FC Hersbruck: Bauernfeind, Kohl, Bongers, Brüx, Maas (71. J. Schneider), Bauerfeld, Ertel, Ascher, Reichart (85. Pawlik), Karnoll, Schimpfhauser (56. Dill)
SV Schwaig: Saß, Bittner, Lorenz (24. Josef), Dünfelder, Sörgel, Panzer, Steininger, Kern, Ranft, Waldmann, Winterhalter (76. Geckeler).

N-Land Hersbrucker Zeitung
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