Vermeidbare Niederlage gegen das Schlusslicht

Altdorfer Nervenflattern

Lange Gesichter gab es bei den Altdorfern Sandra Ullrich, Clara Fischer, Astrid Fürg, Ellen Heimburger und Alina Hösch nach dem Spiel gegen Waldgirmes. | Foto: Daniel Frasch2020/11/Altdorf-TV-Gruppe-enttaeuscht-nach-Niederlage-gegen-Waldgirmes-scaled.jpg

ALTDORF – Im entscheidenden fünften Satz unterlaufen den Zweitliga-Volleyballdamen des TVA gegen den Tabellenletzten TV 05 Waldgirmes zu viele Fehler. Am Ende steht die sechste Niederlage im siebten Spiel.

Im Tiebreakspielen tut sich der TV Altdorf in der für ihn neuen 2. Bundesliga noch sehr schwer. Gegen den VCO Dresden hatte Altdorf am vergangenen Wochenende im fünften Satz mit 9:15 das Nachsehen, nun reichte es auch im Heimspiel gegen den TV 05 Waldgirmes im fünften Satz nur zu einem 10:15. In der Dritten Liga hatten die TV-Amazonen in Tiebreaksätzen noch Nervenstärke und Siegeszuversicht gezeigt.

Das scheint eine Liga höher abhanden gekommen zu sein. Immerhin haben sich die TV-Volleyballerinnen im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Waldgirmes nicht blamiert. Mit dem 2:3 (25:14, 20:25, 22:25, 25:19, 10:15) rettete die Mannschaft von Trainer Milan Dörnhöfer nach 140 Minuten einen Punkt. Damit bleibt Altdorf Tabellenvorletzter mit fünf Punkten und 10:18 Sätzen. Waldgirmes hat ein Spiel mehr absolviert und lediglich vier Punkte auf dem Konto.

Doch es war mehr drin für die Wallensteinstädter: Nach dem ersten Satz sah es rosig aus und danach, als wäre der zweite Heimsieg für die Gastgeber nur eine Frage der Zeit. Da konnte sich der TVA gleich zu Beginn deutlich absetzen, mit einem 8:3-Vorsprung ging es in die erste Technische Auszeit. Zuspielerin Tina Kosikowski konnte ihre Angreiferin geschickt in Szene setzen, Christine Prügel als Libera agierte aufmerksam. Mit einer Aufschlagserie von Juliane Kind baute der TVA seine Führung aus und benötigte beim 25:14 nicht mal eine eigene Auszeit.

Keine Sicherheit trotz Satzgewinn

Im Folgesatz veränderte sich das Stehvermögen der beiden Teams in sukzessiven Schritten. Waldgirmes bekam immer mehr Sicherheit durch souveräne Abwehr- und Sicherungsarbeit. Altdorf agierte zusehends unsicherer, zunehmend schlichen sich Fehler ins Altdorfer Spiel. Zum ungünstigsten Zeitpunkt kamen Probleme in der Sicherung dazu, Waldgirmes glich zum 1:1 aus.

Umkämpft war der anschließende dritte Satz: Doch die phasenhafte Leichtigkeit im Altdorfer Spiel wurde mehr und mehr durch Hektik überdeckt. Nach einer 8:6-Führung und einem 11:11 verloren die Gastgeber allmählich die Nerven, mit Ellen Heimburger brachte Coach Dörnhöfer beim Stande von 15:19 eine neue Zuspielerin, doch auch sie konnte das 22:25 nicht mehr verhindern.

Ähnlich eng verlief zu Beginn der vierte Satz, in dem Altdorfs Angreiferin Alina Hösch ihre Stärken demonstrierte und entscheidende Punkte durch Attacken oder Finten am Netz setzte. Wenn es knapp wurde, fand sie Optionen, zuverlässig im Sideout zu punkten. Nach dem Spiel wurde sie für ihre Leistung vom gegnerischen Coach zur wertvollsten Spielerin Altdorfs gekürt. Mehr Einsatzzeiten bekam diesmal Naomi Janetzke, die im Mittelblock eingesetzt wurde. TV-Außenangreiferin Juliane Kind konnte im Angriff nicht so souverän punkten wie bisher, war aber mit ihrer hochkonzentrierten Annahme- und Sicherungsarbeit Garant für Altdorfer Punkte. Durch den 25:19-Satzerfolg ging es in den entscheidenden fünften Satz.

Dort machte Altdorf jedoch gleich zu Beginn haarsträubende Fehler in der Annahme: Der zwischenzeitliche 0:6-Rückstand war dann auch durch couragiertes Gegenhalten nicht mehr aufzuholen und die sechste Niederlage im siebten Saisonspiel besiegelt. „Insgesamt o.k. war die Annahme“, sagte TVA-Trainer Milan Dörnhöfer nach dem Spiel, „für Block und Sicherung brauchen wir aber noch viel Geduld.“ Damit ist klar, worauf Dörnhöfer seinen Fokus im Training unter der Woche legen wird. Denn Besserung ist dringend angebracht, immerhin sind die Löwinnen am kommenden Sonntag beim Spitzenreiter VC Wiesbaden II zu Gast.

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