Tennisturnier Eckental

ATP-Turnier: Fünf Deutsche schlagen auf

Youngster Johannes Härteis sorgte mit seinem Erfolg gegen Aslan Karatsev für die bislang größte Überraschung beim ATP-Turnier in Eckental. Foto: B. Wagner2014/11/91243_ATPJohannesHaerteis_New_1414832469.jpg

ECKENTAL – Von wegen die Akkus bei Qualifikanten sind leer: Zwei von vier Spielern, die sich mit drei Siegen von Samstag bis Montag im 32er-Feld die Tickets fürs Hauptfeld sicherten, stehen am heutigen Freitag im Viertelfinale des 35 000-Euro ATP-Turniers in Eckental.

Fünf Erfolge in fünf Tagen, eine beachtenswerte Bilanz: Sowohl Mirza Basic aus Bosnien-Herzegowina als auch der Russe Denis Matsukevich setzten sich beim „Bauer Watertechnology Cup“ in zwei Sätzen durch. Leidtragende waren dabei neben dem an Nr. 3 gesetzten Türken Marsel Ihlan auch zwei Aktive mit prominenten Namen: Der Ukrainer Sergei Bubka, Sohn des EX-Stabhochsprung-Weltrekordlers, musste nach dem 3:6, 3:6 gegen den Qualifikanten aus Russland seine Taschen packen. Das gleiche Schicksal ereilte dem zweiten „Promi“: Miloslav Mecir, namensgleich mit seinem Vater, konnte zwar den ersten Satz mit 6:3 für sich verbuchen, war gegen den aufschlagstarken Russen Konstantin Kravchuk aber nicht im Stande, sich durchzusetzen. 3:6, 2:6.

Einen weiteren russischen Erfolg verhinderte sehr zur Freude der zahlreichen Tennisfans im House of Sports Johannes Härteis, der als Wild-Card-Besitzer für die Überraschung des Tages sorgte. An Nr. 885 der Welt geführt, ließ er sich von der weitaus höheren Platzierung seines Kontrahenten Aslan Karatsev überhaupt nicht beeindrucken. Der Oberpälzer, der der TennisBase Oberhaching angehört und in Nordbayern in Tenniskreisen einen guten Namen hat, führte schnell 3:0, kam dann beim 5:3 zwar etwas ins Straucheln (0:30), machte jedoch mit vier Punkten in Folge den ersten wichtigen Schritt zum Drei-Satz-Sieg. 4:1 im Finalsatz, der Russe kam noch heran, doch der Youngster blieb cool und gewann mit 6:3.

Was aktuelle Weltranglistenpositionen auf dem Papier wert sind, unterstrich die Partie von Andreas Beck (113) gegen Daniel Brands (324), der verletzungsbedingt im Sommer viele Ränge verloren hat. Die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz und da zeigte der Deggendorfer seine Klasse, besonders beim Service: 16 Asse und eine „First Service“-Quote von 69 Prozent sprechen Bände. Der Ravensburger, an Nr. 2 gesetzt, war über die gesamten 80 Minuten ein ebenbürtiger Gegner, allein das Verhältnis der gespielten Punkte (Brands 67, Beck 65) unterstreicht dies. Nach dem Turnier in Wien ist dies für den Eckentalsieger von 2012 erst der zweite Auftritt, nachdem er zuletzt im Juni Turniere gespielt hatte. 6:4, 7:6 – mit Brands ist zu rechnen.

Das ATP-Turnier biegt heute mit den Viertelfinals (ab 13 Uhr) auf die Zielgerade ein; am Samstag folgen die beiden Halbfinalspiele (terminiert auf 13.30 Uhr und 15 Uhr). Als Krönung des Turniers dann der Finalsonntag im House of Sports: Doppel 12 Uhr, Einzel 14 Uhr mit anschließender Siegerehrung (Aktuelle Spielpläne unter www.atp-turnier.de im Internet).

Hauptfeld 1. Runde: Andrea Arnboldi (Italien) – Elias Ymer (Schweden) 6:3, 6:4; Tim Pütz (Frankfurt) – Nikola Mektic (Kroatien) 7:5, 6:2; Daniel Brands (Deggendorf) – Andreas Beck (Ravensburg) 6:4, 7:6 (4); Johannes Härteis (Nürnberg) – Aslan Karatsev (Russland) 6:3, 5:7, 6:3.

Achtelfinale: Evgeny Donskoy (Russland) – Niko Basilashvili (Georgien) 6:7 (6), 7:6 (7), 6:2; Mirza Basic (Kroatien) – Marsel Ilhan (Türkei) 7:6 (7), 6:3; Konstantin Kravchuk (Russland) – Miloslav Mecir (Slowakei)3:6, 6:3, 6:2; Denis Matsukevich (Russland) – Sergei Bubka (Ukraine) 6:3, 6:3.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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