TSV Fischbach empfängt DJK Eibach

Auf der Suche nach dem verlorenen Spielfluss

Das Hinspiel in Eibach mutierte für die „Karpfen“ zum Scheibenschießen: Sascha Majkowski brachte einen Freistoß vors Tor, so dass Oliver Lahr mit einem wuchtigen Kopfstoß zum 1:0 für Fischbach verwandeln konnte. | Foto: Hertrich2017/03/djkeibachtsvfischbachlahr.jpg

FISCHBACH – Nach Wochen des Wartens und der fußballerischen Langeweile geht es an diesem Wochenende endlich auch für den TSV Fischbach in der Kreisliga Nürnberg wieder los. Die Vorfreude ist bei den „Karpfen“ jedoch nur mittelmäßig ausgeprägt, denn die Fischbacher bekommen zum Rückrundenauftakt ein echtes Brett serviert. Gast am Sonntag ist kein anderer als die DJK Eibach, die aktuell zwei Plätze und zwei Punkte vor dem TSV (7./27) rangiert, weshalb der Re-Start nach der Winterpause gleich zu einer Art Standortbestimmung für beide Teams mutiert.

Ein „Kaltstart“ wird es für die Fischbacher zwar nicht, da sie vor Wochenfrist bereits ein „grausames Pokalspiel“ (O-Ton Trainer Manuel Bergmüller) bei der SpVgg Mögeldorf bestritten hatten, das sie sogar 2:1 gewinnen konnten.

Aber sonst stehen die Vorzeichen nicht allzu gut. Die Vorbereitung war zwar teilweise recht ordentlich verlaufen. Besonders das Trainingslager in Italien hat bei Trainer Bergmüller bleibenden Eindruck hinterlassen: „Am Gardasee war es extrem gut. Von fünf Tagen hatten wir, vier Tage Sonnenschein und die Jungs haben super mitgezogen.“ Und: „Wir waren nicht einmal im Tanzcafé!“ Selbst eine kräftezehrende Mountainbike-Tour die steil ansteigenden Serpentinenstraßen hinauf, bei der, wie Bergmüller scherzhaft betont, der ein oder andere seiner Schützlinge „beinahe gestorben wäre“, konnte der guten Stimmung im TSV-Lager nichts anhaben.

Grenze der Belastbarkeit

Dummerweise scheinen die „Karpfen“ am Gardasee etwas vergessen zu haben, was sie jetzt dringend bräuchten: ihren Spielfluss. „Seitdem wir wieder in heimischen Gefilden angekommen sind, ist uns der irgendwie abhanden gekommen“, rätselt Bergmüller nach den Ursachen für die mageren Testspielergebnisse und den durchwachsenen Pokalauftritt. Eine Erklärung könnte die hochgetaktete Vorbereitung selbst sein. Bergmüller gibt zu: „Wir sind aktuell an der Grenze der Belastbarkeit“. Unter der Woche hat er nun die Trainingszügel ein wenig gelockert.

Fast alle Mann an Bord

Ebenfalls abhanden gekommen ist den Fischbachern Maximilian Zeh, der sich nach einem halben Jahr Eingewöhnungszeit zuletzt immer besser entwickelt hat und gerade während der Vorbereitung laut Bergmüller nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht hatte, nun aber bis Ende April für ein Auslandsstudium in Südamerika weilt. Verzichten muss Bergmüller am Sonntag wohl auch auf Philip Reif, der an einer Verletzung laboriert. Sonst sind jedoch alle Mann an Bord, weshalb die Fischbacher zumindest personell nicht allzu viel experimentieren müssen.

DJK hat noch eine Rechnung offen

Spannend ist die Frage, wie die DJK Eibach die lange Winterpause verkraftet hat. Bergmüller hat dazu seine Kreisliga-Insider befragt und keine allzu hoffnungsvollen Antworten bekommen. Denn während die meisten Teams mit ähnlichen Problemen wie die Fischbacher zu kämpfen hatten, muss es bei der DJK wohl wie am Schnürchen gelaufen sein. Dazu kommt, dass die Eibacher aus dem Hinspiel definitiv noch eine Rechnung offen haben. Mit 0:5 hatten die „Karpfen“ die Eibacher damals auswärts regelrecht filetiert (Doppelpack Olli Lahr), weshalb der Wunsch nach Wiedergutmachung bei den Gästen am Sonntag besonders groß sein dürfte.

Abseits von allen Nebengeräuschen hofft Bergmüller dennoch auf ein Spiel auf Augenhöhe. Denn eigentlich seien sich beide Teams sehr ähnlich. „Wie wir leben die Eibacher von ihrem Kollektiv. An guten Tagen schlagen wir sie, an schlechten eben nicht.“ Dann kann man nur hoffen, dass die Fischbacher am Sonntag einen ähnlich guten Tag erwischen, wie beim Hinspiel.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann